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Haustürgeschäfte - Drücker und andere schwarze Schafe

Tipp von Cornyx Cornyx

Wenn der vermeintliche Mitarbeiter eines überregionalen Telefonanbieters überprüfen möchte, ob eine Gutschrift auf der Telefonrechnung gut geschrieben wurde.

Wenn ein GEZ Mitarbeiter davon redet, dass "da was vergessen wurde".

Wenn irgendjemand an der Haustür nach Deiner Kontonummer fragt.

Dann werde hellhörig!

Die Jacke im 1. Fall und der Ausweis waren klasse Fälschungen. Das Ziel: Anbieterwechsel zum Auftraggeber des "Drückers".

GEZ verschickt Briefe, auf die man reagieren muss. Das ist einfach so. Die verschicken allerdings im Falle eines Besuches immer vorher einen Brief! Ist kein Brief vorhanden mit einer Terminankündigung eines Besuches durch einen Berater der GEZ gelten immer die Schilder "Wir müssen draußen bleiben!"

Auch auf Sprüche wie: "Dann haben Sie den Brief weggeworfen, ich habe mit Ihnen einen Termin." entgegnet man grundsätzlich freundlich mit der Frage: "Wo kann ich anrufen, um mir das bestätigen zu lassen?"

Dann bittet man den an der Tür-steher zu warten, recherchiert die offizielle Nummer selber und fragt telefonisch nach. Wenn der Mensch dann noch da steht und am Telefon bei der GEZ, dem Telefonanbieter oder in anderen Fällen der Versand des Briefes bestätigt wurde, ja dann sollte man mal mit sich selber ins Gebet gehen, aber in 90 % aller Fälle ist das Gespräch mit dem "Drücker" an der Haustür mit der Frage "Wo kann ich mir das bestätigen lassen, ich rufe da jetzt an." vorbei. Danach ist der "Drücker" nämlich weg.

Niemals die Kontonummer an der Haustür raus geben! Wenn man schon aus welchem Grund auch immer jemanden rein gelassen hat, der einen zu irgendwas überreden will, dann muss man auch die Courage besitzen den freundlich aber bestimmt "rauszuwerfen" mit der Versicherung: "Ich werde das bis morgen Mittag mit meinem Mann (oder anderem) besprochen haben und Ihnen dann telefonisch oder persönlich meine Entscheidung mitteilen. Und auch dann erst teile ich ihnen meine Kontodaten mit."

Die ganz einfache Regel hier: Ist das Angebot seriös ist dieses kein Problem. Das gehört zum guten Kundenservice! Dann kommt der auch nochmal und holt Deine Unterschrift ab!

Ist das Angebot unseriös, dann wird hier weiter versucht Druck auszuüben und betont, dass das Angebot nur heute gilt, etc. Dann - spätestens dann - sollte man gar nichts bestellen, weil man danach nur Ärger hat und den "Drücker" schnellstmöglich rauswerfen!

Dieser Tipp soll in keinster Weise die Mitarbeiter der erwähnten Unternehmen in ein schlechtes Licht stellen. Das machen ja schließlich die von mir hier so genannten "Drücker". Ob tatsächlich vom Unternehmen, Subunternehmen beauftragt oder in eigenem Namen unterwegs ist hier eigentlich egal!

Diese schwarzen Schafe ruinieren den Ruf vieler seriöser Berater, welche sich von Haustür zu Haustür bewegen.

Grundsätzlich gilt: Ein guter Berater berät Dich und drängt nicht! Ein sehr guter Berater befürwortet sogar ein Besprechen mit dem Mann, der Frau.

Ein "Drücker" - oder jemand den man tunlichst loswerden sollte - beschwatzt und drängt!

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Tipp-Ergänzungen (2)

  • 1
    Tipp-Ergänzung Cornyx Cornyx

    "Kommen Sie bitte heute Abend oder morgen um xy Uhr wieder!"

    Wird das akzeptiert, dann steht die Person auch zum verabredeten Zeitpunkt da. Bis dahin hat man sich vorbereitet und informiert. Die Sache macht einen seriösen Eindruck.

    Wird das nicht akzeptiert und weiter Druck ausgeübt und beschwatzt, dann wird diese Person auch zu keinem später verabredeten Zeitpunkt, wohlmöglich mit deiner Familie oder Freunden als Verstärkung in deinem Rücken, mehr erscheinen.

    Also entweder du machst den Fehler jetzt oder du freust dich später im Kreise deiner Familie den Fehler nicht gemacht zu haben.

  • 0
    Tipp-Ergänzung gangsterjaeger gangsterjaeger

    Diese Warnungen vor Drückern und Konsorten sind ja richtig und wichtig, enthalten aber ein paar sachliche Fehler:

    1. Die "GEZ-Kontrolleure" kommen nicht von der GEZ, sondern immer von der jeweiligen Landesrundfunkanstalt. Die GEZ hat keine Außendienstmitarbeiter.

    2. Die GEZ verschickt keine Briefe als Vorbereitung für einen Besuch

    3. Beauftragten der Sender kommen ohne Termin, man kann aber durchaus Termine mit ihnen vereinbaren

    4. Eine Rundfunkanmeldung ist kein Haustürgeschäft und fällt nicht unter die entsprechende Gesetzgebung. Es werden ja auch keine Verträge geschlossen und keine Leistung vereinbart. Die wird ja schon in Anspruch genommen.

    5. Eine Überprüfung beim zuständigen Sender ist selbstverständlich möglich

    6. Der Gesetzgeber hat mittlerweise zugelassen, daß zum Vertragsschluß die Angabe der Bankverbindung zwingend angegeben werden muß, sprich, wer z.B. einen Telefonvertrag an der Tür abschließt, kann mit gesetzlichem Segen zur Angabe der Bankverbindung gezwungen werden. Das ist also grundsätzlich nichts Schlimmes, denn die Möglichkeiten, sich gegen unberechtigte Abbuchungen zu wehren, sind ja ebenfalls sehr weitreichend geregelt worden.

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