Maaaaan, ich bin halt aus gutem Grund nicht bei meiner leiblichen Mutter aufgewachsen. Ist das so schwer zu begreifen, dass ich das irgendwie streichen will aus meiner Biographie? Ich verstehe nicht warum das manche so lächerlich finden.
Irgendwer hat mal gesagt
"Geld allein macht nicht glücklich- aber es ist ein besseres Gefühl im Taxi zu weinen, als in der Straßenbahn"
Naja, ich will auch nicht kriminell werden. Also was fälschen oder so würde ich nicht.
HighEndPierre21 am 12. September 2009 02:59 ei sag doch erstmal was da steht solang nicht der Frauenknast oder sonst etwas da steht ist es doch net soooo schlimm sag uns lieber was da steht damit wir dich villt wenigstens verstehen können!
kaesbrot am 12. September 2009 03:00 Neeeeeeein, glaube ich dir sofort!
Du willst einfach nicht, daß Görlitz im Perso steht. Ich hätte wahrscheinlich das selbe Problem gehabt - somit hast du mein Mitgefühl.
HighEndPierre21 am 12. September 2009 03:02 Görlitz? kennen nen Kumpel der hat denn name als nachnameD:D
kaesbrot am 12. September 2009 03:04 Siehst du, Wartender. Es kann auch schlimmer kommen. Stell dir mal vor, du würdest Herr Görlitz heißen!
HighEndPierre21 am 12. September 2009 03:06 Mein Gott ist doch aber klar wenn amn so nen Thread setzt das die anderen wissen wollen wie der Geburtsort ist! Ich mein Toilette oder Wc oder Raststätte Mühlheim usw.. dann würde ich ihn verstehen nur wenn irak oder sonst was steht ist es doch nicht schlimm
Ich rede mit niemandem über meine Herkunft. Und ich will auch nicht dass diese Frage mal aufkommt. Ist halt so, das will ich grad nicht erzählen. Und irgendwann sieht man mal den Ausweis. Ich lüg sowieso immer wenn man mich fragt und sage nur kurz "Jaja, ich komm von hier." Wie gesagt, eine persönliche Geschichte. Also da gibt es keine Möglichkeit? Ich will ja nicht sagen dass ich aus New York oder Paris komme, sondern nur die Stadt in der ich lebe und gemeldet bin.
zoelli04 am 12. September 2009 02:48 Also langsam werde ich ja doch neugierig... :D
also, von meinen Freunden und Bekannten kennt keiner meinen Ausweis - einfach, weil es keinen interessiert...(höchstens mal, wie blöde das Foto ist, aber ansonsten)...
ich glaube, das ist mehr die Angst in dir und die bekommst du auch nicht weg, wenn im Ausweis was anderes steht...
oder - steh zu deiner Vergangenheit, was natürlich leicht gesagt ist, gerade, wo ich nicht genau weiß, worum es geht, das ist mir schon klar...
aber das mit dem Ausweis ändern kannst bzw. musst du abhaken...
Ich hab einfach mit meinem alten Leben abgebrochen. Das muss doch möglich sein. Ich wohn jetzt ganz woanders in Deutschland und will nie wieder zurück.
musst du ja auch nichts, aber dein Geburtsort ist und bleibt es nunmal. Ist doch auch nicht sooo schlimm, du fühlst dich jetzt woanders zuhause und das ist wichtig...was sagt schon der Geburtsort aus? Nichts...außer, dass man da geboren wurde. Heißt ja nichtmal, dass du dort gewohnt hast...
Doch, ich habe die Links gelesen. Aber somit trifft genau das zu, was ich befürchtet habe, der Bericht aus der Klinik in dem ich wegen dem Trauma war wird auch seine Mutmaßungen über meine angebliche Persönlichkeitsstörung enthalten und ich kann nichts dagegen tuen, weil er mich dazu gebracht hat über Dinge aus meiner Kindheit zu sprechen und daraufhin (in der ersten Sitzung) diese Diagnose stellte. Und ein neuer Therapeut wird doch meine Akte aus der Klinik brauchen, auch damit ich nicht alles nochmal erzählen muss, was mir passiert ist usw und welchen Medikamente ich der Klinik bekommen habe. Was mache ich denn jetzt?
Meinen Hausarzt zu fragen wäre auch keine Alternative- der ist nämlich der Lebenspartner des Therapeuten...
Siam1 am 5. Juli 2009 02:49 Nochmals: Du hast Das Recht auf Krankenakteneinsicht (Kopien).Und zur Weitergabe Deiner Krankenakte bedarf es Deiner Einwilligung. Also, setzt Dich mit der Klinik in Verbindung und lass Dir die Kopien zuschicken. Frage auch danach, wann Du damit rechnen kannst sie zugeschickt zu bekommen. Auch lass Dir Dir eine Bestätigung geben, dass Du einer eine Weitergabe Deiner Akte nicht zustimmst.((Ich verstehe immer noch nicht, warum Du danach nicht gefragt worden bist. Zu einer Einwilligung bedarf es Deiner Unterschrift.)
Siam1 am 5. Juli 2009 02:50 Auch habe ich Dir die Telefonnummer der UPD genannt. Du musst nicht unbedingt Mitglied sein( Mitgliedschaftsbeitrag kostet unter 5 Euro monatlich)Dir wird trotzdem geholfen.
>> Was Deinen Hausarzt betrifft, scheint es so, dass auch dort Dein Vertrauensverhältnis gestört ist,(wenn ich richtig verstanden habe ist er der Lebenspartner des Therapeuten) Überlegenswert wäre, dass Du Dir einen anderen Hausarzt suchst. Er kann Deine gesamte Unterlagen Deiner Krankenakte anfordern. Aber da möchte ich Dir nicht reinreden, ist Deine Entscheidung diesen Schritt zu tun.
>> Einerseits möchte ich aber@ Schokolinda recht geben. Auch sie schreibt ..."also hast du es voll in der hand, ob dein neuer therapeut die info zu sehen bekommt"... und es besser ist mit offenen Karten zu spielen. Du musst bei bei einem Therapeuten nichts sagen, was Du nicht willst. Allerdings erleichtert es die Zusammenarbeit. Aber auch da muss das Vertrauensverhältnis erst wachsen ... bis Du bereit bist. Solange Du das nicht kannst, muss er soviel Verständnis aufbringen und andere Wege/Möglichkeiten suchen, um Dir helfen zu können. Deine Mitarbeit ist aber auf jeden Fall gefordert. Es spricht durchaus nichts dagegen wie @ Schokolinda schreibt, dass Du deinem neuen Therapeuten sagst, was dich dazu bewogen hat, dass er die Akte nicht bekommen soll. Ein guter Therapeut wird Dich deswegen nicht maßregeln. Täte er das, dann liegst Du genau richtig, dass Dein Gefühl Dir das richtige sagt...
>> Auch schreibt@ Schokolinda kluge Worte:..."die aktuelle erfahrung losgelöst von deinem bisherigen leben zu betrachten, bringt nichts."
Die Vergangenheit gehört zu Deinem Leben und die kann man nun mal nicht ausklammern.
>> @wartender, glaub mir, Du wirst noch viele Menschen in Deinem Leben begegnen und feststellen, daß auch sie ihr Päckchen zu tragen haben und bei manchen die Vergangenheit auch ihr Schatten trägt. Ist kein Trost, aber verhilft Dir vielleicht zu einer anderen Denkweise.
Das Problem ist aber folgendes; Er hat die Akte aus der Klinik. Das heißt doch er wird das dazu heften wozu er mich genötigt hat zu sprechen, was ich lieber für mich ausmachen möchte. Wie kriege ich das wieder aus meiner Akte raus, ich will nicht dass der nächste Therapeut davon weiß weil es wirklich nichts damit zu tun hat und es nicht Grund meines Leidens ist. Ich will nur dieses Trauma verarbeiten.
Siam1 am 4. Juli 2009 16:51 Hallo Wartender, wie schon erwähnt (hast Du die Links nicht gelesen?) hast Du ein Recht auf Krankenakteneinsicht. Eine Begründung, warum Du Einsicht haben möchtest, musst Du nicht geben. Auch gilt: Soweit Patientendaten in Dateien gespeichert sind, besteht nach § 34 BDSG ein uneingeschränkter Auskunftsanspruch gegen den Arzt.
>> Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du dem Arzt Vorschriften machen kannst, welche Inhalte er in die Krankenakte mit rein nehmen darf. Aber Du hast ein Recht auf Schweigepflicht. Der Arzt muss das Einverständnis des Patienten haben! Wenn ein Patient ausdrücklich einer Weitergabe widerspricht, darf auch keine Mitteilung erfolgen. Auch wenn eine Behandlung im Rahmen der so genannten "integrierten Versorgung" oder nach dem "Hausarztmodell" erfolgt, ist eine ausdrückliche Einwilligung erforderlich.
>> Normalerweise muss der Arzt danach fragen, ob Du einer Weitergabe zustimmst. Dies wird in einem Formular festgehalten. Geh nochmals zu dem Arzt hin und lass Dir dieses Formular zeigen (notfalls rufe dort an und lass es Dir in Kopie zuschicken)
>> Mit den Informationen, Du Du nun hast, dürfte es Dir leichter fallen sicher aufzutreten.
>> Falls Du weitere Fragen hast, habe ich Dir wie oben genannt, die Telefonnummer der UPD (Unabhängige Patientenberatung) mit angeben. In vielen Städten sind diese vertreten. Frag mal nach. Aber auch telefonisch bekommt man gute Hilfestellungen.
>> Was die Nötigung betrifft, da bin ich mir nicht sicher. Da gibt es wahrscheinlich nur den Wege der Klage, wobei das Gericht zu klären hat, ob es eine Nötigung war oder nicht.
Siam1 am 4. Juli 2009 16:58 Falls Du immer noch nicht klar kommst, besprich das mit Deinem Hausarzt, und erzähle ihm von Deiner Sorge. Er kann auch für Dich bei Deinem Therapeuten anrufen. Das wäre wohl der einfachere Weg.(Mein Hausarzt würde das für mich machen. Warum auch nicht Deiner? )
Alles Gute!