Sie heißen „Paula-Pudding“, „Honey-Bss“ oder „Pom-Bär“ und sind bei vielen Kindern beliebt. Und das nicht ohne Grund: Kinderlebensmittel werden speziell auf den Geschmack der Kleinen zugeschnitten. Doch haben die bunt verpackten Produkte mehr zu bieten als süßen Geschmack? Können sie Teil einer ausgewogenen Ernährung sein?
Lecker und gesund?
Das Urteil von Foodwatch ist eindeutig: Nein. Aus Kinderlebensmitteln kann man keine ausgewogene Ernährung zusammenstellen, denn viele Produkte sind zu süß und zu fettig. Sie enthalten nur wenige billige Grundstoffe, die mit künstlichen Zutaten angereichert werden, um einen guten Geschmack zu erzeugen. Eltern sollten also genau hinsehen, was ihre Kleinen jeden Tag zu sich nehmen.
Frühstücksflocken
Die meisten Kinderlebensmittel fallen in die Kategorie „süße und fettige Snacks“. Sogar Frühstücksflocken, die die Kleinen eigentlich für den Tag stärken und sie mit wichtigen Nährstoffen versorgen sollten, bestehen zu 25 bis 50 Prozent aus Zucker. Selbst Produkte, die als „natürlich“ und „wertvoll“ angepriesen werden, können nur als „süße Snacks“ bezeichnet werden, so Foodwatch. Beim Kauf der Frühstücksflocken lohnt sich deshalb ein Blick auf die Verpackung und die dort beschriebenen Nährwertangaben. Süße Cerealien können beispielsweise mit ungesüßtem Müsli vermischt werden, damit das Frühstück nicht zu zuckerhaltig wird.
Kindgerechte Werbung
Versteckte Werbung in Online-Spielen und Smartphone-Apps soll die Kinder schon von klein auf an bestimmte Marken binden. In England wurde bereits Beschwerde eingereicht und das Verbot von Online-Werbung für Junk-Food gefordert. Kinder können sich gegen Beeinflussung schlecht wehren – deshalb kann es sinnvoll sein, die Kleinen so weit wie möglich von Werbung fern zu halten.
Was Kinder wirklich brauchen…
… ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung. Viel Obst und Gemüse, kombiniert mit Vollkornprodukten, versorgt die Kleinen mit den Nährstoffen, die sie für ihre Entwicklung brauchen. Doch was, wenn sich die Kinder nicht an gesunde Kost gewöhnen wollen? Werden gehaltvolle Gerichte kindgerecht zubereitet, schmecken sie gleich viel besser: Eine Studie belegt, dass Kinder mehr Gemüse verzehren, wenn es in kleine Häppchen geschnitten ist. Auch mit „gesundem Fast Food“, wie etwa Vollkornpizza oder Gemüseburger, kann man die Kleinen schneller begeistern.