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Kunst als menschliche Produktivkraft und befreiender Faktor

Tipp von Sajonara Fragant

Kunst ist lebendiger Ausdruck einer Palette verschiedener Möglichkeiten, aktiv und produktiv an der Mitgestaltung und Sinngebung unserer Lebensräume Teil zu haben. Denn darin, in einer konkreten Umsetzung und Teilhabe am Leben und der Gestaltung der Lebensumräume, entsteht erst eine auch politische Wirkung. In aktiver Teilhabe an unseren Lebenswelten,  denen wir in konkreter, demokratischer Mitbestimmung dadurch eine ent- und ansprechende lebendige Form und Inhalt geben.

Kunst ist keine dem Menschen äusserliche  Warenform, keine weitere, Waren-bezogene, kommerziell wie industriell ausgerichtete Herstellungsart und Produktionsmittel. Keine Art und Weise, die nur sinnverzerrend- dekorative, serielle Produkte/Objekte zu erstellen hilft, die aus niederen Beweggründen und reiner Profitabsicht entstanden sind, um ebenso schnell konsumiert zu werden, wie alle andere Menschen-fremde Waren, die nur im andauernden Konsum ihren  "Zweck" zu erfüllen haben.

Gelebte Kunst ist ähnlich wie Wissenschaft (in positiver und Menschheits-förderlicher Ausprägung und nicht in zerstörerischer und verdummender, Herrschafts-zuträglicher Absicht,..) Ausdruck einer Produktivkraft, die gelebt wird, um die eigene Wahrnehmung zu schulen, sie zu befördern und um das persönliche, kreative, produktive Potential zu entdecken, zu erweitern und freizulegen.

Kunst lebt in der Welt, um uns zu helfen, diese, unsere Existenz uns ein Stück verständlicher zu machen, sie soll mithelfen diese Welt mit-zu-gestalten und persönliche, menschlich-bewusste Autonomie und Freiheit zu erleben und entstehen zu lassen. Kunst ist als eine erhebliche Möglichkeit anzusehen, die eigene, persönliche, individuelle Lebenskraft  kennen zu lernen und diese Kraft als Möglichkeit der Selbsterfahrung zu bewahren, sie daher nicht an andere, höhere, fremde Instanzen, Repräsent-Tanten abzugeben und fremd- zu delegieren.

Kunst ist als befreiendes, schöpferisches, lebenswichtiges Element, wie  Luft und Wasser grundsätzlich frei von marktwirtschaftlichen Intentionen zu halten. Sie ist  Ausdruck produktiver Lebenskraft und Lebenswillens und darin verbunden mit Gefühen der Lebewesen, verlinkt mit der gesamten wieder zu entdeckenden Fülle menschlicher Wahrnehmung und zwingend an vielfältigen, emotionalen Aspekten des Seins und der Welt-Wahrnehmung orientiert.

Was anderen und mir immer mehr missfällt ist , das Kunst als Begriff und wichtiger lebendiger Lebens-erhaltender, Faktor allzu oft verallgemeinernd und einseitig miteinbezogen wird, in allgemein herrschenden,  vereinfachende, ent-menschlichende, alltägliche Wirtschafts-orientierte Verwertungskonzepte, im Rahmen einer blinden und einseitig zerstörerisch- entwertenden Marktwirtschaft.In der Kunst zum unfreien Zweck und Markt-Vehikel gemacht wird, zu einer Ware verkommt, die einer reduziereten, Zweck- ökonomischen Verwertungsabsicht folgt und deren reduzierte Logik und Denkweise unterstützen soll.

Kunst wird als Begriff, Lebensweise und in ihrem Ausdruck zu oft, fern von ihren befreienden, lebendigen Aspekten und Potential, in Herrschafts- und Verwertungsebenen mit-hinein gezogen. In eine Warenwelt, die sich der Kunst bedient als ebensolches "Produkt" , sie dort eindimensional zur Ware verniedlicht und dem monetär verwalteten Zyklus unterordnet. Kunst als Artikel dieser Vital-reduzierten und ausbeutenden Marktwirtschaft, der sie gefällig, unterwürfig und dekorativ beflissen. zu dienen hat 

Und nur jene Menschen, die "erfolgreich" in der kommerziellen Verwertung ihrer Kunstwerke sind, werden als Macher , als Pop-ikonen abgefeiert, doch ihr Wert verächtlich nur als Marktwert gesehen, nur an dem Profit gemessen und allein darauf reduziert, der mit ihren Produktionen zu Erhöhung von Geldgewinn erzielt werden kann.

In dieser Unterordnung der Kunst unter Lebens fremde,  einseitig fremd-bestimmte, ökonomische Strukturen, werden die befreienden und fundamental lebenswichtigen Aspekte und Potentialitäten dieser Kunst völlig vergessen und ausgeklammert. Für viele Menschen ist Kunst daher nur noch eine weitere Ware, eine weitere zusätzliche Attraktion, ein weiterer Spass in ihrem fremd-programmierten Leben, von aussen über-inszeniert. Kunst ist ein weiteres, ihnen fremdes Objekt, ein ebenso austauschbares Vehikel das fremd bestimmte, äussere Verwertungsabsichten und Intentionen befördert, wie alle sonstigen, Markt-gängigen Produkte dieser Welt.

Das Kunst hingegen Ausdruck einer freien, schöpferischen Willenskraft ist (die ebenso entwickelt und freigesetzt werden müsste und sollte,) geht im marktwirtschaftlichen Verwertungs-Zusammenhang verloren. Das Kunst im eigentlichen Sinne, Ausdruck der Selbstbefreiung der Individuen sein kann, eine erhebliche und wichtige Möglichkeit darstellt,  an unseren Lebensräume persönlich-kreativ gestalterisch zu partizipieren, in Eigen-Leistung und gemäß eigenen Vorstellung wird oft ignoriert

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