Bis vor kurzem habe ich mich immer davor gescheut, größere Flächen mit Folie zu bekleben, weil es so schnell Luftblasen gibt, die unschön aussehen. Letztens habe ich aber im Fernsehen beim Zappen einen guten Trick dafür gesehen: Wenn man die zu beklebende Fläche vorab mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel anfeuchtet, klappt’s ganz prima. Die Folie gibt man dann auf die angefeuchtete Fläche und streicht mit einem Plastikspachtel von der Mitte zu den Außenkanten. So werden Wasser und Luft rausgedrückt und durch den feuchten Untergrund lässt sich die Folie noch korrigieren. Habe es gleich ausprobieren müssen und freue mich nun über meinen alten neuen Kühlschrank mit Blumendekor
Stimmt, das klappt. Habs mal ausprobiert als ich eine Kunststofflinse auf die Heckscheibe unseres VW-Busses geklebt habe. Dazu habe ich eine Sprühflasche genommen und in die Spalte zwischen Folie und Scheibe gesprüht.

Vorsicht mit dem beiliegenden Kunststoffspachtel bei Klarsichtfolien. Der Tipp mit Feuchtigkeit ist gut. Aber der Spachtel zerkratzt ganz fein die Klarsichtfolien, z.B. bei Autoscheiben oder Spiegelfolien

Um Kratzer auf der Folie durch den Plastikspachtel zu vermeiden, umwickelt man ihn am besten straff mit einem Baumwolltuch, welches man mit Klebeband fixieren kann.
Mit einem Gummiroller vom Tapezieren kann man die Folie auch gut andrücken - meist reicht aber auch die Hand.

Zum Glattstreichen tut's auch ein feuchtes, fest zusammengdrücktes Tuch.
Wichtig: immer nur ganz wenig "Wasserentspannenden Mittel" dem Wasser hinzufügen (Kernseife kann besser sein als Spülmittel). Das reicht!!
Ansonsten beteht die Gefahr, dass es etwas rutscht.
Autoaufkleber (aussen) sind dann auch noch nicht sofort Waschstrassen-fest!! 48 Stunden trocknen lassen.
Handelt es sich bei Blasen um Wasserblasen, können die im Laufe der Zeit verschwinden (Diffusion). Luftblasen verschwinden leider nur selten.
Zum glattstreichen: Fensterwischer mit Gummilippe klappt sehr gut (wenn wie gesagt die Folie vorher mit Spülmittellauge gut nass gemacht wurde)