Durch den bewussten Einsatz des richtigen Fragetyps können Sie Gespräche erfolgreich in die von Ihnen gewünschten Bahnen lenken. Man unterscheidet zwischen zwei Fragetypen: die offene Frage und die geschlossene Frage.
Offene Frage
Mit offenen Fragen geben Sie Ihrem Gegenüber bewusst die Möglichkeit zu sagen, was er denkt oder meint.
Diesen Fragetyp können Sie nutzen, um ein Gespräch generell in Gang zu bringen, einen verschlossenen Gesprächspartner zum Reden zu bewegen und vor allem, um wichtige Informationen, Argumente und Meinungen zu erhalten.
Mit den sogenannten W-Wörtern leiten Sie offene Fragen ein:
- Wer … hat Sie informiert?
- Woher… haben Sie diese Information?
- Wie lange… waren Sie bei Ihrem vorherigen Arbeitgeber beschäftigt?
- Wie… sind Sie auf unser Unternehmen aufmerksam geworden?
- Welche… persönlichen Ziele haben Sie?
- Was… sind Ihre persönlichen Stärken und Schwächen?
- Wieso… haben Sie Ihren Kollegen nicht informiert?
- Wann… können Sie beginnen?
- Weshalb… können Sie nicht am Meeting teilnehmen?
- Warum… wollen Sie sich beruflich verändern?
Durch geschickten Einsatz der Fragewörter führen Sie zielorientiert durch Ihr Gespräch.
Geschlossene Frage
Im Gegensatz zur offenen Frage, mit der Sie Ihren Gesprächspartner zum Reden auffordern, gibt es bei der geschlossenen Frage nur zwei mögliche Antworten: „ja“ oder „nein“.
Diesen Fragetyp setzten Sie ein, wenn Sie präzise und genaue Antworten erhalten möchten, Festlegungen treffen wollen und keine Einwände wünschen.
Geschlossene Fragen werden durch folgende Verben eingeleitet:
- Können Sie ... die Moderation übernehmen?
- Haben Sie ... bereits Erfahrung mit…?
- Wussten Sie ... von diesem Gespräch?
- Ist es richtig ... dass Sie russisch sprechen können?
- Möchten Sie ... etwas trinken?
- Waren Sie ... schon einmal in dieser Stadt?
- Kennen Sie … schon unsere neue Mitarbeiterin?
Hallo Lorry, wieso sprichst Du von "recht bedenklichen" Tipps?
Wir beschreiben ganz sachlich den Unterschied zwischen offenen Fragen, die das Gegenüber auffordern, in ganzen Sätzen zu antworten und geschlossenen Fragen, die genau dies unterbinden, indem sie nur "ja" oder "nein" zulassen.
Darüber hinaus beschreiben wir in unserem Tipp, in welchen Situationen mal den jeweiligen Fragetyp einsetzen kann.
Letztendlich nutzt jeder von uns diese unterschiedlichen Fragetypen selbst täglich mehrfach, wir machen in unserem Tipp lediglich darauf aufmerksam, wie man sie bewusst einsetzen kann. Das darfst Du gerne Manipulation nennen, jedoch eine Manipulation, die jeder von uns jederzeit anwenden kann. Das ist nichts, was dem Arbeitgeber alleine zu gute kommt.
So kannst Du zum Beispiel im Vorstellungsgespräch selbst die offene Frage einsetzen, um noch mehr über das Unternehmen zu erfahren, oder einem Gern- und Vielredner in einem Meeting mit einer geschlossenen Frage den Wind aus den Segeln nehmen.
Zusammenfassend möchte ich noch mal kurz betonen, dass es sich hierbei KEINESWEGS um einen bedenklichen Tipp handelt.
Liebe Grüße
die Business-Netz Redaktion