Small-Talk ist weit mehr als bloß ein kommunikativer Pausenfüller! Small-Talk kann Ihre Karriere fördern! Beherzigen Sie einfach die 5 Small-Talk-Strategien.
1. Licht aus – Spot an! Treten Sie ins Rampenlicht
Bewerten Sie Small-Talk ab heute neu.
Egal, ob Sie sich über das Wetter, die Bundesliga-Tabelle oder den aktuellen Kinofilm unterhalten – Small-Talk ist weit mehr als ein nichtssagender Themenaustausch, erkennen Sie das kommunikative Potenzial:
Dank des Small-Talks treten Sie aus der Anonymität der Masse – sei es auf der Messe, bei einem Vortrag oder auch im großen Unternehmen – hervor. Sie werden zu einem Gesicht. Und an Gesichter erinnert sich jeder besser als an Namen und Funktionen.
Nutzen Sie jede Gelegenheit und treten Sie ins Rampenlicht! Gelegenheiten gibt es dafür viele, in der Kaffeeküche, im Aufzug, in der Kantine, im Sekretariat beim Holen oder Verteilen der eigenen Post, kurz vor oder nach dem Meeting, beim Kopierer etc.pp.
2. Sprechen Sie den Menschen an
Erblicken Sie gezielt den Menschen hinter der Funktion, die derjenige im Unternehmen einnimmt.
Durchbrechen Sie die vorherrschende Sachlichkeit, indem Sie nicht nur über Alltägliches, sondern auch über persönliche Alltäglichkeiten sprechen. Sie aktivieren dadurch den Faktor „Menscheln“. Ein Faktor, der für Ihre Karriere unerlässlich ist. Denn ob Sie ge- und befördert werden oder nicht, hängt nicht allein von Ihren Fähigkeiten und Kompetenzen ab. Es hängt auch davon ab, ob
- die Chemie zwischen den Beteiligten stimmt,
- Sie Sympathien für sich verbuchen können,
- Sie mit Ihren Soft-Skills – und dazu gehört auch das Beherrschen des Small-Talk –
punkten können. Kurzum: Es zählt, ob Sie als Mensch ankommen!
3. Bauen Sie Kontakte auf
Ein fester Bestandteil Ihrer Karriereplanung sollte der Auf- und Ausbau Ihres persönlichen Netzwerks sein.
Schließlich können Sie nicht mit Sicherheit sagen, von wem Sie einmal das entscheidende Karriereangebot oder den Tipp für eine Bewerbung erhalten werden. Abhängig davon, wo Sie diesen Kontakt herstellen oder vertiefen möchten – sei es im Unternehmen, auf einer Messe oder in den sozialen Netzwerken -, suchen Sie gezielte Begegnungen mit Personen, die Sie bisher noch nie oder selten getroffen haben.
Berufliche Dinge, die beispielweise Ihr Projekt betreffen, sind als Small-Talk-Einstieg jedoch ungeeignet. Zum einen ist der Gesprächspartner nicht in Ihr Projekt involviert, zum anderen erfüllt die Kontaktaufnahme erst einmal nur den Zweck des „sich Beschnupperns“- die sogenannte Aufwärmphase.
In dieser Aufwärmphase bietet Ihnen der Small-Talk viele Vorteile:
- Das angesprochene Thema ist ein Thema, zu dem jeder etwas sagen kann.
- Es ist unverbindlich.
- Es kann schnell und kurz abgehandelt werden.
- Es dient als Eisbrecher.
- Der Wechsel zu einem vielschichtigeren Anliegen gelingt mühelos.
4. Stärken Sie das soziale Umfeld
Sowohl als Führungskraft, als auch als Kollege wissen Sie: Die Arbeitsleistung des Teams oder des einzelnen Mitarbeiters wird beeinflusst durch das Miteinander, das am Arbeitsplatz herrscht.
Eine gute Arbeitsatmosphäre kann auch durch den Einsatz von Small-Talk positiv bestärkt werden. Die Wirkung eines kurzen Plauschs im Flur – und sei es nur über den Dauerregen – ist vielschichtig: Ihr Mitarbeiter oder Kollege
- fühlt sich beachtet.
- fühlt sich geschmeichelt, dass Sie kurz mit ihm reden.
- freut sich darüber, dass Sie sich nach seinem Hobby erkundigen.
- sieht sich nicht nur als funktionierendes Teilchen im Unternehmensgetriebe, mit dem nur über berufliche Aspekte gesprochen wird.
- hat so die Gelegenheit eine Beziehung aufzubauen.
- wird diese Beachtung im Gedächtnis abspeichern und sich revanchieren – und sei es, um Sie bei Ihrer Arbeit zu unterstützen.
5. Erschließen Sie sich Persönliches
Auch wenn es sich eher um alltägliche Themen handelt, in diesem kurzen Gesprächen verrät Ihr Gegenüber viel über sich selbst:
- Welche Blickwinkel er auf Alltäglichkeiten hat: Was ihn nervt, freut oder begeistert.
- Welche Vorlieben und Abneigungen er hegt.
- Wann er zu Verallgemeinerungen neigt oder wann er wirklich seine eigene Meinung sagt.
- Wo seine Interessen liegen oder was ihn eher langweilt.
- Ob er dazu neigt, den Small-Talk dazu zu benutzen, den neusten Klatsch und Tratsch zu verbreiten.
Der Small-Talk trägt dazu bei, sich ein Bild über Ihren Mitarbeiter oder Kollegen zu machen. Das Wissen, das Sie sich dabei erschließen, lässt sich durchaus auf das Arbeitsverhältnis übertragen. Denn wer solche Gespräche nur zum Austausch von den neusten Gerüchten gebraucht, sollte beim Anvertrauen eigener Ziele, Vorstellungen und Ideen mit Vorsicht genossen werden.
Ansonsten riskieren Sie, dass Ihre Ideen ganz schnell weitergegeben werden – womöglich noch als eigene.