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Spart man durch An- und Ausschalten des Lichts beim Wechseln des Raumes wirklich Energie?

Tipp von co2online Partner

Es ist ein Mythos, dass das Ein- und Ausschalten von Lampen übermäßig viel Strom verbraucht. Im Gegenteil: Wenn man Licht je nach Bedarf ein- und ausschaltet, verbraucht man deutlich weniger Energie als wenn die Lampen ständig brennen.

Als Erklärung hilft ein bisschen Physik: Strom ist Leistung mal Zeit. Zwar ist es richtig, dass in den Schaltzeiten sehr hohe Leistungswerte auftreten. Doch diese dauern nur Bruchteile von Sekunden. Die daraus resultierende Strommenge ist vernachlässigbar gering.

Also: Wenn Sie nicht im Zimmer sind, einfach das Licht ausschalten. Das Klima und die Stromrechnung danken es in jedem Fall.

 

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Tipp-Ergänzungen (5)

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    Tipp-Ergänzung sclaw Fragant

    Im Gegensatz dazu steht aber die verursachte verminderte Lebensdauer der Leuchtmittel. Wenn man längere Zeit nicht im Raum ist, ist das Ausschalten okay, nicht aber bei jedem kurzen Wechsel.

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    Tipp-Ergänzung opawalter17 opawalter17

    Leider hat auch dieser Tip eine andere Seite. Der hohe Stromstoss beim Einschalten belastet zwar nicht die Stomrechnung, aber der Glühlampe (mit Wendel) wird durch den Überstrom das Lebenslicht viel früher ausgeblasen. Das weiss jeder, das die Glühlampen meistens beim einschalten ihren Geist aufgeben. Dabei wird weder Geld gespart, noch tun wir der Umwelt einen besonders grossen Gefallen; denn bei der Herstellung der Stromsparlampen werden genügend Ressourcen verbraten. Schön wäre es ja, wenn die Stromsparlampen das halten würden was sie versprechen. Weder erreichen sie ihr angepriesenes Alter von 8000 Stunden, noch geben sie so viel Licht ab wie auf der Packung angegeben. Wer sich mit einem Foto-Belichtungsmesser mal unter eine Lampe begibt, stellt fest, das nur etwa 60 bis 70 Procent der althergebrachten Glühlampen erreicht wird. Ich jedenfalls warte in grosser Hoffnung, dass bald die LED-Lampen in den Wettbewerb treten können.

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    Tipp-Ergänzung tonikal Fragant

    Auch die Lebensdauer der Lampen wird durch häufigeres An- und Ausschalten nicht verkürzt, hat Christoph Drösser mal in der Stimmt's-Kolumne rausgefunden. Andererseits spart man insgesamt beim Licht nur sehr wenig Energie, weil im Schnitt nur etwa 1% unseres Energieverbrauchs auf die Beleuchtung entfällt. Mit anderen Worten: Auch wenn wir überhaupt kein Licht mehr anschalten, sinkt unser Energieverbrauch nur um 1%.

    Es ist also viel effizienter, etwa beim Heizen und Autofahren zu sparen, da wir mit Heizen etwa 50% und mit Autofahren etwa 35% der privat genutzten Energie verbrauchen. Merke: Energie ist nicht das gleiche wie Strom!

    Kommentar von Sorbas48 Sorbas48 Fragant

    einzig, die 1% sind nicht richtig, siehe Originalauszug aus besagter Kolumne

    ..... Was den insbesondere in den siebziger Jahren nach der Ölkrise erhofften Energiespareffekt angeht: Es gibt einige Studien dazu, und die Ergebnisse sind widersprüchlich. Manche errechnen einen winzigen Spareffekt, andere kommen auf einen ebenso winzigen Mehrverbrauch. Zusammenfassend kann man sagen: Es wird wohl tatsächlich weniger Strom für elektrisches Licht verbraucht. Aber da nur etwa zehn Prozent unseres Stroms für die Beleuchtung verwendet werden, sind das Einsparungen von Bruchteilen Prozent – die Energieversorger sagen jedenfalls, dass sie keinen Unterschied messen können. Mehr Energie wird dadurch verbraucht, dass es im Frühling und im Herbst morgens noch ganz schön kalt sein kann und durch die Verschiebung höhere Heizkosten entstehen. Und an den langen Abenden fahren die Menschen offenbar vermehrt ins Grüne und verbrauchen dadurch mehr Benzin.

    Das einzige Argument für die Beibehaltung der Sommerzeit ist wirklich, dass es länger hell bleibt. Und das wiegt offenbar schwerer als die Probleme, die ein Teil der Menschheit mit der Zeitumstellung hat. Eine Anregung an dieser Stelle: Würde man die morgendliche Anfangszeit in den Schulen (und in vielen Betrieben) ziviler gestalten, könnte man die „Sommerzeit“ problemlos das ganze Jahr gelten lassen. Christoph Drösser

    http://www.zeit.de/2004/14/Stimmts_Sommerzeit

    Abgesehen davon, wenn man andere ernst zu nehmende Statistiken vergleicht kommt man auf einen Anteil von 14% bis 19% für Beleuchtung.

    Kommentar von tonikal tonikal Fragant

    1% des Energieverbrauchs ist etwas anderes als 1% des Stromverbrauchs. Energie ist nicht das gleiche wie Strom. Wir verbrauchen als Privatverbraucher den weitaus größten Teil der Energie nicht in Form von Strom, sondern in Form von Heizöl, Erdgas, Benzin. Deshalb können 10% des Stromverbrauchs durchaus 1% des Energieverbrauchs entsprechen.

    Vgl. http://www.stadtdetmold.de/4599.0.html

    Kommentar von Sorbas48 Sorbas48 Fragant

    An diesem Beispiel kann man wieder einmal sehr schön sehen, wie man mit einem falschen Ansatz ein Thema verharmlosen kann. Beim Thema Energiesparlampen geht es vordergründig um Stromeinsparung, denn gerade kalorische Kraftwerke haben einen extrem schlechten Wirkungsgrad. Abgesehen davon ist auch die Angabe von 1% falsch. Die Darstellung auf der Homepage der Stadt Detmold zeigt auch keinen ernst zu nehmenden Quellenverweis.

    Der Primärenergieverbrauch (PEV) liegt in Deutschland bei 14000 PJ (Petajoule)

    Die Bruttostromerzeugung beträgt ca. 600 TWh = 600 • 3,6 PJ = 2160 PJ

    Anteil des Bruttostroms am PEV = 2160/14000 = 15 %

    Angesichts dieser gravierenden Mengenunterschiede ist es geradezu vorsätzlich verzerrend, ein Betriebsmittel mit dem PEV zu vergleichen, das man nur mit Strom betreiben kann. Abgesehen davon wie gesagt, stimmt auch das eine Prozent nicht. Die (AG E) Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) kommt in ihrem letzten aktuellen Bericht auf einen Anteil von 1,7% für Beleuchtung für das Jahr 2008.

    Siehe: http://www.ee-news.ch/de/article/21923/deutschland-energieverbrauch-wird-transpa...

    Das scheint zwar jetzt nicht viel mehr zu sein, aber bei kleinen Zahlen macht eine kleine Änderung gleich einen großen prozentuellen Sprung.

    Vergleicht man 1,7% mit dem Bruttoenergieaufkommen, dann sind das ca. 235 PJ.

    Die gesamte im Jahr 2007 aus Wasserkraft gewonnene Primärenergie ist 73 PJ.

    Die Beleuchtung verschlingt also das 3 fache dessen, was unsere Wasserkraftwerke an Energie liefern Nur um einen Begriff zu haben was man unter 1,7% verstehen soll.

    Kommentar von tonikal tonikal Fragant

    In der Statistik, die Sorbas48 zitiert, ist der Verkehr bei den Haushalten nicht eingerechnet. In der Statistik, die ich zitiert habe, ist der Verkehr mit drin. Wenn man den Verkehr berücksichtigt, dürften auch die 1,7 % Beleuchtung der AG Energiebilanzen wieder auf rund 1 % absinken, weil der Gesamtkuchen größer wird. Es ist sinnvoll, den privaten Verkehr mit einzubeziehen, weil man dann alle Faktoren beisammen hat, die ich als Endverbraucher mit meinem Verhalten direkt beeinflussen kann. (Es fehlen indirekte Faktoren wie Fleischkonsum u.ä., weil diese kaum quantifizierbar sind.)

    Ich sag ja nicht, dass Lichtsparen nichts bringt. Ich frage nur, wieso dieses eine Prozent des privaten Energieverbrauchs im Schnitt geschätzte 40% des Platzes einnimmt, wann immer irgendwo in den Medien Energiesparvorschläge auftauchen.

    Kommentar von Sorbas48 Sorbas48 Fragant

    Der Primärenergieverbrauch (PEV) von 14000 PJ (Petajoule) beinhaltet natürlich auch den privaten Verkehr und die Beleuchtung macht für Deutschland 10% vom GESAMT-Stromverbrauch aus. Damit sind auch die 1,7% einigermaßen im Feld.

    Weltweit gesehen hat die Beleuchtung sogar einen Anteil von 2,53% am PEV

    siehe: http://tinyurl.com/3mnet5e

    Vordergründig geht es aber um Stromeinsparung und nicht um Primärenergieeinsparung wenn wir von Licht, Kühlschränken, PC Netzteilen usw. sprechen.

    Bekanntlich hat der den Wärmekraftwerken zu Grunde liegende Carnot-Prozess in Bezug auf elektrischen Wirkungsgrad prinzipielle Grenzen, so dass bei der Energieumwandlung erhebliche Verluste, hauptsächlich als Wärme, unvermeidlich sind. Wird die Abwärme nicht zum Heizen verwendet, liegt der Wirkungsgrad eines heutigen Kraftwerkes typischerweise zwischen 30% und 45%.

    Solange also rund 80% der elektrischen Energie über kalorische Umformung produziert wird, macht es durchaus Sinn Strom zu sparen, weil man so gut das Doppelte an Primärenergie spart.

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    Tipp-Ergänzung co2online Partner

    Die Ergänzung von opawalter17 spricht ein wichtiges Thema an: die Schaltfestigkeit von Energiesparlampen. Oftmals wird den Energiesparlampen vorgeworfen, sie seien weniger schaltfest als Glühbirnen, ihre Lebensdauer würde also durch häufiges An- und Ausschalten verkürzt. Das gilt aber nicht für alle Modelle. Bei der Stiftung Warentest schneiden hochwertige Modelle bei der Schaltfestigkeit besser ab als No-Name-Produkte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch Modelle kaufen, die als besonders schaltfest deklariert sind, die schneller die volle Helligkeit erreichen und sich deshalb auch für Treppenhäuser und Flure eignen.

    Bei der Frage nach der Lebensdauer von Energiesparlampen spielen die Qualität der Lampe und die Art der Nutzung eine entscheidende Rolle. Um Enttäuschungen vorzubeugen, sollte man sich bereits vor dem Kauf überlegen für welchen Einsatzort man eine Lampe benötigt und welche Anforderungen man an diese stellt. Für Flure und Treppenhäuser eignen sich besonders schaltfeste Modelle, für Schlaf- und Wohnbereich solche Lampen, die warmweißes oder Glühbirnen-ähnliches Licht verströmen. Insgesamt lohnt sich die Investition in hochwertige Energiesparlampen, da diese bei der Stiftung Warentest sowohl bei der Helligkeit, als auch bei der Lebensdauer besser abschneiden.

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    Tipp-Ergänzung Charly7 Fragant

    "Strom ist Leistung mal Zeit" Au weia!!! Da fehlt was, so ist es nicht so besonders! Besser: "StromVERBRAUCH ist Leistung mal Zeit, also Kilowattstunden sind gemeint, die man bezahlt", Strom ist Spannung durch Widerstand, sonst nix! Zu bedenken ist natürlich, dass herkömmliche Leuchtstoffröhren pro Start soviel kosten bezüglich der Abnutzung wie eine viertel Stunde Brenndauer, na so etwa.

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