Ist Oralverkehr im Christentum vor der Ehe erlaubt?

32 Antworten

  • Eine gute, christlich verstandene Beziehung ist ein Wachstumsprozess, der auf verschiedenen Ebenen stattfindet.

  • Die Beziehung wächst auf geistiger Ebene, auf geistlicher Ebene, auf körperlicher Ebene usw...

  • Dabei sollte man darauf achten, dass alle Ebenen gleichmäßig wachsen, Brescht eine voran, sollten die anderen nachziehen können.

  • Dies gilt genauso für die körperliche Beziehung. Sie sollte eingebettet sein in die anderen Beziehungsebenen. Ist dies der Fall, dann erhält man selbst ein Gespür dafür, was jetzt angemessen. Und man erhält auch ein Gespür dafür, ob eine bestimmte Zärtlichkeit vor der Ehe schon okay ist oder nicht.

  • Insoweit gibt es keine (erst recht nicht biblische) Festlegung zu Deiner speziellen Frage.

  • Vielleicht hilft Dir aber folgender Gedanke: Stell Dir vor, mit der momentanen Beziehung wäre anschließend Schluss. Wäre es für Dich okay, bestimmte Zärtlichkeit bereits einem anderen Menschen geschenkt zu haben als Deinem Ehepartner?

Die Frage ist doch auch, wo vollzieht sich wahrer Liebesakt, oder nur eine sexuale Befriedigung. Uns scheint, dass es letztlich nur noch darum geht sich sexual zu befriedigen, ohne darauf zu achten, ob dem Partner es wohl bekommt oder nicht. GALLARIAOY

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Sexualität gehört in die Ehe, weil diese ein Schutzraum sein soll. Die Entscheidung, es so zu handhaben, muss aber immer eine persönliche sein - kein moralischer Druck von außen.

Der Glaube, dass es eine "wahre Religion" gibt, der Glaube, dass es ein sogenanntes "heilige Buch" gibt, aus dem man irgendein von "Gott" vorgeschriebenes Verhalten herauslesen kann, hat 80% des Leidens der letzten 2000 Jahre auf dieser Welt verursacht . Aus den heiligen Büchern kann man alles heraus interpretieren was man will. Sieht das denn niemand?

Die sogenannten "Gläubigen" sehen nicht, dass alles, was sie in den heiligen Büchern als Verhalten heraus lesen nur interpretationen sind. Zu einem Abschnitt sagen sie A: "Das gilt nicht mehr, das muss im Kontext der Zeit gesehen werden" - zu anderen Textstellen sagen sie B: "Das hier musst du wörtlich befolgen, es steht doch geschrieben". Zu anderen Textstellen sagen Sie C: "Das ist nicht so, sondern anders gemeint...". Sie erkennen nicht, dass die Auswahl ob A, B oder C wahllos ist. Und mit der Möglicheit C gibt es jeweils unendliche Auslegungsmöglichkeiten. So etwas kann weder den Einzelnen, noch die Welt heilen.

Die Anzahl der auf der Welt organisierten Christlichen Gruppen beträgt:

200'000 !

Nocheinmal ZWEI-HUNDERT-TAUSEND!

Alle lesen die Bibel, alle lesen dort etwas anderes heraus. Das ganze System der Religionen ist auf Sand gebaut und keiner merkt es. Lest mal den Artikel hier. Das ist mit das Beste, was ich je über Religion im Allgemeinen gelesen habe: http://www.rhetorik-seminar.ch/gratis-nutzen-fur-sie/Religionskritik/

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Ob Christin oder nicht: es wäre mir echt peinlich, wenn ich den Betreffenden später wieder treffen würde als einen mir dann wildfremden Mann, und ich hätte mit ihm derartige Zärtlichkeiten ausgetauscht.

  1. Wieso wildfremd?

  2. Wieso peinlich?

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@Eifelmensch

Wenn auf das "vor der Ehe" die Ehe folgt, ist der Betreffende nicht fremd, ansonsten aber schon. Jedenfalls setzen derartige Zärtlichkeiten große Intimität voraus, die nicht mehr gegeben ist, wenn sich die Wege getrennt haben.

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@Gritti

Beinahne alle Menschen begegnen im Laufe ihres Lebens ihren früheren Freundinnen, Liebhabern oder Abenteuern. Das ist vollkommen normal und üblich. Selbst unter gläubigen Christen sind mir vielleich 2 Leute bekannt, die nur mit einer Frau oder einem Mann Sex hatten: es sind menschen, denen dieses Bedürfnis einfach fehlt!

Deine Vorstellung von Sex und Ehe in allen Ehren, aber mache dir gewärtig, das ist die Meinung einer winzigen Minderheit! Das ist nur ein Punkt auf einem "i" in einem Buch von mehreren hundert Seiten!

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Meiner Meinung nach ist das so gemeint:

Oralverkehr gehört ganz klar zu Sex. Nun ist es aber so, dass Gott Papiere wie der Eheschein nicht wichtig sind. Er sieht alleine auf das Herz. Für Gott sind zwei Menschen, die miteinander schlafen, verheiratet. Er wird niemanden verdammen nur weil er einen Tag vor der geplanten (kirchlichen) Hochzeit mit seinem Partner schläft.

Im Grunde geht es darum, dass die EHE ein geschützter Rahmen darstellt, in den der Geschlechtsverkehr gehört.

Hoffe das konnte etwas helfen.

Das Christentum ist in einer Zeit entstanden, als die (männliche) Erbfolge wichtig für das Weiterbestehen der Familie war. Das Erbe (Haus, Hof etc.) ging vom Vater auf den (erstgeborenen) Sohn über. Gerade für den Mann war es also wichtig, dass die Kinder von ihm sind. Um das sicherzustellen, hat man entsprechende Regeln eingeführt, die dann religiös untermauert wurden, damit sie eher eingehalten wurden. In unserer heutigen Gesellschaft sind diese dynastischen Regeln nicht mehr von elementarer Bedeutung.

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