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Oldtimer der Zukunft: Von der Elektrik ausgebremst?

Tipp von Carsablanca am 02.11.2009 um 12:20 Uhr

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Oldtimer erfreuen sich auch deshalb großer Beliebtheit, weil ihre oftmals überschaubare Technik eine eigenhändige Reparatur erlaubt. Sei es nun die Vergaser-Einstellung oder die Kontrolle des Ventilspiels, alle mechanischen Teile und Vorrichtungen am Auto können mit Fachwissen wieder hergerichtet oder verbessert werden.

Etwas anders sieht es bei elektronischen Systemen im Auto aus, die vor allem seit Mitte der 1980er Jahre den Weg aller Elektronik nahm, sie wurde mehr und mehr in winzige, integrierte Bausteine zusammengepfercht.

Und diese Bauteile können nach zwanzig Jahren für die Verschrottung eines Autos sorgen, da sie einerseits altern und so zwangsläufig ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Andererseits ist auch kein Ersatz verfügbar, da die Fertigung dieser Bauelemente längst ausgelaufen ist.

Der Baustein für die Allradsteuerung des Calibra 4X4 ist zum Beispiel nicht mehr lieferbar. Ist das Bauteil defekt und kann kein passender Ersatz von einem Spenderfahrzeug besorgt werden, ist der Calibra ein Fall für die Schrottpresse.

Das Problem ist dabei der technische Fortschritt, der eine ständige Weiterentwicklung vor allem bei den elektronischen Bauteilen vorangetrieben hat. Hersteller sind gezwungen, diese Entwicklung mitzugehen, wenn sie nicht ihre Marktposition verlieren wollen, die Fertigungsstrassen für alte Bauteile werden daher nicht länger als unbedingt nötig erhalten.

Der an den Autos aus den 80ern Interessierte sollte daher folgende Ratschläge beherzigen:

1 - Die Elektrik und die Elektronik eines Autos sollte von einem Fachmann auf korrekte Funktion geprüft werden.

2 - Je weniger elektronische Regelungen in einem Auto eingesetzt wurden, desto höher die Chance, ihn auf Jahre hinaus am Laufen halten zu können.

3 - Je älter das Fahrzeug, desto geringer ist häufig der Integrationsgrad der Elektronik und das heißt, das große Teile davon diskret aufgebaut wurden, die auch nach Jahren reparabel bleiben.

4- Das Wissen um Firmen oder Fachmänner, die sich mit dem gewünschten Modell auskennen und die schon das ein oder andere Problem lösen konnten, sollte in die Kaufentscheidung mit einfliessen.

Der kritische Blick auf die Auto-Elektronik und deren Lebensdauer von zukünftigen Klassikern wie der Mercedes-Benz S-Klasse W 140 oder dem BMW 850 mag übervorsichtig scheinen.

Vielleicht entwickelt sich mit dem Bedarf an Elektronik-Spezialisten ja auch ein großes Angebot mit günstigen Lösungen, aber bis es soweit ist, sollte nicht funktionierende Elektronik beim angebotenen Auto ein deutliches Warnsignal sein.


Bild/er:

Guter alter Käfer-Boxer, Du kennst keine Elektronik-Probleme...



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