Yokon, nicht schützen konnte? Oder nicht wollte, weil ihr die Familienehre wichtiger als das Wohl des Kindes war....
Warum mischt sich keiner ein? Das ist es wohl eher, was Nordi umtreibt, und da bin ich auch ganz vorn mit dabei. Ich habe den Bericht nicht gesehen, aber ich verstehe im Allgemeinen nicht:
Was vergebe ich mir, wenn ich mal nachfrage bei den Eltern, wenn ich einen Verdacht ans Jugendamt melde? Nein, die meisten sehen peinlich berührt zur Seite, als sei diese Kindesmisshandlung und dieser Kindesmissbrauch ein Popel, der an der Nase hängt. Jeder wendet sich ab, aber keiner spricht die Betroffenen darauf an. Keiner bietet ein Taschentuch (die Hilfe)an. Oft reicht es sogar, wenn man einfach nur da ist für die Eltern, ihnen eine Schulter anbietet, an der sie mal einfach zusammenbrechen und ihre Sorgen loswerden können. Dann kann man beratend zur Seite stehen, kann gezielte Vorschläge machen, kann das Gefühl vermitteln: Du bist nicht allein.
Ich wundere mich immer wieder, warum bei uns noch niemand das Jugendamt gerufen hat. Mein Sohn ist kurz vor drei, ein stures kleines Temperamentbündel mit einem extrem lauten Organ. Er tobt wie ein Irrer und hat den ganzen Körper übersät mit blauen Flecken. Wenn der sich was in den Kopf gesetzt hat, dann brüllt der durch die Gegend, als würde ihm gerade mit glühenden Zangen der Kopf abgerissen. Aber NIEMAND ist bislang auf die Idee gekommen, dass dieser kleine Mann nicht aus Jähzorn sondern aus Angst und Schmerz schreit. Ich will nicht sagen, dass ich dem Jugendamt einen roten Teppich ausbreiten würde, denn ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass mein Sohn von uns Eltern noch nicht einmal einen Klaps auf den Windelpopo bekommen hat. Also wären wir wohl erst einmal wie vor den Kopf gestoßen und auch in unserer Ehre gekränkt... Aber ganz ehrlich? Ich finde es beklemmender, dass noch nicht mal ein Einziger wenigstens uns gefragt hat, ob wir vielleicht Hilfe brauchen....












