Wer „spurenlos“ surfen will, sollte zunächst auf den „Privat-Modus“ des jeweiligen Browsers zurückgreifen. Beim Internet Explorer 8 heißt dieser zum Beispiel „InPrivate-Browsen“ und ist in den „Extras“ zu finden. So verhindert man unter anderen das Speichern von besuchten Webseiten oder eingegebenen Suchbegriffen im Browser. Was viele nicht wissen: Der Privat-Modus reicht keineswegs aus: Windows unterläuft diese Incognito-Funktion und speichert auch die im Privat-Modus aufgerufenen Internetadressen und die Adressen von dort geladener Elemente in einem eigenen Speicherbereich, dem „DNS-Cache“, um sie später schneller wiederzufinden.
Die Lösung: Um wirklich alle Surfspuren zu vernichten, muss also der „DNS-Cache“ gelöscht werden. Halten Sie dazu unter Windows XP die Windows-Taste zusammen mit R gedrückt. In das dann erscheinende „Ausführen“-Fenster tippen Sie cmd und drücken die Enter-Taste, um die Eingabeaufforderung zu öffnen. Unter Windows Vista und 7 klicken Sie stattdessen auf das Windows-Symbol, tippen cmd in das Suchfeld ein, klicken mit der rechten Maustaste auf den ersten Suchtreffer und wählen im Menü „Als Administrator ausführen“. Tippen Sie anschließend in der Eingabeaufforderung den Befehl ipcon fig /flushdns ein, und drücken Sie die Taste Enter.
DNS-Cache auslesen: Umgekehrt können Sie natürlich auch ungelöschte Internetseiten bequem aus dem DNS-Cache auslesen, beispielsweise um nachprüfen, ob Ihr PC in Ihrer Abwesenheit benutzt worden ist. Geben Sie in der Eingabeaufforderung dazu
ipconfig /dis playdns
ein und drücken die Enter-Taste. Anschließend sehen Sie in einer Liste, welche DNS-Abfragen kürzlich getätigt und somit auch, welche Internetseiten kürzlich besucht wurden. Wenn Sie die Liste als Textdatei auf der Windows-Oberfläche speichern wollen, tippen Sie stattdessen diesen Befehl ein:
ipconfig /displaydns > "%User profile%\Desktop\dns.txt"
Die neue Datei „dns.txt“ öffnet sich nach einem Doppelklick im Standard-Textprogramm.