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Gemeinschaft und individuelle Wahrnehmung, I

Tipp von Sajonara Sajonara

Schöpferische Prozesse sind wichtig um darin das Sein und er-leben zu schulen und sich darin als Wesen zu erkennen auch in gemeinsamer Praxis.

Dies ist möglich in gemeinsamer Freude auch im Freud-wie, Fried-vollem Sport und nicht in verbissenem auf Konkurrenz basierendem „Wettkampf“, der die Sieger daran einseitig über die anderen Menschen stellt und verdinglicht und sie darin erhöht, anstatt das gemeinsame Erfahren und Erleben als ursprünglichen, wichtigen und bereichernden Moment dessen anzuerkennen.

Eine verblasste Erinnerung an das gemeinsame Empfinden in sportlicher Betätgung besteht in der symbolischen Ehrung der Sieger im alten Griechenland durch Lorbeerblätter, die den Sieger hervorheben sollten. Aber nicht indem man diese durch belastendes, materielles Güter belastete, zu Dingen machte, die jene ebenso darin von den anderen Menschen trennten.

So wie zu großer, übermässiger Besitz und darin angehäufte Materialität in vielem, nur die Menschen voneinander trennt, da dies Grunderfahrungen anrührt und Neid Gefühle bewusst anstachelt. Gesundes Zusammenleben ohne Missgunst kann N U R in einer Reduzierung der individuellen besessenen Güter Bestand haben, der sich ab dann alle zu gleichen Teilen und in gleichen Rechten bedienen können und dürfen.

Einseitiger materieller, angehäufter, äußerer Reichtum repräsentiert innere Armut und Abhängigkeit von nicht mit Leben erfüllten Symbolen, entfremdet und entzweit die Menschen voneinander und trägt dazu bei bittere und tiefe Gräben zwischen ihnen zu ziehen.

Die derzeit noch herrschende und stetig anwachsende Konsumgesellschaft stachelt negative Gefühle in den Menschen zu sehr an und bietet in ihr kaum Möglichkeiten, den inneren Frieden zu suchen und zu finden. Innere Fülle und Ruhe der Menschen wird ebenso wenig anerkannt, etwa als Armut verhöhnt, wie bewusster Verzicht, der eine am einfachen Erleben orientierte Erfahrungen, ohne große und mühseligen Gerätschaften und gesammelte Objekte beinhaltet.

Mit den einfachsten Materialien kann der Mensch besser und tiefer in sich gehen und seine Sinne entdecken, als wenn er teure Ausrüstungen und Geräte mit sich herumschleppt.

Ein Zeichenblock und ein paar Stifte vermitteln mehr und tiefere Erfahrungs-möglichkeiten und bewusste Lebens-Stimmung an Urlaubsorten. Sie erinnern daran in Betrachtung der in Ruhe erstellten Bilder eher als hunderte auf technisch hochstehenden Apparaten, im Vorbeigehen gemachte Fotografien.

Zudem sich Menschen oft erst mühsam, unter Zeitverschwendung in anstrengender Arbeit, die zu oft Gefühle und alltäglichen Empfindungen im Da-Sein hier und jetzt unterdrücken, sich dadurch das Geld, die Mittel verschaffen müssen, um dann mit teuer gekauften Apparaten, die Sinnsuche und Erfüllung zu betreiben und beginnen, die sie vorher unbewusst übersehen, ignoriert und von derer er sich „geschäftig“ in äußerer Arbeit, ausgeschlossen haben.

Auch hier ist weniger oft mehr, wenn wir Suche nach Sinn und Erfahrungsaustausch betreiben wollen, mit der Welt die uns umgibt, und uns innerlich erfüllen und nicht von außen abfüllen lassen möchten So geht dies wirklich nur mit Innehalten und Wahrnehmen tiefer, schöpferischer und im Menschen grund-gelegten Fähigkeiten, die es zu suchen und zu versuchen gilt.

Äußerlichkeiten und Dinge, die keine ge-er-lebte Entsprechung im Inneren haben und nur als Symbol uns erinnern, in uns keinen Lebens-Sinn stiftenden Anker geworfen haben, entleeren und entfremden das lebendige, menschliche Sein in seiner Wahrnehmung und verhüllen das Bewusstsein mit ohnmächtigen, traurigen Gefühlen des Ausgeschlossen-Seins von wirksamer und lebendiger Seins-Erfahrung in Hier und Jetzt..

Diese Attrappen und materiellen Dingwelten und reine Konsum-Objekte die nur in sich selber stimmig sind, als reine Form und Funktion, schaffen es nicht dem lebendigen Subjekt, dem Mensch die Erfüllung zu geben, die er in seinem Inneren als lebendiges Wesen bereit ist zu suchen.

Wenn der Mensch sich an die Dingwelten zu sehr anpasst, in Wahrnehmung und Substanz dessen, kann er in einem damit aufgefüllten, nur daran ausgerichteten Seinsprozess, nur so werden wie jene: tot, lieb- und leblos, äußere Hülle und rein statische Form.

Den das was viele im Tod verzweifelt bedauern, die Trennung von Seins-Sinn und Lebenskraft im Verbleiben der Hülle als Rest, erleben viele Menschen schon im jetzigen, entfremdeten Da-sein auf Abruf, als Objekt unter Objekten.

Erfüllung ist lebendige, bewusste, achtsame Wahrnehmung des Daseins unverstellt und gelebt in der Breite der erlebten Welt und kein „Angebot“ irgendwelcher Schöpfer der Warenkulturen, sondern Bestandteil des unmittelbare, eigenen Lebensraums aller Menschen in Frieden und Freiheit darin.

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