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Arbeitserlaubnis Schweiz / Aufenthalsbewilligung L, B oder C

Tipp von JLCLMS Fragant

L, B oder C – die Schweiz auf Zeit oder für länger

Mit Einführung der Personenfreizügigkeit benötigen deutsche Arbeitnehmer in der Schweiz keine Arbeitsbewilligung mehr. Vor Inkrafttreten der Personenfreizügigkeit war die Erteilung einer Arbeitsbewilligung unter anderem auch an Kontingente gebunden. Dadurch wurde der Anteil ausländischer Arbeitskräfte in der Schweiz reguliert. Diese Regulierung ist seit Juni 2007 entfallen.
Ebenfalls seit Juni 2007 entfällt die Einschränkung der Mobilität, welche den Aufenthalt auf grenznahe Gemeinden beschränkte. Sowohl Dauer- als auch Kurzaufenthalter haben jetzt das Recht, sich in jeder Gemeinde der Schweiz anzumelden. Für Arbeitnehmer, die bis zu 90 Tage in der Schweiz tätig sein möchten, ist auch keine Aufenthaltsgenehmigung mehr nötig. Sie müssen sich lediglich bei den kantonalen Arbeitsmarktbehörden anmelden.
Arbeitnehmer, die länger als drei Monate in der Schweiz arbeiten, müssen nach wie vor eine Aufenthaltsbewilligung einholen. Innerhalb von acht Tagen nach der Einreise sollten Sie als Arbeitnehmer den Aufenthalt bei Ihrer Gemeinde anmelden. Die Gemeinde leitet die Unterlagen in der Regel an die kantonale Migrationsbehörde weiter. Die nötigen Unterlagen sind in diesem Fall ein Identitätsausweis (Reisepass oder Personalausweis) und ein Arbeitsvertrag bzw. eine Arbeitsbestätigung. Die Art der Aufenthaltsbewilligung hängt ab von der Dauer des Arbeitsverhältnisses.
Dauert das Arbeitsverhältnis nicht länger als ein Jahr, jedoch länger als drei Monate, erhalten Sie eine Kurzaufenthaltsbewilligung L für die Dauer Ihres Arbeitsvertrages. Wird Ihr Arbeitsvertrag verlängert oder erhalten Sie einen neuen Arbeitsvertrag (auch bei einem anderen Arbeitgeber), so können Sie diese Bewilligung jederzeit um die Dauer des neuen Vertrages verlängern lassen, ohne dass Sie zwischendurch das Land verlassen müssten.
Haben Sie einen Arbeitsvertrag für länger als ein Jahr oder unbefristet, so bekommen Sie eine Aufenthaltsbewilligung B für fünf Jahre. Dies gilt auch, wenn der Vertrag im Anschluss an einen befristeten Vertrag entsteht.
Die Aufenthaltsbewilligung B können Sie bei Vorlage eines entsprechenden Arbeitsvertrages jeweils um fünf Jahre verlängern. Ausnahme: Bei der ersten Verlängerung kann der weitere Aufenthalt auf ein Jahr beschränkt werden, sofern Sie seit mehr als einem Jahr unfreiwillig arbeitslos sind.
Die fünfjährige Aufenthaltsbewilligung kann Ihnen nicht entzogen werden, falls Sie in Folge von Krankheit oder Unfall vorübergehend arbeitslos werden sollten. Auch wenn Sie gekündigt werden, also unfreiwillig arbeitslos werden, bleibt die Aufenthaltsbewilligung für die Dauer erhalten. Diese „Unfreiwilligkeit“ müssen Sie sich jedoch vom zuständigen Arbeitsamt bestätigen lassen. Auch nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses von weniger als einem Jahr können Sie bis zu sechs Monate in der Schweiz bleiben, um sich eine neue Stelle zu suchen. Nach Ablauf einer Aufenthaltsdauer von in der Regel fünf Jahren können Sie die unbefristete Niederlassungsbewilligung C erhalten. 

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