14

Erfolgreich überzeugen: Beachten Sie das Denkmuster Ihres Gesprächspartners

Tipp von businessnetz businessnetz

Kennen Sie diese Situation: obwohl Sie Ihre Argumente gut vorbereitet haben, ist es Ihnen nicht gelungen, den Kunden im Verkaufsgespräch oder Ihre Kollegen im Meeting erfolgreich zu überzeugen. Es erscheinfast so, als würden diese Ihre Argumente nicht wirklich hören - oder mit Einwänden reagieren, die wenig mit Ihren Begründungen und Informationen zu tun haben.

Solche Erfahrungen verunsichern und natürlich überlegen Sie, warum Sie mit Ihren Argumenten nicht überzeugen konnten. Mögliche Ursachen kommen Ihnen in den Sinn:

  • Sie waren selbst nicht gut genug vorbereitet.
  • Ihre Argumente waren nicht ausreichend fundiert.
  • Sie haben die falschen Argumente zur falschen Zeit genannt.
  • Ihre Argumentationskette war nicht schlüssig aufgebaut.
  • Sie haben den Sachverhalt zu distanziert (zu emotionslos, zu sachlich, zu kompliziert etc.) vorgetragen.
  • Sie sind zu lange bei einem Argument verweilt.
  • Und und und…

Jede Ursache mag ein wenig dazu beigetragen haben, dass Sie Ihren Gesprächspartner mit Ihren Argumenten nicht erfolgreich überzeugen konnten.

Doch eine Ursache sollten Sie dabei nicht vergessen. Denn diese ist oftmals die Hauptursache dafür, dass Sie Ihren Gesprächspartner nicht für Ihre Argumente gewinnen konnten:

Sie haben das Denkmuster – also die Denkstruktur – Ihres Gesprächspartners nicht angesprochen.

Solche Denkmuster, wie detailorientiert und introvertiert, dürfen Sie nicht außer Acht lassen!

Denkmuster beziehen sich weniger auf die Inhalte als auf die emotionalen Präferenzen Ihres Gesprächspartners, d.h. durch das Berücksichtigen der Denkweise Ihres Gegenübers stimmen Sie sich in sein (gefühlsmäßiges) Weltbild ein. Durch diese Einstimmung gelingt es Ihnen, endlich im Denken eine Übereinkunft zu erzielen, so dass Ihr Gesprächspartner Ihren Argumenten nicht nur besser zuhört, sondern diesen auch aufgeschlossen begegnen kann.

Schritt 1: Achten Sie auf bestimmte und wiederkehrende Worte

Jeder Mensch hat eine Denkstruktur – und somit ein Weltbild – entwickelt, dass nicht allein in seinen Aussagen deutlich wird, sondern auch durch bestimmte Worte, die er nutzt. So kann Ihr Gegenüber detailorientiert sein und dies durch seine Wortwahl verraten „Lassen Sie uns dabei detailliert vorgehen“ oder „Mir ist es wichtig, die Fakten eingehend, gewissenhaft und bis ins Detail zu studieren, bevor ich eine Entscheidung treffe.“

Hören Sie also gut zu. Notieren Sie sich, welche Worte Ihr Gegenüber nutzt. Denn nur so können Sie erkennen, welches Denkmuster auf ihn zutrifft.

Schritt 2: Erkennen Sie das Denkmuster und die emotionalen Präferenzen

Manches Mal können Sie bereits nach einem Gespräch erschließen, welche emotionalen Präferenzen Ihr Gesprächspartner hat. Dennoch sollten Sie bei jedem Gespräch, das Sie mit diesem Kunden, Mitarbeiter oder Kollegen führen, immer wieder prüfen, ob dieses Denkmuster bestätigt wird.

Um Ihr Gegenüber besser und leichter einschätzen zu können, laden Sie sich am besten die „Übersicht: Denkmuster Ihres Gesprächspartners erkennen“ herunter.

http://www.business-netz.com/Uebersichten/Denkmuster-Ihres-Gespraechspartners-er...

Ordnen Sie anhand dieser Übersicht Ihren Gesprächspartner einer bzw. mehrerer Denkstrukturen zu. Legen Sie diese Auswertung und Ihre gesammelten Worte und Aussagen, die Ihr Gesprächspartner gerne anwendet, in die entsprechende Kundenakte bzw. in die Akte Ihres Mitarbeiters ab.

Tipp:

Überlegen Sie sich weitere Formulierungen, die zu diesem Denkmuster passen würden. Zum einen sensibilisieren Sie sich so für die jeweilige Wortwahl Ihres Gesprächspartners. Zum anderen haben Sie dadurch stets Formulierungen griffbereit, die Sie für Ihre Argumentation verwenden können.

Schritt 3: Packen Sie Ihre Argumente in Worte, die das Denkmuster unterstützen

Sie haben sich zwei entscheidende Aspekte erarbeitet, um zukünftig erfolgreich überzeugen zu können: 1. die Wortwahl Ihres Gegenübers und 2. das Denkmuster. Nutzen Sie diese Ergebnisse, um

  • Ihre Argumente und Argumentationskette zu prüfen. Sprechen Ihre Argumente das Denkmuster an? Inwieweit müssen Sie zukünftig Ihre Argumente ändern? Welche Aspekte müssen Sie in Ihren Argumenten aufnehmen?
  • die Worte Ihrer Argumente neu auszurichten. Sprechen Sie die Sprache Ihres Gegenübers? Greifen Sie, soweit es möglich ist, die Worte auf, die Ihr Kunde oder Mitarbeiter gerne nutzt. Denn dadurch hört er, was er schnell und mühelos in sein Weltbild einordnen kann. Mit der Folge: Ihre Argumente werden besser verstanden.
mehr Tipps

Tipp-Ergänzungen (1)

  • 3
    Tipp-Ergänzung flicflac flicflac

    Das ist nicht nur ein super Business-Tipp, sondern auch eine große Hilfe für das Privatleben! Ich denke ;-) , dass nicht allzu viele Personen sich überhaupt darüber bewusst sind, dass ihr Gegenüber ein anderes Denkmuster haben könnte als sie selbst. Entsprechend muss es ja mit der Kommunikation haken...allein für diesen Hinweis ein dickes DH!!

    Kommentar von businessnetz businessnetzbusinessnetz

    Herzlichen Dank, Flicflac!

Diesen Tipp

Verwandte Tipps

Verwandte Fragen

Noch nicht den richtigen Rat gefunden?

Einfach und schnell viele hilfreiche Ratschläge von Deutschlands aktivster Ratgeber-Community erhalten!

Einfach und schnell einen Tipp erstellen und Ihren guten Rat mit anderen teilen!

Einfach und schnell ein Video hochladen und anschaulichen Rat an alle geben!