Wer mit mehreren PCs arbeitet, die mehrere Räume voneinander entfernt stehen, kommt um große Laufwege zum Abschalten jedes einzelnen Rechners normalerweise nicht herum. Wir zeigen Ihnen wie Sie Netzwerkrechner auch problemlos Fern-Herunterfahren können
Auch weit entfernte Rechner lassen sich über eine Remote-Control-Funktion herunterfahren - der in Windows integrierte Shutdown-Befehl macht’s möglich. Vorraussetzung dafür ist allerdings, dass die Rechner über ein Netzwerk verbunden sind und sich in derselben Arbeitsgruppe befinden (z.B. Heimnetzwerk).
Schritt 1: Als Erstes starten Sie den Gruppenrichtlinien-Editor mit [Win]+[R] und geben im sich-öffnenden Fenster „gpedit.msc“ ein. Navigieren Sie hier über „Computerkonfiguration“ zu „Windows-Einstellungen“ -> „Sicherheitseinstellungen“ -> „Lokale Richtlinien“ -> „Zuweisen von Benutzerrechten“ -> „Erzwingen des Herunterfahrens von einem Remotesystem aus“. Fügen Sie hier einen neuen Benutzer mit dem Namen „Jeder“ hinzu.
Schritt 2: Rufen Sie mithilfe von [Win]+[R] und „cmd“ die Eingabeaufforderung auf. Hier können Sie eine Vielzahl von praktischen Befehlen eingeben, unter denen sich auch der Shutdown-Befehl befindet. Alle Zeiteinheiten müssen mit Sekunden angegeben werden. So sind hier zum Beispiel 5 Minuten = 300 Sekunden.
Schritt 3: Die Befehle:
Einen Netzwerk-Rechner in 10 Sekunden herunterfahren lassen:
• shutdown –s -t 10 –m \computername
Einen Netzwerk-Rechner in 5 Minuten Neustarten lassen:
• shutdown –r -t 300 –m \computername
Sie können auch statt des Computernamens auch dessen IP-Adresse angeben:
• shutdown –r -t 300 –m 192.168.1.3
Übrigens: Besonders Windows XP braucht auch nach der Anweisung zum Abschalten oft noch einige Zeit, um den Rechner tatsächlich herunterzufahren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Vorgang deutlich beschleunigen: (http://www.pcwelt.de/start/softwareos/tippstricks/windows/booten/2345218/herunterfahren-unter-xp-beschleunigen/)
Win Vista ist auch Netzwerktechnisch gesehen eine Katastrophe eines Betriebssystems.