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Leben – Tod – und Depressionen

Tipp von kypros kypros

Das Gegenteil von Tod ist niemals das Leben – es ist die Geburt. Leben hat kein Gegenteil, da es hier auf Erden nicht zu finden ist. Leben ist Bewußtsein, daß in der Formwelt erscheint. Vom kleinsten Teilchen, bis hin zur gigantischen Galaxie – alles entsteht aus diesem einen Bewußtsein.

Ich vermute, diese Stimme im Kopf versucht gerade, dir die Welt zu erklären. Es ist das gedankliche Ich, bestehend aus lauter Gedanken der Vergangenheit. Wie könnte jemals ein winziger Teil dieses größeren Bewußtseins die Welt erklären können? Und genau das versucht vermutlich diese Stimme im Kopf.

Vergangenheit und Zukunft sind nur erdachte Räume, welche der Verstand mit psychologischer Zeit angefüllt hat – das ist alles. Du kannst es selbst erleben, wenn dir das Ego-Bewußtsein den Himmel auf Erden verspricht, und zwar nur in der Zukunft. Oder aber es jammert alten Zeiten nach und versucht dich davon zu überzeugen, daß früher alles besser gewesen sei.

Die Folge davon ist, daß du laufend die Gegenwart verpaßt. Du bist nicht dort, wo das Leben ist – im physischen Körper. Dort ist es immer nur – Jetzt. Kein Mensch kann das abstreiten, und doch macht sich kaum ein Mensch Gedanken über dieses seltsame Spiel des Verstandes und dieser Stimme im Kopf.

Es kommt daher, daß man uns gesagt hat, wir würden denken, weil man es unseren Eltern ebenso erzählt hat – und all den Generationen davor das Gleiche. Bei genauer Betrachtung fängt es doch eines Tages einfach an, in uns zu denken. Niemand hat uns je gesagt, WIE man denkt. Und so entsteht ein selbst erdachtes ICH welches laufend behauptet: ICH bin DU.

Das ist die Identifikation mit diesem Ego, welches sich als Meister aufspielt und glaubt, es könne uns das Leben erklären – siehe Goethe : DER ZAUBERLEHRLING. Freud nannte es: DIE KOLLEKTIVE UNZUFRIEDENHEIT. GUY DE Maupassant schrieb: DER HORLA. Bei Kafka ist es: DIE VERWANDLUNG.

Wie oft findet man in der Literatur genau dieses Spiel mit Worten aufgezeigt. Dazu kommen noch die Wissenschaftler, die neue Wege der Forschung gehen, um hinter die alten Dogmen zu schauen. Wir erleben heute ein Paradox – alles wird irgendwie schlimmer – und gleichzeitig auch besser. Mit dem kleinen Unterschied, daß das Negative mehr Lärm veranstaltet.

Herzliche Grüße

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