Man nehme:
1) Einen Hund, egal welchen Alters, wahlweise auch eine Katze 2) Einen handelsüblichen Clicker (für geräuschempfindliche Hunde gibt es extra leise) 3) Jede Menge Lieblingsleckerlis 4) Einen Targetstick (Teleskopstab, Fliegenklatsche, Kochlöffel..). Die Spitze des Stabs soll form- oder farbmäßig auffallen. Bei glatten Stäben kann man farbiges Klebeband rumwickeln. Ich persönlich liebe Kochlöffel.
Schritt eins: Trockentraining Das richtige Timing muss man üben. Dazu nimmt man den Clicker, einen Tennisball und eine zweite Person. Den Hund lässt man weg und möglichst außer Hörweite.
Nun lässt die zweite Person den Tennisball auf den Boden fallen. In dem Moment, wo er den Boden berührt, clickt man. Klappt das ohne Patzer, egal, wie der Ball geworfen wird, kann man übergehen zu
Schritt 2: Konditionierung auf den Clicker Man stellt sich vor den Hund, clickert einmal und gibt dem Hund sofort ein Leckerchen. Das Futter hat man praktischerweise in einer leicht zugänglichen Bauchtasche. Das macht man 15 - 30 Mal. Bei Blitzmerkern reichen wenige Wiederholungen, die langsameren Exemplare brauchen eventuell einen zweiten Durchgang am nächsten Tag. Der Hund lernt: Wenn' s clickt gibt's Futter.
Schritt 3: Der Targetstick Anwesend: Hundeführer (HF), Hund, Futter, Clicker, Leckerlis, Targetstick. Letzteren hält man zuerst hinter dem Rücken, den Clicker hat man bereits in der anderen Hand. Dann zeigt man den Stick dem Hund. Sobald dieser dahin guckt, folgt der Click. Er sagt: "Richtig gemacht!". Nach dem Klick gibt es Futter, der Stick verschwindet dabei wieder hinter dem Rücken.
Dann folgt die Wiederholung: Targetstick zeigen, und sobald er Hund hinschaut, click und Futter.
Tipp: Man muss sich mit dem Füttern nicht überschlagen. Der Hund weiß, dass es nach dem Click immer Futter gibt, also keine Hektik :).
Das Ziel der Übung ist es, dass der Hund den Targetstick mit der Nase berührt. Achtung: Der Hund berührt den Stick, nicht umgekehrt :)
Dazu wird jede Annäherung des Hundes an den Stick geklickt. Nachdem der Hund den Stick nun zuverlässig anschaut, wenn er ihn sieht und dafür jedes Mal per Click und Futter bestätigt wurde, wird beim nächsten Mal nicht sofort geklickt. Der durchschnittliche Hund beginnt sich nun zu wundern: "Warum, zum Teufel, passiert jetzt nix? Ich guck' doch hin!"
Diese Verunsicherung muss man aushalten und genau hingucken. Irgendwann wird der Hund nämlich denken: "Ey! Ich guck' hin! Siehst du, ich rück' sogar ein Stückchen näher ran!" Und - Click! - wird diese Annäherung bestätigt. Das macht man so lange, bis der Hund mit der Nase die Spitze des Sticks berührt.
In der Folge wird der Stick dann mal höher, mal tiefer gehalten, so dass der Hund sich Mühe geben muss, mit der Nase ranzukommen.
Später kann der Hund lernen, alles, was mit dem Stick berührt wird, mit der Nase (oder der Pfote) zu berühren: Lichtschalter, eine Klaviertaste...Außerdem lernt er, dem Stick zu folgen und so z.B. Drehungen zu machen.
Wichtig: Nicht enttäuscht sein, wenn der Hund am Anfang eine Weile braucht, bis er sich in Richtung erwünschtes Verhalten bewegt. Immer den kleinsten Versuch in die richtige Richtung klickern. Der Hund muss das Prinzip erst mal verstanden haben, dann wird er zunehmend aktiver werden.