Ökostrom ist bei kleineren Abnahmemengen noch relativ teuer. Erst ab einem Jahresverbrauch von ungefähr 2500 Kilowattstunden können die Öko-Tarife mit den herkömmlichen Tarifen mithalten bzw. diese unterbieten. Dabei sollte man die einzelnen Öko-Tarife auch untereinander vergleichen, da hierbei auch wieder bis zu 400 Euro eingespart werden können.
Wie kann ich denn bitteschön sicherstellen, dass ich dann tatsächlich Ökostrom bekomme?
Ökostrom nehme ich doch nicht wegen der Geldersparnis, Ökostrom nehme ich aus Überzeugung! Wenn ich Öko drauf bin, hab ich ja eh erst mal so viel eingespart wie möglich, dann juckt mich der Arbeitspreis nicht mehr so stark. Besser 10% Strom eingespart als 10% am Tarif geknausert. Und dass Mehrverbraucher auch noch durch bessere Preise belohnt werden, ist bei der Energie kontraproduktiv.
Ich als kleines Lich kann natürlich kein Elektron fragen, wo es seinen Weg in das Netz begann... Also muss ich in die Vertragsunterlagen:
Bezug von "Ökostrom" von einem Großanbieter wie EnBW oder so ändert gar nix. Auch die haben Wasser, Wind und Sonne im Angebot und können die wenigen "Ökokunden" damit zu 100% befriedigen. Dass dann der "Normalkunde" viel mehr CO2 je kWh verursacht, wird dann verschwiegen und auf die Gesamtbilanz verwiesen.
"Echte" Ökostromanbieter (z.Z. kenne ich nur Lichtblick, Greenpeace und ESW) stimulieren einen Mehrausbau alternativer Quellen, da sie ja die (zum Glück) wachsende Kundschaft sauber bedienen müssen. Lichtblick hat da z.Z. ein (kleines?) Rechtfertigungsproblem, aber an sich ist das der sauberste Weg, sich morgens mit gutem Gewissen in den (LED-beleuchteten) Spiegel zu schauen.