Verfahren gegen "aufsteigende" Feuchtigkeit
1 Einleitung
Viele Hausbesitzer, Architekten und Behördenvertreter stehen vor der Frage, welches Verfahren gegen aufsteigende Feuchtigkeit für welches Gebäude geeignet ist.
Diese Techniken können, sofern für das jeweilige Gebäude geeignet, selbstverständlich auch miteinander kombiniert werden. Stets aber muss von Fall zu Fall sorgfältig geprüft werden, welche Methode für welches Objekt sinnvoll ist. Eine fachkundige Beratung ist deshalb vorab dringend zu empfehlen.
2 Geeignete und ungeeignete Verfahren
2.1 Mauerwerksaustausch und Unterfangung
Gemeint ist damit das traditionelle Verfahren, das von allen Bauunternehmen und sehr oft auch mehr oder minder erfolgreich in "Eigenleistung" durchgeführt werden kann. Dabei entfernt man Stück für Stück des Grundmauerwerkes und ergänzt es entweder durch Beton oder durch Mauerwerk (einschl. einer Abdichtung).
2.2 Das Mauersägeverfahren
Mit einer Schwert-, Seil- oder Kreissäge wird ein Schnitt im Mauerwerk hergestellt. Dabei ist es möglich, trocken oder nass zu schneiden.
In diese Schnittfuge wird anschließend eine Abdichtung - meist aus glasfaserverstärktem Polyester, aus Polypropylen oder auch aus Edelstahlplatten eingebaut. Die Schnitte werden nach Einlegung der Abdichtung in der Regel verkeilt. Die Keile sollen während der Arbeit die Lastenübertragung sichern. Anschließend werden die Schnittfugen an der Innen- und Außenseite provisorisch abgedichtet und der Hohlraum mit Quellmörtel verpresst.
2.3 Das Einschlagen von nichtrostenden Chromstahlplatten
Ohne Öffnung der Mauer wird eine 1,5 mm dicke gewellte Platte eingeschlagen. Dabei braucht man eine mehr oder weniger durchgehende Mörtelfuge.
Der Baustoff selbst ist bei dieser Methode nicht entscheidend. Setzungen können nicht auftreten, weil die Platten ohne vorheriges Öffnen in die Mörtelfuge eingeschlagen werden. Der Mörtel wird auf diese Weise nach oben oder unten verdrängt bzw. verdichtet.
Um den Verdrängungs- und Verdichtungswiderstand zu verringern, werden seit einiger Zeit Chrom-stahlplatten verwendet, die keil-bzw. pfeilförmig verformt bzw. angespitzt sind. Dieses seit mehr als dreißig Jahren bewährte Verfahren hat sich als eines der preisgünstigsten und sichersten Verfahren erwiesen.
2.4 Bohrverfahren mit Überlappung.
Hierbei werden Löcher gebohrt (meistens mit einem Durchmesser von 8-12 cm) und so angeordnet, dass ihre Überlappungen eine durchgehende Mauertrennung erfolgt. Diese Bohrlöcher werden anschließend mit einem dichtenden und quellfähigen Mörtel wieder ausgefüllt und somit eine sichere Abdichtung erzielt.
2.5 Injektionsverfahren
Eine andere Form der Abdichtung im Mauerwerkquerschnitt wird mit Injektionsverfahren erreicht. Sie werden oft, weil das Injektagemittel über Bohrlöcher eingebracht wird als „Bohrlochverfahren“ bezeichnet. Dabei bohrt man Löcher in die Wand und füllt sie mit sehr unterschiedlichen Injektionsmitteln unterschiedlicher Konsistenz.
Die Wirksamkeit einer solchen Sperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit hängt nicht nur von der Wahl des Injektionsmittels und dessen Wirkungsweise (kapillarverstopfend, kaplillarverengend), sondern auch der Ausführungsart ab. So sind z.B. Abstand, Tiefe und Durchmesser der Bohrlöcher von entscheidender Bedeutung, und außerdem, ob der jeweilige Stoff mit oder ohne Druck und in der ausreichenden Menge eingebracht wird. Der zeitliche Aspekt ist ebenfalls ein wichtiger Faktor, denn die Injektionsmittel eine gewisse Zeit, um sich zu verteilen.
2.6 „Entfeuchtungsputze"
Der Name dieses Verfahrens ist zwar vielversprechend, aber sachlich falsch. Kein Patent konnte bisher für die Trockenlegung einer Mauer garantieren!
2.7 „Elektro-Osmose“
Eine weitere Verfahrensvariante, die immer wieder in mehr oder weniger modifizierter Weise auftaucht,ist die "Trockenlegungsart" mittels „Elektro-Osmose“ dabei soll mittels elektrischer (aber auch anderer?)Energie das Wasser in das Erdreich zurückgedrängt werden.
Dabei sind viele Parameter entschlüsselt, die "Saugfähigkeit" der meisten Baustoffe gut erforscht. Diese ergibt sich aus den Parametern:
• Anzahl und Lage der Kapillaren
• Durchmesser, nach Größe und Häufigkeit eingeteilt
• Oberflächenbenetzung der Kapillaren
Mit Hilfe von Versuchen lässt sich ermitteln, in welcher Zeit, wie viel Liter Wasser "aufgesaugt" werden, und außerdem, wie hoch diese Feuchtigkeit, in welcher Zeit aufsteigen wird.
Diese Verfahren eignen sich in alten, salzverseuchten Wämden, nach Auskunft mehrere Wissenschaftlern nicht, um die Probleme der "aufsteigenden Feuchte" zu unterbinden.
Eine gute Erklärung dazu ist auf der Seite: http://www.dhbv.de/index.php?reporeid=172 nachzulesen.
Seien Sie immer skeptisch. Eine vorherige fachkompetente Prüfung, sowohl des Feuchte- als auch des Salzgehaltes ist sehr wichtig.
Mauertrockenlegung aber wie?
Tipp-Ergänzungen (4)
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1Tipp-Ergänzung
Elektroosmose Welche Verfahren zur Mauertrockenlegung für alte Gebäude bei kapillarer Feuchte geeignet sind regelt die ÖNORN B 3355-2 in der einzigen Bestandsnorm.
Mechanische Verfahren
Chemische Verfahren
Elektrophysikalische Verfahren
Die darin enthaltene aktive Elektroosmose eignet sich sehr gut zur Trockenlegung alter bauhistorischer Gebäude. Die angeblichen wissenschaftlichen Aussagen der Nichtfunktion sind lediglich fragwürdige Einzelmeinungen. Die Normungssausage der allgemeinen Anerkennung liegt jedoch vor:
http://www.bdb.at/SearchNormen_Detail~ID~69736.htm
Diese ÖNORM ist anzuwenden für Maßnahmen an bestehendem Mauerwerk, die der Verhinderung oder Begrenzung des kapillaren Aufsteigens von Feuchtigkeit dienen. Es werden ausschließlich Verfahrensgruppen berücksichtigt, deren Wirkungsweise naturwissenschaftlich allgemein anerkannt und deren praktische Tauglichkeit erwiesen ist. Geräte, die sich z. B. auf Magnetokinese, Radiowellen u. a. beziehen, werden in dieser ÖNORM nicht behandelt.
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1Tipp-Ergänzung
Fridbert Die genormt Elektroosmose zur Sanierung von bestehendem Mauerwerk findet man hier: https://www.astandis.at/shopV5/search/Details.action?dokkey=212791
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0Tipp-Ergänzung
trockenleger Nun diese Sprüche helfen wenig. Siehe dazu auch: dhbv.de/index.php?reporeid=172 Aber auch die Beiträge: youtube.com/watch?v=KI7vDInOeTU Und auch bei Wikipedia: wiki/Elektrophysikalische_Mauertrockenlegung
Kommentar von
Elektroosmose Völlig ungeeignete Verfahren gibt es hier ohne lange Texte: http://www.baufachinformation.de/denkmalpflege.jsp?md=1988017185786 Und da erkennt sogar der dümmste Laie das Ihr eigenes Verfahren als völlig ungeeignet eingestuft ist..... Mein lb.Hr.Bromm,ich glaube man sollte es langsam mal unterlassen genormte und zugelassenen Verfahren ständig in den Dreck zu ziehen, wenn man selbst im Glashaus sitzt und ungeeignete Verfahren dem Kunden als Allheilmittel andrehen will..... Die elektrophysikalische Mauertrockenlegung - hier -die aktive Elektroosmose mittels Elektrodeneinbau - ist jedoch ein in der ÖNORM B3355-2 rechtlich zugelassenes und allgemein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren zur Bestandssanierung und diese Norm ist in Deutschland geltend, geregelt durch die EU.
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0Tipp-Ergänzung
Elektroosmose Und weitere lesenswerte wissenschaftliche Nachweise findet man hier: http://www.tbas.de/upload/Kapitel-Mauerfeuchte/IN%20001%20Erkenntnisse%20Injekti...
Die aktive genormte Elektroosmose: http://www.marktplatz-mittelstand.de/pirna/475287-elkinet-elektroosmose/newsticker/63334-die-genormte-aktive-elektroosmose-zur-mauerwerksentfeuchtung