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Richtig lackieren

Tipp von Selbst Partner

Ob Möbel, Zimmertüren, Gartenhölzer oder auch Metall und Kunststoff – durch einen neuen Lack-Anstrich erhalten viele Alltagsgegenstände ein frischeres Aussehen und eine schützende Oberflächenschicht.

Beim Lackieren von Holz und anderen Werkstoffen sind aber einige Dinge zu beachten, um gute Arbeitsergebnisse zu erzielen:

Lacke und Lasuren:

Bei Buntlacken haben Sie prinzipiell die Wahl zwischen Kunstharzlacken und wasserbasierten Acryllacken. Die Farbpigmente im Lack sorgen für den gewünschten Farbton, verdecken die Holzmaserung aber komplett. Bei sehr harzhaltigen Hölzern und nicht astfreier Ware sollten Sie mit Isoliergrund vorstreichen, um ein Durchschlagen von Holzfarbstoffen zu verhindern. Lasuren wiederum kann man unterscheiden in dünnschichtige (etwa 0-20 μm Schichtdicke/Trockenfilm) und dickschichtige Produkte (über 60 μm). Die in der Praxis erreichte Schichtdicke ist aber stark abhängig vom individuellen Farbauftrag. Bei Maßhaltigen Bauteilen (Fenstern/Türen) Sollten Sie unbedingt zu filmbildenden (transparenten oder getönten) Lacken greifen, um Wassereintritt und damit das Quellen des Holzes zu verhindern. Je dicker der Lack aufträgt, desto aufwendiger ist allerdings die Renovierung, denn der Alt-Lack muss komplett entfernt werden (abschleifen)! Bei Lasuren genügt oft ein gründliches Anschleifen vor dem Auffrischungs-Anstrich.

Werkzeuge:

Die Frage Pinsel oder Rolle ist größtenteils eine Geschmacksfrage, allerdings gelingen Anfängern mit Schaumstoff-Rollen glattere Flächen. Über die Wahl des Pinsels entscheidet der zu verarbeitende Lack: Naturborsten sollten nur für lösemittelhaltige Farben und Lacke verwendet werden (wasserverdünnte Lasuren lassen die Borsten ungünstig quellen), Kunst(stoff)borsten hingegen sollten nicht für lösemittelhaltige Lacke benutzt werden – die Kunststoffborsten lösen sich auf und verkleben.

Untergründe:

Bei Holz und Gartenmöbeln ist ein gründliches Anschleifen des Untergrundes Pflicht. Glatte Materialien (beschichtete Spanplatte, Metall, Kunststoff muss vor dem Lackieren entfettet werden und ggf. mit einer Haftbrücke (Grundierungs-Anstrich) versehen werden.

PRAXISTIPP: Pinsel reinigen

Nach dem Gebrauch wasserbasierter Lasuren genügt es, die Pinsel unter fließendem Wasser auszuspülen. Bei lösemittelhaltigen Lasuren verwenden Sie Pinselreiniger. Pinsel zum Trocknen nie auf die Borsten stellen!

Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

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Tipp-Ergänzungen (2)

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    Tipp-Ergänzung Starzo Starzo

    Super Tipps und ausführliche Anleitung - top! Zum Lackieren gibt es immer irgendetwas, bei mir wären mal ein paar Möbel an der Reihe. Bis dato habe ich mich aber nie informiert wie man richtig lackiert. Jetzt werde ich es aber einmal versuchen! Danke!

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    Tipp-Ergänzung Keyboardfan Fragant

    Kritik an dem Tipp: ich habe selber lange in einer Malerei gearbeitet: da haben wir ständig alte Türen und Fenster (über-)lackiert. WIr haben aber NICHT den GANZEN Alt- Lack vorher komplett abgeschliffen, sondern lediglich die Flächen vorher mit 150er- Schleifpapier angeschliffen! Dann wurde abgewischt, dann der neue Lack überlackiert! Das geht zumindest, wenn man einen guten Lack nimmt, bzw. wenn der alte Lack weiß ist, bzw. heller als der neue! Komplett- Abschleifungen haben wir nur äußerst selten vorgenommen; das dauert ja auch wahnsinnig lange; wer soll denn das heutzutage bezahlen?

    Allerdings sollte man vor dem Lackieren abgeblätterten oder losen Lack entfernen, bzw. "aufgesprungene" Stellen gut "ausschleifen"!

    So habe ich das auch immer privat gehandhabt, z.B. bei uns zuhause. Überhaupt kein Problem!

    Kommentar von Selbst Selbst Partner

    Hallo Keyboardfan, joh, da sind wir doch einer Meinung! :-)

    Oben steht doch "gründliches Anschleifen des Untergrundes" ist wichtig (nicht komplettes Abschleifen).

    Und solltest Du direkt auf unsere Geschichte Tür reparieren (http://www.selbst.de/bauen-renovieren-artikel/reparieren/zimmertuer-reparatur-14...) eingehen, dann trifft da genau Dein Hinweis "Allerdings sollte man vor dem Lackieren abgeblätterten oder losen Lack entfernen, bzw. "aufgesprungene" Stellen gut "ausschleifen"!" zu!

    Danke fürs Feedback. Viel Spaß und Erfolg beim Heimwerken wünscht das Team von selbst.de

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