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Versicherung mit Beitragsrückerstattung

Tipp von IchSchauMal am 17.12.2008 um 9:19 Uhr

Es tauchen immer wieder Versicherungen mit Beitragsrückerstattung auf. Diese rechnen sich nach näherer Betrachtung nicht.

Der Grund:

Der Grundgedanke einer Versicherung ist der das viele Personen zusammen einen Beitrag leisten um daraus Menschen die in Not geraten zu helfen. Wenn ich also jährlich 150 Euro in eine Unfallversicherung zahle (in 30 Jahren 4500 Euro) kann ich daraus z.B. 500.000 Euro Leistungen erhalten.

Jeder der das kleine 1x1 beherrscht wird nun merken das wenn alle die ihren Beitrag zurückerstattet bekommen (vielleicht noch mit Verzinsung) irgend etwas nicht stimmt. So setzen sich die Tarife denn auch aus einem Sparbeitrag und dem Risikobeitrag (hier für den Unfall) zusammen.

Wie bei jeder anderen Versicherung ist der Risikobeitrag weg. Den zahlt die Versicherung um die Schäden die tatsächlich entstehen zu begleichen. Je mehr Schäden entstehen desto mehr kostet das. Daher sind z.B. Berufsunfähigkeitsversicherungen relativ teuer aber sicherlich mit am Sinnvollsten. Auch hier sollten sich viele einmal fragen warum sie eine Versicherung mit weniger Beitrag - die aus der Logik heraus seltener und weniger leisten muss - abschliessen und die teuren Risiken nicht absichern. Jede Versicherung selbst arbeitet nämlich umgekehrt: Kleinere Risiken übernimt man selbst, größere Risiken sicheren diese beim Rückversicherer ab. Nur der Privatmensch handelt wieder einmal genau umgekehrt und läuft so oft in die Falle.

Zurück zur Beitragsrückgewähr: Wie schon erwähnt ist also der Risikobeitrag auf jeden Fall weg. Mit dem darauf zusätzlich zu entrichtenden Sparbeitrag versucht nun die Gesellschaft so viel Rendite zu erwirtschaften um dem Kunden scheinbar seine Beiträge auch für den Risikoanteil zurück zu erstatten.

Bevorzugt wenden dieses Instrument teure Gesellschaften an die so ihre hohen Preise für die einfache Risikoversicherung verschleiern. Dieses Risiko schliessen bei diesen Gesellschaften nämlich nur wenige ab das man dann ja erkennt das man dies Risiko woanders günstiger versichern kann.

Aber selbst den Sparanteil kann man woanders zu einer besseren Rendite anlegen.

Auch wenn einige etwas anderes behaupten. Selbst einmal nachrechnen! Dabei nicht auf die prognostizierten Renditen achten. Denn hier liegt der nächste Kasus Knacktus. Wenn ich auf den Sparanteil natürlich hohe Renditen prognostiziere - die ich vielleicht nie erreiche - sieht das Produkt natürlich rentabler aus.

Fazit: Risiko und Sparanteil immer trennen. Die Beitragsrückerstattung ist reine Augenwischerei und entspricht von der Logik her schon nicht dem Versicherungsgedanken.


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Tipp-Ergänzungen


Reinhards
ergänzt von Reinhards on 18. Dezember 2008 08:50
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Die Tippergänzung ist hilfreich? Dann klick mich!

Stimmt - es ist immer wieder verwunderlich wie leichtgläubig viele Menschen in solche Fallen laufen. Wer nur ein bischen rechnen und vergleichen kann wird so einen Unsinn nicht unterschreiben. Und - konsequentes Verhalten ist es dem "Berater" der einem solches versucht schmackhaft zu machen sofort "Auf Nimmerwiedersehen" zu sagen.


Niklaus
ergänzt von Niklaus on 18. Juni 2009 14:32
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Du solltest aber hier genau sagen, dass du nur Risikoversicherungen meinst. Denn es gibt auch Rentenversicherungen, die das Restkapitals bei Tod nach Leistungseintritt an die Hinterbliebenen zahlen. Das ist etwas gänzlich anderes.



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