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Anonym surfen mit Proxy-Server

Tipp von Vidorial Vidorial

Der Begriff Proxy kommt aus dem Englischen und bedeutet „Stellvertreter“. Ein Proxy ist eine Software auf einem Server, welche eine Anfrage vom Browser des Nutzers entgegennimmt und diese an die Zieladresse weiterleitet. Die Zieladresse gibt das Ergebnis zurück an den Proxy, welcher die Daten einsehen kann und dann entscheidet, ob die Daten zum Nutzer weitergeleitet werden oder nicht. Der Vorteil beim Surfen mittels Proxy-Server besteht darin, dass Sie anonym surfen können. Das bedeutet, dass Ihre IP-Adresse niemals auf der Zieladresse eingeht und somit Ihre Anfrage dort nicht protokoliert werden kann. Lediglich, die Adresse des Proxys wird registriert.

Hinweisen wollen wir in diesem Zusammenhang auf die Tatsache, dass anonym Surfen nur mehr beding möglich ist, seit einigen Jahren speichern auch Proxy-Server die eingehenden IP-Adressen, was auch Strafverfolgung möglich macht.

Es gibt zwei Möglichkeiten über Proxys mit dem Web zu kommunizieren: Einerseits, die Schnelllösung über sogenannte Proxy-Listen, wobei Sie dabei auf die Webseite des Proxy-Servers gehen und dort über eine Eingabemaske surfen. Andererseits, die Dauereinrichtung in Ihrem Browser, welche nachfolgend an einem Beispiel genauer erklärt wird.

Anleitung zum anonym Surfen mit Mozilla Firefox:

Im Firefox-Browser wählen Sie den Menüpunkt Extras und klicken dort auf den Menüpunkt Einstellungen.

Im folgenden Fenster klicken Sie auf Erweitert und wählen dort die Registerkarte Netzwerk.

Der Bereich Verbindung beinhaltet die Schaltfläche Einstellungen, in der Sie die Proxy-Einstellungen festlegen können.

Als nächstes müssen Sie die Manuelle Proxy-Konfiguration auswählen und geben die Daten eingeben.

Eine Liste von verschiedenen Proxyservern finden Sie mit Hilfe Ihrer Suchmaschine oder unter www.proxylists.net.

Mit einem anschließenden Klick auf OK werden die Einstellungen übernommen und dem anonymen Surfen steht nichts mehr im Wege.

Die Umstellung zum Surfen über einen bestimmten Proxy ist in allen gängigen Browsern möglich.

Technische Hintergründe:

Um die Funktionsweise eines Proxys etwas genauer bzw. besser verstehen zu können, ist etwas mehr Hintergrundwissen notwendig. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei einem Proxy lediglich um ein Computerprogramm. Der Proxy wird vorwiegend in Firmennetzwerken bzw. Schulen verwendet, um Daten, die innerhalb des Netzwerkes bzw. vom und ins Internet geladen werden, zu filtern und zu durchsuchen. Dieser Vorteil wird genutzt, um diverse Seiten, wie Facebook, YouTube und Co. in diesem bestimmten Netzwerk zu sperren. Möglich ist dies, weil Proxys die abgefragten Daten einsehen und somit auch filtern können.

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Tipp-Ergänzungen (2)

  • 1
    Tipp-Ergänzung MissTequila MissTequila

    Die bessere Lösung um Anonym zu surfen wäre wohl eine VPN-Verbindung. zB. von www.american-ip.de - Proxys sind wohl ein wenig veraltet.

    Kommentar von JmaikH JmaikH

    Da gebe ich dir Recht - auch die VPN-Software OkayFreedom von Tor wäre eine bessere Alternative. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, einige werde auf http://www.wie-anonym-surfen.de beispielsweise näher erklärt.

    Meine lieblings-Methode um völlig anonym zu surfen, ist die Nutzung eines Surf-Sticks und einer Simkarte. Da das Erwerben beider Utensilien offline entsteht, kann man den ursprünglichen Besucher nicht nachverfolgen.

  • 0
    Tipp-Ergänzung swordman swordman

    Hallo,

    man ist natürlich immer nur so anonym, wie der Proxy. Wenn dort z.B. Verbindungsdaten gespeichert werden und auf Wunsch z.B FBI übergeben werden, sind die Proxys zwar gut, um auf Seiten z.B. sein Herkunftsland zu verschleiern (Serien auf CBS.com z.B. als Nicht-Amerikaner sehen). Allerdings wird immer noch der Zugriff von einem Klienten zum ISP z.B. die IP von telekom geloggt usw.

    Also sollte man das nicht für illegale Aktionen verwenden. Sonst gibt es ein böses Erwachen. Niemand ist wirklich anonym.

    Ein hohes Mass an Anonymität erreicht man, indem man sich mit entsprchenden Pre-Paid-Karten in einer Großstadt für nicht mehr als jeweils ein paar Minuten in einem Zugangspunkt einwählt, einen VPN-Tunnel zu einem privaten Proxy (Adressen gebe ich nicht raus) ineinem karibischen Staat mit lockeren Gesetzen aufbaut und sich dann über ein dynamische Proxynetzwerk alle 3 Minuten einen neuen anonymen Proxy geben lässt. Das macht das Ganze zwar relativ langsam aber auch recht sicher und anonym. Mit entsprechendem Aufwand lässt sich das aber auch knacken. Dazu muss aber jemand den gesamten Traffik mitschneiden. Für die NSA z.B. ist sowas nicht unmöglich.

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