Mein Freund war oftmals bei mehreren Prostituierten. Das letzte Mal angeblich 1 Monat bevor wir zusammen gekommen sind. Wie würdet ihr reagieren?

17 Antworten

Ihr solltet noch mehr über das Thema reden, besonders Du hast Redebedarf. Und ich denke, dass es ihm auch helfen würde. Du solltest ihn aber deswegen nicht verurteilen. Verurteile lieber die Gesellschaft, die es möglich macht, dass Frauen zu käuflichen Objekten degradiert werden. Die meisten Männer machen es wohl, weil es sozial so stark innerhalb ihrer Gruppe akzeptiert wird (als cool und normal gilt) und wenn sie einsam oder mit "echten" Frauen unbeholfen sind.

Also hier gabs ja viele Antworten nach dem Motto "Nicht so schlimm" und "Jeder hat ne Vergangenheit", aber ich würde dann erst mal zum Frauenarzt gehen und mich testen lassen auf alle möglichen Geschlechtskrankheiten. Und ihn mitnehmen. Auch wenn die Frauen angeblich besser geschützt sind, als normal sterbliche, so machen sie doch häufiger Sex mit vielen wechselnden Partnern und da kann auch mal was schief gehen. Da hilft es dann auch nicht, wenn man sich jedes viertel Jahr testen lässt. Und selbst wenn, ich bräuchte das für mein Sicherheitsempfinden.Ein viertel Jahr kann hunderte verschiedene Männer bedeuten.

Wie kommst du darauf, dass Prostituierte nur unter Zwang oder Geldnot arbeiten und auch sonst keine "echten" Frauen sind?

Manchen gefällt der Kick, es gibt genug private Hobby-Huren, die sich was dazu verdienen und damit sehr gut klar kommen - denen der Sex sogar Spaß macht. Dann machen die das mit drei oder vier Männern und Frauen (schocking) am Tag für ne Woche und dann ist wieder gut.

Ich weiß sogar von Studentinnen, die so Mal eben am einem Abend die Semestergebühr verdienen und das als One betrachten.

Sry aber wenn es vor der Zeit mit der FS war geht sie das genauso wenig an wie "zufällig" gefundene, alte Nachrichten.

Wenn eine an mein Handy will, DANN ist das Vertrauen Weg.

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@rikks

Prostituierte sind in dem Sinne keine echten Frauen, weil sie sich nicht so verhalten. Sie tun Sachen, die sie privat mit ihrem Partner vielleicht nicht machen würden. Natürlich gibt es immer Leute, die den Kick brauchen, die würden dann wahrscheinlich dann auch fremdgehen im Privatleben. Darum kann man aber nicht so tun, als würden wir in einer Welt leben, in der Frauen und Männer gleichberechtigt wären. Dem ist nicht so. Frauen machen immer noch die meiste Hausarbeit, trotzdem sie selbst auch arbeiten und bekommen weniger Geld und Anerkennung für ihre Arbeit. Es gab Untersuchungen und Studien, die bewiesen haben, dass wir ganz weit weg sind von der Gleichberechtigung. Und nur weil einige Frauen es just for fun machen, darf man nicht die ganzen anderen vergessen, die Opfer von Frauenhandel wurden oder es machen, weil sie ohnehin nichts anderes, als Missbrauch kennen. Les Dir mal die Berichte von Aussteigerinnen durch, dann weißt Du, was die Frauen wirklich denken und fühlen.

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@meg2015

Da kommen mehrere Themen zusammen, die nicht zwingend zusammen gehören, aber durchaus etwas miteinander zu tun haben.

Gleichberechtigung: Gibt es, nur Frauen kriegen Kinder und entscheiden sich dann oft, Zuhause zu bleiben. Würde diese Zeit aus dem Durchschritt raus gerechnet, hätten sie fast den selben Verdienst, natürlich abhängig von der Branche.

Zwangsarbeit: Ein Problem, solange Schmuggler Arbeit haben, weil die Masse der Holzköpfe nicht einsieht, dass es auch miteinander geht, wenn man ordentlich teilen würde.

Sexuelle Vorlieben und "Der Kick": Nur weil jemand an und zu Dinge ausprobiert, wenn er Single ist, heißt das nicht automatisch, das er seinen Partner betrügt.

Hier ist das Zauberwort Kommunikation. Und erlaubt ist generell, was beide in Ordnung finden. Stichwort offene Beziehung oder Swinger. Und selbst wenn ein Partner dem anderen erlaubt, sich mit anderen auszuleben ist das okay, solange es für beide okay ist.

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Zunächst einmal waren seine Sexperimente mit Prostituierten wohl VOR Eurer Beziehung - was ist also daran verwerflich? Dass er nicht sofort zugegeben hat, dass er für Sex bezahlt hat? Wenn ich mir Deine Reaktion so anschaue, dann kann ich gut nachvollziehen, dass er damit nicht gleich rausgerückt ist.

Viele Frauen haben Vorurteile gegenüber Prostitution, weil sie entweder die Schauergeschichten der Prostitutionsgegner glauben und annehmen, dass Sexworkerinnen grundsätzlich aus "fremden Ländern nach Deutschland verschleppt" werden, wo sie "rücksichtslosen Freiern jeden noch so abscheulichen Wunsch" erfüllen müssen und ihnen "brutale Zuhälter da verdiente Geld wegnehmen".

Frauen, welche die Reaktion etwas realistischer sehen, und wissen, dass die moderne Sexarbeiterin freiwillig und selbstbestimmt eine Menge Geld verdienen, fürchten, dass ein Mann, der einmal im Bordell "Blut geleckt" hat, von diesem Hobby nicht lassen kann und seine Bordellbesuche auch während der Beziehung fortführt. Gleichzeitig ärgert sie, dass durch sein Wissen über Paysex ein beliebtes Belohnungs- und Erziehungsinstrument der Frau der (zumindest unbewusst genutzte) Sexentzug damit wirkungslos wird.

Wäre es Dir denn lieber gewesen, wenn er ein paar Frauen mit irgendwelchen Lügenmärchen ("Ich suche eine Seelenverwandte", "Sex ist mir eigentlich gar nicht so wichtig", "Ich mache sowas sonst nie...") einen One-Night-Stand ins Bett gequatscht hätte. Bei einem Bordellbesuch ist so etwas nicht nötig, da die Beteiligten wissen, worum es geht: Sexuelle Entspannung, Zeit und Aufmerksamkeit gegen Geld - Punkt.

Dann wären da noch die Pornofilme:

Warum schauen sich Frauen gerne Liebesfilme an - gibt es in ihren Beziehungen etwa nicht genug Liebe?

Männer sind "Augentiere" und können sich daher für visuelle Stimulation sehr begeistern, Frauen legen mehr Wert auf Gefühle und können sich daher eher für Herz-Schmerz-Streifen begeistern. Eine echte Konkurrenz ist das in beiden Fällen nicht!

Ich schaue mir öfters mal einen Pornofilm an - teils alleine, teils zusammen mit meiner Frau, manchmal schaut auch meine Frau ohne mich.

Solange die Pornofilme kein Ersatz für gemeinsamen Sex, sondern zur Anregung und/oder Unterhaltung dienen sehe ich darin kein Problem. Manche Filme sind (ungewollt) komisch "Warum liegt hier Stroh?" oder fast schon ein Kunstwerk für sich (z.B. die Parodien auf Star Wars oder Piraten der Karibik).

Wenn man offen darüber reden kann ("Würde Dir das gefallen?", "Wollen wir dies mal versuchen?" usw.) können Pornofilme das Sexleben in der Beziehung durchaus bereichern. Viele Filme sehen wir daher auch gar nicht zuende, da wir zwischendurch übereinander herfallen... .

Sich von Jemandem zu trennen oder ihm Vorhaltungen zu machen, weil er einen mit Pornofilmen "betrogen" hat, halte ich für kindisch!

Du solltest Dir vor Augen halten, dass seine Vergangenheit vergangen ist und Dich auf die Zukunft konzentrieren. Wenn er mit DIR zusammen ist, dann ist er das, weil er von DIR das bekommt, was ihm wichtig ist (und weit über Sex hinausgeht). Da er es womöglich auch anders KENNT, ist dies umso mehr ein Kompliment!

Vergifte Eure Beziehung nicht durch Eifersucht auf die Vergangenheit! Er hat nichts falsch gemacht und Pornos schaut er um sich Entspannung zu verschaffen - und nicht um nach "besseren Alternativen" Ausschau zu halten!

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

Woher ich das weiß:Beruf – Lange Jahre Erfahrung als Sex-Coach und Fachbuch-Autor

Redet miteinander. Er schaut Pornos und Dir ist das nicht Recht. Erkläre ihm wieso und hör Dir an was er zu sagen hat. (Sucht kann etwas sehr unkontrollierbares sein/Pornos schaut fast die ganze Welt-vielleicht kannst Du Dich dem öffnen) Du könntest auch an Dir arbeiten.

Ich möchte Dir aber auch sehr klar sagen das man nicht durch Zufall an alte Nachrichten aus dem Handy des Partners kommen kann. Das ist einfach unmöglich in meinen Augen.

Da ist ein starkes misstrauen Deinem Partner gegenüber. Wer nurmit dem Finger auf andere zeigt kann nicht sonderlich fair sein.

Jeder von uns hat eine Vergangenheit. Ist aber vergangen!!! Wichtig ist die Kommunikation und das man sich dann daran hält.

Top Antwort

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Rede unbedingt mit ihm. Sag ihm wie es dir damit jetzt geht seit dem du es weißt und höre ihm zu. Frage ihn wie es jetzt für ihn ist dass du es weißt. Sucht auch eine gemeinsame Lösung damit umzugehen.

Wenn ihr geredet habt und du dir immernoch unsicher bist (Vertrauen,...) dann nehmt euch mal ne Auszeit (ca. Ne Woche oder so) voneinander. Unternimm Dinge, also sitzt nicht nur zuhause rum da wird es nur schlimmer. Natürlich kannst du auch nachdenken.

Zum Thema Pornos würde ich ihn auch ansprechen. Also weshalb er es macht,...

Wenn er etwas möchte was du nicht willst muss er es akzeptieren (auch wenn es ihm nicht gefällt), kann er es nicht akzeptieren dann verlass ihn (auch wenn es hart ist, aber es gibt andere die dich so schätzen würden wie du bist).

Ich kenn dein Freund nicht, ich weiß nicht wie er vom Charakter ist,... (zb sehr schüchtern weshalb er nicht so viel mit Frauen zu tun hatte und deshalb eben Erfahrungen mit Prostituierten sammeln wollte)

Aber sagen wir mal so ja es sind Prostituierte, aber an sich ist es "nur" ein sexualpartner gewesen. Wenn er eine Freundin vor dir hatte hatte er auch sex mit ihr. Oder wenn er frei gelebt hat hatte er auch so Sex mit anderen ohne Beziehung. Also sie war(en) halt ne Person mit denen er Sex hatte. Solang sie verhütet haben ist es ja gut. Ich möchte damit des Gewerbe nicht gut reden (ich finds auch nicht so toll und

Die die dort arbeiten finden es bestimmt auch nicht alle toll) aber es ist wirklich nur ein sexualpartner. Solang es vor deiner Zeit war finde ich ist es in Ordnung. Während der Beziehung wäre es für mich natürlich dann aus, auch wenn er sich da etwas holt was du ihm nicht geben möchtest.

Es gehört zu seiner Vergangenheit und kann somit nicht mehr geändert werden. Du hast vielleicht auch Sachen in der Vergangenheit auf die du nicht stolz bist aber musst damit jetzt trotzdem leben und die Leute müssen es akzeptieren oder aus deinem Leben gehen.

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Ich würde einfach weiterleben wie bisher.

Was vor Eurer Zeit war, geht Dich gar nichts an. Ebenso geht es ihn nichts an, was Du vor Eurem Zusammenkommen gemacht hast.

Guck die Pornos mit ihm gemeinsam an, dann muss er es nicht heimlich machen.

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