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Tipps gegen Dauerbeller

Tipp von Portbatus Portbatus

Wenn du es wirklich aktiv ändern willst, dann versuche es einfach mal so.

Wenn die Rangordnung bei Euch, zum Hund ist nicht ganz klar und eindeutig ist, ist es oft die Ursache. Das verunsichert den Hund.

  1. Anfängertricks wären z.B. Ihn nicht mehr vor Euch/vor Dir zur Türe raus lassen oder vorbeidrängeln lassen, die Treppe hoch oder den Besuch zuerst begrüßen usw. Das sind alles Unverschämten aus Hundesicht, die nur dem Rudelboss zustehen. Also erst einmal alle geliebten Vorrechte streichen, z.B. betteln oder streicheln einfordern usw.

  2. Wenn du das bellen ändern willst, muss Punkt 1 mindestens 2 Wochen lang klar sein. Mache einen klaren Schnitt in deinem Verhalten, er muss wissen, mein Chef/in meint es ab jetzt ernst und ist vor ALLEM konsequent sein, denn Hunde sind untereinander immer konsequent, das ist hündisch, deren Sprache.

  3. Zum Bellen: Gehe, wenn er bellt, ganz ernst auf ihn zu und schaue ihm fest in die Augen, dann lege deinen Zeigefinger auf deine Lippen und Zische ein ganz energisches/gefährliches direkt in sein Gesicht, beuge dich dazu runter, er muss es spüren können: PSSSST. Das wird ihn total überraschen und er wird einen Moment still sein. Dann direkt ein Leckerchen und loben. So wiederholst du es ganz konsequent, ab jetzt jedesmal.

Da es ja verschiedene Arten des Bellens gibt, suche dir die leichteste Form aus und fange damit an. Vielleicht kannst du es im Hause am schnellsten beeinflussen. Wenn er z.B. bellt, wenn der Postbote oder die Zeitung kommt oder ein Besucher oder jemand geht durch eueren Hausflur oder vor dem Haus geht jemand vorbei. Dann soll er auf seinen Platz gehen, du sagst Psst und schaust als Rudelboss sofort im Fenster nach (nachdem er ruhig ist), wer da vor dem Hause steht usw.

Dabei übertreibst du etwas theatralisch, so als ob du um die Sicherheit bemüht wärest, ziehst die Gardine weg, öffnest das Fenster, beugst dich raus. (Das sind für den Hund alles Körpersprache, für dich ist es übertrieben) Denn für die Sicherheit ist nur der Rudelboss verantwortlich, er darf nur kurz melden und muss sonst still sein.

Wenn er draußen bellt greifst du erst ein, wenn er zu Hause das Bellen lässt, du kannst nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen, sonst dauert es nur länger, bis er dich ernst nimmt, dass du wirklich die Rudelbossrolle selbst übernehmen willst. so gehst du nach und nach alle Bellformen oder Anässe nacheinander durch.

Draußen machst du es genauso, nur im Notfall so deutlich, wie am Anfang. Mittlerweile wird er deine Körpersprache kennen und dich auch so verstehen. Wenn notwendig, aber wieder volle Pulle, so wie am Anfang.

In einer TV-Beratersendung habe ich diesen Tipp mal gesehen und dort wurde gezeigt, dass man es in härtnäckigen Fällen, dass PSSST mit einem Wäschespräyer Strahl verstärken kann und draußen auch mit Spucke versprähen.

Das habe ich 2mal bei einem hartnäckigen Pensionsgast, der ein Dauerbeller war, gemacht und es hat sofort geklappt.

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Tipp-Ergänzungen (2)

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    Tipp-Ergänzung Andersen Andersen

    Diesen Tipp zur Hundeerziehung hab ich mit größtem Vergnügen gelesen! Vor allem die übertriebenen Gesten des Rudelführers zum Suggerieren der Kontrolle einer Gefahrensituation fand ich köstlich. Es stimmt tatsächlich alles, was du schreibst und es ist erstaunlich, wie viele Leute Hunde halten und die grundlegendsten Dinge nicht kennen. Hast auf jeden Fall einen guten Beitrag geleistet, damit sich das bei dem einen oder der anderen ändert!

  • 0
    Tipp-Ergänzung Scherina Scherina

    also der tipp ist eig. sehr gut

    aber fraglich finde ich:

    "Gehe, wenn er bellt, ganz ernst auf ihn zu und schaue ihm fest in die Augen"

    dadurch drohe ich ihm doch.. ein gressiver hund kann somit ebenfalls durch drohen bis hin zu beißen reagieren.. ängstliche hunde kann das total einschüchtern

    "PSSST mit einem Wäschespräyer Strahl verstärken kann"

    also bei einem ängstlichen hund kann sich meines wissens eine panikreaktion entwickeln, da es ja auch hunde gibt die aus unsicherheit bellen

    grundsätzlich schließe ich mich dem tipp an.. man sollte jdoch zu bedenken geben das hunde immer einen grund haben zu bellen und man diesen kennen sollte um ein gewünschtes ergebnis zu erzielen

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