Das es in der DDR keine Allergiker gab, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Also 8000 bei ner 16000 kb/s Leitung sind ja auch nicht gerade angemessen. Vielleicht habt ihr an eurem Hauskasten der Telekom eine Fremdspannung drauf oder die Kabel könnten oxidiert sein, wenn diese schon länger liegen. Ich würde bei der Telekom ein Bandbreitentest anfordern, da wird man das schon raussfinden was los ist. Ich hatte bei meinen Anschluss nur 2800 statt 6000, welches dann am Hausanschluss lag.
Diese Schwarz-Weiss-Malerei 'Hier gab es und da nicht' ist Quatsch. Allergien gab es auch in der DDR. Es war nicht das große Problem wie heute und hier. Was die Ursache für diesen Unterschied war, wird wohl nie völlig geklärt werden. Am 40. Jahrestag lag es jedenfalls nicht. Auch nicht an der Mangelwirtschaft. Gehungert hat da niemand (Die Metzger bekommen feuchte Augen, wenn Sie an die Umsätze in DDR-Zeiten denken). Ich sehe im Wesentlichen 3 Gründe: 1. Es wurde mehr gesunde Kost gegessen (reif, regional angebaut, wenig Chemie, wenig konserviert). 2. Weniger und besser getestete Kosmetika und Waschmittel. 3. Es wurden mehr natürliche Behandlungsmethoden angewendet. Ich kann mich erinnern, dass der Apotheker z.B. Salben und Elixiere bei Hautproblemen nach Angaben des Arztes selbst hergestellt hat - individuell auf den patienten zugeschnitten und nicht nach der Schrotschußmethode (alles rein - irgendwas wird schon treffen). Und komisch: Wer heute auf gesunde Kost und Kosmetika achtet, hat selten Allergieprobleme.
Da ist schon was dran an der Theorie. Aber im Arbeiter und Bauernstaat gab es eben für Schicki-Micki-Krankheiten keinen Platz - ausser jemand konnte schon nicht mehr sitzen und stehen...
In dem Staat musste der Klassenkampf geführt werden - da musst der Ausstoss an Trabbies erhöht werden - Lieferzeit von 10 Jahren auf 9,8 Jahren gedrückt werden.
Da gab es noch echte Aufgaben - keine so gesättigte, verweichlichte Gesellschaft, die sich die vollgefressenen Krankenkassenunternehmen und das sog. "Gesundheitssystem" zur Melkkuh erkohren hat!
Da war halt noch alles in Ordnung - ja ich kann die DDR-Nostalgiker schon verstehen.... :-)
Herbert k. Eschmann am 14. Juli 2008 11:04 Thema verfehlt! Und Rechtschreibefehler: erkohren = laut Duden erkoren.
Zusatzinformationen Plietsch Allergien in der DDR
Im Vorfeld der Feierlichkeiten zum vierzigsten Jahrestag der Deutschen Demokratischen Republik konnte bei Allergien die Überlegenheit des sozialistischen Gesundheitssystems von volkseigenen Wissenschaftlern eindeutig belegt werden: Im sozialistischen Einheitsstaat ist die Gefahr der Bürger an Allergien zu erkranken um 53 Prozent geringer als in der imperialistischen Bundesrepublik Deutschland. Unterstützt vom obersten Zentralkomitee des Staatsrates und unter tatkräftiger Mithilfe der sozialistischen Jugend wurde der 40-Jahresplan für die Volksgesundheit erfolgreich umgesetzt. Ein Sieg gegen feindliche Allergene von innen und außen. Drei Errungenschaften im Beispiel:
Kinderhorte stärken das Immunsystem Schon der sozialistische Nachwuchs bekommt die Möglichkeit, das Immunsystem auf die wahren Aufgaben zu trainieren. Die Frühkasernierung im Kinderhort ermöglicht eine konsequente Konfrontation mit Erregern aller Art. Dadurch gelingt auch die flächendeckende Verbreitung mit Bandwürmern. Für Allergien ist bei einem proletarischen Immunsystem einfach kein Raum mehr.
Fehlende Filtersysteme vermeiden Feinstaub Auch Umweltschutz, wie beispielsweise im Industriekombinat Bitterfeld, hilft beim siegreichen Kampf um die Gesundheit. Durch strikte Vermeidung von Filtersystemen wird belastender Feinstaub gar nicht erst erzeugt. In der Deutschen Demokratischen Republik wird grundsätzlich nur Grobstaub produziert. Dieser gelangt nicht in die oberen Atemwege und kann abtransportiert werden.
Angebotsbeschränkung verhindert Lebensmittelallergien
Die sozialistische Einheitsdiät durch Angebotsverknappung hat sich als besonders erfolgreich in der Vermeidung von Lebensmittelallergien erwiesen. Durch einen gezielten Angebotsrückgang nimmt hier der Arbeiter- und Bauernstaat eine weltweite Spitzenposition ein - zusammen mit Angola und Bangladesh.
Dies und der unermüdliche Einsatz der Führungselite der Arbeiterklasse für eine natürliche Freizeitgestaltung an frischer Luft helfen auch weiterhin, den Kampf gegen die kapitalistische Allergiebedrohung mit großer Überlegenheit zu gewinnen.
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andreas48 am 9. Juli 2008 22:13 das ist der allergrößte Schwachfug, den ich je las...
Das ist zwar alles sehr ideologisch formuliert, doch faktisch richtig. Ausnahmsweise hatte die Mangelwirtschaft in der DDR mal Vorteile: Durch fehlende Zusatzstoffe im Essen, die es kaum gab, waren alle Lebensmittel sozusagen Ökoprodukte und kaum haltbar (Brot fing spätestens nach 3 Tagen an zu schimmeln, Frischwurst wurde nach 2-3 Tagen schmierig, Frischmilch nach 2 Tagen sauer usw.). Insgesamt waren Lebensmittel wesentlich hochwertiger und schmeckten viel besser, bei Frischmilch in der Flasche wurde die Oberfläche immer von einem etwa 2-3 cm dicken Sahnepfropfen decket. Die Entwicklung von Lebensmittelzusatzstoffen stand wohl bei keinem Laboringenieur auf dem Tagesplan? Auch die Gesundheitsvorsorge war die beste der Welt, welche bereits bei den Säuglingen ansetzte, Vorsorgeuntersuchungen und Schutzimpfungen, besonders bei Kindern und Jugendlichen, gesetzlich vorgeschrieben. Abgesehen von einigen fehlenden modernen medizinischen Geräten und außergewöhnlichen Arzneimitteln war das Gesungheitssystem der DDR das Beste der Welt überhaupt! Allergien traten hauptsächlich im Umkreis chemischer Fabriken auf, da Abgasreinigungssysteme wie heute fast gänzlich unbekannt waren. Die Bürger aus dem Raum Schwedt, Leuna, Buna, Schkopau, Bitterfeld, Wolfen usw. werden mit Sicherheit diese Gesundheitsbelastungen nie vergessen - aber auch nicht was man ihnen nach 1990 angetan hat. Jedenfalls wurden Allergiker bevorzugt zur Kurbehandlung in den Bezirk Rostock geschickt, wo ihnen die frische salzhaltige Meeresluft half. Viele Asthmatiker und andere Lungenkranke sind gleich ganz an die Ostsee gezogen, denn dort gab und gibt es auch heute noch die sauberste Luft in Deutschland. Analog sicher auch an der Nordseeküste.
manni1937 am 10. Juli 2008 09:29 Klasseantwort ! DH
Biggi2000 am 10. Juli 2008 09:39 DH
So einen Quatsch habe ich ja noch nie gehört.
Biggi2000 am 9. Juli 2008 20:20
Edgar Niklaus am 9. Juli 2008 21:46 Sorry aber diesne pseudowissenschaftlichen Unfug glaube ich nicht.
ich bin DDR-ler und hatte bereits in der DDR schon meine Allergien die ich heute noch habe. Andere meiner Bekannten und Verwandten auch.
es wär gelogen zu behaupten in der DDR gab es KEINE Allergien
andreas48 am 9. Juli 2008 19:59 danke..wieder jemand der meine Meinung bestärkt..ein Däumchen zur Belohnung
doddo am 9. Juli 2008 20:12 schau mal hierhttp://www3.ndr.de/ndrtvpagesstd/0,3147,OID3787072,00.html:
expertin am 9. Juli 2008 20:13 ja und doddo? da steht nichts, das keiner in der DDR unter Allergien litt.
Es gibt neben der unbestreitbaren Erkenntnis, dass Allergien auch vererbt werden können, verschiedene Theorien, was den Ausbruch begünstigt oder was ihn verhindert.
Es scheint, dass die gemäßigte (!) Auseinandersetzung mit Schadstoffen in jüngeren Jahren die Neigung zu Allergien mindert ("Dreck reinigt den Magen").
Dagegen spricht, dass der Ausbruch auch immer durch ein Überschreiten einer ganzen Summe von schädlichen Eindrücken auf den Körper begünstigt wird (Kumulationstheorie). Bei all dem Dreck in der industrialisierten DDR hätte nach dieser Theorie eigentlich so gut wie jeder Allergiker sein müssen.
Man ist sich auch heute noch nicht einig, warum definitiv weniger Menschen in der DDR allergisch waren als in der alten BRD.
Vielleicht kann es daher kommen, dass dort im Großen und Ganzen gesünder und ursprünglicher gegessen wurde. In Westdeuschland gab es schon sehr viel früher Fast Food und vor allem Nahrungsmittelzusatzstoffe.
Tatsache ist jedenfalls, dass heute in Bezug auf Allergien keine Unterschiede mehr zwischen Ost und West bestehen.
doddo am 9. Juli 2008 20:13 endlich eine vernünftige Antwort unter dem restlichen Schwachsinn. DH
manni1937 am 9. Juli 2008 20:15 10 x DH für diese qualifizierte Antwort.
shagdalbran am 9. Juli 2008 20:15 Du machst ja reichlich Gebrauch von Absolutheiten "unbestreitbare Erkenntnis", "Tatsache ist". Da regt sich in mir gleich der Skeptiker - insbesondere bei der unbestreitbaren Erkenntnis. Dazu hätte ich gerne einen Nachweis, wenn's nicht zu viel Mühe macht.
Eins ist gewiss - es gibt zu viel Gewissheit auf der Welt. ;-)
Shag d'Albran
Andreas Volkmann am 11. Juli 2008 08:57 @Shag d'Albran: DH und :)) Es gibt zu viel Gewissheit... was hat die Wissenschaft nicht schon alles geglaubt...
Andreas Volkmann am 11. Juli 2008 09:00 @ Doris Paas. DH! Sehr viel Sinnvolles. Und trotzdem muss ich ganz extrem widersprechen. Es ist alles andere als erwiesen, dass Allergien vererbar sind. Die Wissenschaft glaubt, dass es vererbt ist. Aber Du hast eigentlich den Gegenbeweis selbst genannt: die DDR hat innerhalb von 10 Jahren bei den Allergien ausgeglichen. Wenn das kein Beweis ist, dass es sich nicht um Vererbung handeln kann! Wahrscheinliche Ursachen: Nahrungsmittelzusätze (über 300.000 zugelassene Chemikalien, die allesamt nur auf ihre eigene Schädlichkeit überprüft wurden - keine Kreuzvergleiche unter den 300.000 ;)). Und die Dauerschädigung der Darmflora. Dadurch passieren zu große Moleküle die Darmwand, die haben im Blut nix zu suchen - das Immunsystem reagiert und markiert. Fertig ist die Allergie. Eine These, die mir viel plausibler erscheint. ;-)
Doris Paas am 11. Juli 2008 21:01 Wenn beide Eltern Allergiker sind, besteht statistisch gesehen ein um 40-60% erhöhtes Risiko, dass die Kinder an einer Allergie erkranken. Wenn nur ein Elternteil betroffen ist, ist das Risiko noch immer um etwa 20-40% erhöht.
Dies ist ganz klar der Beweis dafür, dass die Anlage zu Allergien vererbt wird. Gemeint ist: Wenn die Eltern Allergiker sind, ist das Risiko erhöht - jedoch erkranken nicht automatisch alle Kinder von Allergikern. Wie ich jedoch bereits oben beschrieben habe, ist der Ausbruch von Allergien immer auch (!) von der Summe der gesamten, auf den Organismus einwirkenden, schädlichen Eindrücke abhängig. Dazu zählen natürlich u.a. auch die Nahrungsmittelzusatzstoffe und Chemikalien, die im Umfeld des Betroffenen vorhanden sind. Und natürlich auch die Schädigung der Darmflora, weil eine gesunde Darmflora einen Großteil des Immunsystems des Menschen ausmacht und zur Stabilität der Gesundheit beiträgt.
(@Andreas: selbstverständlich kenne ich die Theorie, dass durch eine geschädigte Darmflora und dadurch geschädigte Darmschleimhaut Allergene leichter in den Organismus eindringen können - in meinem zweiten Buch über Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten (ISBN 978-3-81746-631-3), das im September 08 erscheinen wird, wirst du dies nachlesen können).
Aufgrund bloßer logischer Überlegungen ist es eigentlich unerklärlich, warum sich der Anteil der Allergiker in den neuen Bundesländern nach dem Mauerfall so schnell auf das Westniveau eingependelt hat - die Kinder haben die Erbanlagen ja nicht getauscht, und die Belastung mit Umweltgiften oder anderen Chemikalien war ja dort eher noch größer. Aber ich schrieb ja bereits, dass es auch möglich ist, dass durch eine ursprünglichere Ernährung in der Kindheit eine stabilere Gesundheit vorhanden war.
@Shag d'Albran: Natürlich gab es auch in der DDR Allergiker, jedoch einen geringeren Prozentsatz als im Westen.
Freilich gabs in der DDR schon sowas. Ich hab ne Allergie und die hatte ich schon (ärztlicherseits festgestellt und bestätigt) zu DDR-Zeiten.
andreas48 am 9. Juli 2008 20:00 auch dir ein Däumchen
es gab früher eh viel weniger Krankheiten als heute... das hat nichts mit Ost und West zu tun...Im Osten wurde das nur nicht so an die große Glocke gehängt wie hier im Westen. ALs ich noch 5 war (um 1980) kannte ich auch im Westen keinen der Allergien hatte!!!
vielleicht hat man nicht Allergie genannt, sondern Ausschlag, tränende Augen, Schnupfen,...je nachdem was der betroffenen hatte
andreas48 am 9. Juli 2008 19:47 nicht wirklich..da der Begriff Allergie ein medizinischer ist und kein politischer...