Die rechte Hand ist für die Melodie des Klavierstücks zuständig, die linke übernimmt die Begleitung – so war das bei fast allen Klavierstücken der letzten Jahrhunderte, und so ist es bis heute. Dementsprechend wird auch von Seiten der meisten Klavierlehrer mehr Wert auf die Beherrschung der rechten Hand gelegt, die linke wird dabei oft vernachlässigt. Deshalb zum Üben folgender Tipp: Übt vor allem am Anfang die Noten für beide Hände getrennt, und versucht euch erst danach mit beiden Händen gemeinsam an dem Stück. So bekommt ihr für den Anfang mehr Sicherheit beim Üben und vermeidet Unterschiede z. B. bei der Lautstärke.

Da die linke Hand für die Tonart wichtiger ist als die rechte (denn der Grundton gibt normalerweise den Ton an), ist es sinnvoll, das Üben der Stimmen immer mit der linken Hand separat zu beginnen. Dadurch erschließt sich auch die "Konstruktion" eines Stückes schneller.

Auch mit der linken Hand Skalen, gebrochene Akkorden und Skalen zusammen mit der rechten Hand zusammen spielen. In stücken mit schwierige Stelle für die linke Hand soll man besonders die linke eifrig üben.
Auch beim späteren Spielen sollte man an die linke Hand "denken", daher ist das üben der linken Hand besonders wichtig.