Das 30. Lebensjahr ist erreicht. Aber sonst nichts, nicht im Job, nicht in der Liebe, kein Haus gebaut, kein Baum gepflanzt, kein Kind gezeugt. Wo ist das Glück? Was ist der Sinn? Das kennen wir alle irgendwie, nur machen wir nicht alle daraus einen Film. Der Österreicher Marko Doringer schon, und so pumpt er seine eigene Existenzkrise zur Dokumentation auf. Zum Glück lässt er hauptsächlich seine Freunde sprechen, die er einen nach dem anderen in der österreichischen Heimat besucht und sie fragt, wie es den um ihre Lebensentwürfe bestellt ist. Wenn sich Doringer raushält und seine Protagonisten beim Frühstücken, Musik hören, Abwaschen, Aufräumen, Busfahren beobachtet und erzählen lässt, erhält man einen intimen und aufschlussreichen Einblick in die Gefühlswelt der Generation Selbstverwirklichung. Vielleicht muss man diesen zwiespältigen Film einfach so betrachten: Als Aufruf an alle verwöhnten Hänger und Lappen, endlich den Hintern hochzukriegen - und sei es, um einen Film über ihre vermeintlich kritische Situation zu drehen.