Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) - Auch wenn der Name eher ans Frühjahr denken lässt, sollte man sich bewusst sein, dass Zecken nicht nur in den warmen Monaten aktiv sind. In Risikogebieten besteht von Februar bis Novemebr ein Infektionsrisiko. Doch auch im Winter kann es zu Zeckenstichen kommen. In milden Winterabschnitten beispielsweise können Zecken aktiv werden und nach einem Wirt suchen. Zecken halten keinen Winterschlaf, sondern fahren ihren Organismus über die kalten Monate zurück, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Ist es nun mehrere Tage hintereinander mild, verhalten sich die Tiere nicht mehr ruhig, sondern setzen sich in Bewegung, um auf einen Wirt zu treffen. So können die Tiere an abgestorbenen Grashalmen entlang krabbeln oder auf am Boden liegenden Zweigen auf einen Wirt warten. Setzt man sich nun zur Rast auf den Waldboden oder sammelt Blätter oder Laub, kann die Zecke durch die Atemluft oder den Geruch des Menschen angezogen werden. Sie werden vor allem auch durch die Körperwärme des Wirtes aus ihrer Winterstarre "geweckt" und können zustechen. Dann besteht wie zu anderen Jahreszeiten auch das Risiko, dass beim Saugen Krankheitserreger übertragen werden.
Diesen Tipp