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Wer bekommt wann Kindergeld?

Tipp von skyfly71 skyfly71

Die Voraussetzungen für Kindergeld sind im Bundeskindergeldgesetz (BKGG) geregelt.

Anspruchsberechtigt sind in der Regel NUR die Eltern des Kindes, auch nach Erreichen der Volljährigkeit. Lediglich, wenn die Eltern verstorben sind oder nicht mehr erreichbar hat das Kind die Möglichkeit, selbst Kindergeld zu beantragen. Der Regelfall ist aber, daß Kindergeld nur dann gezahlt wird, wenn die Eltern den Antrag unterschreiben. Kindergeld wird in folgenden Altersstufen gezahlt (§ 2 BKGG):

Für Kinder einschließlich 17 Jahre: Immer

Für Kinder einschließlich 20 Jahre: Wenn sie arbeitssuchend gemeldet sind

Für Kinder einschließlich 25 Jahre: Wenn sie Ausbildungsplatzsuchend gemeldet sind, eine Schule besuchen oder eine Berufsausbildung machen oder die Ausbildung kurz bevor steht (4 Monate). Wehr- oder Zivildienst verlängern das Alter von 25 entsprechend um ihre Dauer.

Wenn das Kind Hartz IV bzw. ALG II bezieht, wird das Kindergeld für das Kind als Einkommen angerechnet. Anspruchsberechtigt sind aber trotzdem die Eltern, diese müssen auch den Kindergeldantrag unterschreiben. Nur, wenn die Eltern sich weigern, das Geld weiter zu leiten oder von sich aus zustimmen, kann ein sogenannter "Abzweigungsantrag" gestellt werden. Das bedeutet, daß das Kindergeld dann dem Kind direkt aufs Konto überwiesen wird. Trotzdem sind es weiterhin die Eltern, die das Kindergeld beantragen müssen.

Wenn das Kind Hartz IV bekommt, empfiehlt es sich IMMER, Kindergeld zu beantragen, auch wenn das Geld voll auf das Hartz IV angerechnet wird, da es bei einer Sanktion nicht betroffen ist. Das Kind hat somit zumindest trotz Sanktion immer das Kindergeld zur Verfügung.

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Tipp-Ergänzungen (5)

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    Tipp-Ergänzung skyfly71 skyfly71

    Ein rückwirkender Antrag auf Kindergeld ist bis zu 4 Jahre lang möglich. Dies ergibt sich aus § 169 Abs. 2 Nr. 2 Abgabenordnung. Das Kindergeld wird dann allerdings nur für die Zeiträume nachgezahlt, in denen tatsächlich die Anspruchsvoraussetzungen vorlagen.

    Kommentar von Leichnam69 Leichnam69Leichnam69

    wird das Kindergeld für das Kind als Einkommen angerechnet. Anspruchsberechtigt sind aber trotzdem die Eltern, diese müssen auch den Kindergeldantrag unterschreiben. (solange das Kind noch nicht volljährig ist, und noch im elterlichen Haushalt lebt)

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    Tipp-Ergänzung casilein casilein

    Bei Alg2-Bezug wird den Eltern ein Freibetrag von 30€ zugestanden, sofern der nicht bereits auf andere Einnahmen gewährt wird. Auch deshalb lohnt sich der Antrag, der außerdem normalerweise von der Arge gefordert wird.

    Kommentar von zitteraal zitteraalzitteraal

    Das stimmt so nicht.

    Der Freibetrag wird, sofern kein anderes Einkommen vorhanden ist, den Eltern nur dann gewährt, wenn Teile des Kindergeldes bis hin zum gesamten Kindergeld den Eltern als Einkommen angerechnet werden, da das Kind auf Grund eigener Einkünfte (einschließlich einem Teil des Kindergeldes) in der Lage ist, seinen Bedarf selbst zu decken.

    Ansonsten steht jedem volljährigen Kind mit Einkünften (einschl. Kindergeld) der Freibetrag von 30,- € zu, die dann auch vom Kindergeld abgezogen werden können.

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    Tipp-Ergänzung zitteraal zitteraal

    Dieser Tipp enthält leider einige Ungenauigkeiten.

    1. Kindergeld wird fast immer als Steuervergütung nach dem Einkommensteuergesetz gezahlt. Nur für Vollwaisen bzw. Kinder, die den Aufenthaltsort ihrer Eltern nicht kennen, wird das Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz gezahlt. Außerdem für in Deutschland lediglich beschränkt steuerpflichtige Personen.

    2. Kindergeld ohne Vorliegen besonderer Voraussetzungen wird bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gezahlt. (Ja, das ist ein Unterschied.)

    3. Kinder, die Arbeit suchend gemeldet sind, können Kindergeld bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres erhalten. Auch hierbei kann ein bereits geleisteter Wehr- bzw. Zivildienst verlängernd berücksichtigt werden.

    4. Die Zustimmung der Eltern zu einer Abzweigung als Begründung der Auszahlung des Kindergeldes an das Kind ist ein leider weit verbreiteter Irrtum. Es gibt drei Voraussetzungen, die alle erfüllt sein müssen, damit Kindergeld an eine dritte Person ausgezahlt werden kann:

    • das Kind muss volljährig sein und
    • das Kind darf nicht mehr im Haushalt des Kindergeldberechtigten leben und
    • es muss eine Unterhaltspflichtverletzung der Eltern vorliegen.

      Die Zustimmung der Eltern ist also nicht relevant. Allerdings können die Eltern ein beliebiges Konto angeben, auf das das Kindergeld überwiesen werden kann, dann allerdings gemeinsam für alle Kinder, für die Kindergeld gezahlt wird.

      Das Kindergeld muss auch nicht an das Kind weitergeleitet werden, da auch andere Unterhaltsleistungen berücksichtigt werden, z.B. Bereitstellung von Wohnraum, Verpflegung etc.

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    Tipp-Ergänzung Mysii Mysii

    ich habe eine frage. Ich bin aus anderen land als ich in deutschland gekommen bin war ich 16 jahre alt und habe mich bei bürgeramt angemeldet dann sofort zur hauptschule die sprache zulernen. ich bin 2 jahre und hald jahr zu schule gegangen und habe ein anmeldebestetigunug von bürgerramt natürlich, von der schule habe ich auch ein beschenigung für 2009 für 2010 habe ich nicht weil ich bin 17 hahre alt geworden und die lehrer haben gesagt das ich muss andere schule gucken und als 17 ich geworden bin dann habe mir schule gesucht aber die wollten von mir freizügigkeitsbescheinigung aber das hatte ich erst nicht dann bin ich nicht zur schule gegangen bis heute und bin auf der suche nach schule weil ich schon freizugigkeitsbescheinigung habe und kann ich meine kinder geld bekommen ? von familienkasse ? wird das für mich bezahlt ? und wird das wenn ich im september 18 bin weiter bezahlt wird ?

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    Tipp-Ergänzung Silberheim Silberheim

    ÄH nach BKGG wird schon seit 1996 nicht mehr gezahlt, ist seit dem eine steuerrechtliche Leistung und wird nach EStG gezahlt !

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