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Macht CB-Funk heute noch Sinn?

anonym
beantwortet von Zintus am 31. Januar 2008 09:27
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Hilfreichste Antwort

Hallo. Ich bin seit 23 Jahren Funkamateur und CB-Funker seit 25 Jahren. Während viele Funkamateure eine eher arrogante Einstellung zum CB-Funk haben, stehe ich dem sehr positiv gegenüber. Schließlich habe ich selber dort angefangen und bin neben dem Amateurfunk auch weiterhin aktiv auf CB.

Die zwei Behauptungen einiger meiner Vorredner kann ich absolut nicht teilen. Der CB-Funk ist weder tot noch chaotisch. Natürlich ist es ruhiger als vor 15 Jahren, aber ich sehe es eher so, dass sich die Spreu vom Weizen getrennt hat. Diejenigen, die das Hobby ernst nehmen und "den Virus im Blut haben", sind nach wie vor dabei.

Manchmal, wenn ich genug habe von Standard-Funkverbindungen auf den Kurzwellenbändern (Amateurfunk), schalte ich mein CB-Funkgerät ein und quatsche mit den Leuten. Das schöne am CB-Funk ist, dass die Leute gern längere Gespräche führen, während Funkamateure oft kurz angebunden sind und eine Funkverbindung nach der anderen "abarbeiten" wollen.

Gerade im Sommer sind auf CB sehr oft Verbindungen ins europäische Ausland möglich und man trifft auf viele Gesprächspartner. In einigen Jahren, wenn die Sonnenflecken wieder zahlreicher werden, geht es auch wieder über Europa hinaus. Wohlgemerkt, mit legalen Geräten. Mittlerweile sind 80 Kanäle FM und 40 Kanäle AM/FM/SSB zugelassen. Das macht wieder richtig Spaß, auch weil die Kanäle längst nicht mehr so überfüllt sind wie in den 80/90er Jahren.

Viel Spaß

Kommentar von Werniman am 22. April 2008 09:44

Was deinen ersten Absatz betrifft:Da bist du aber wirklich die Ausnahme. Ich war bis vor einigen Jahren sehr aktiv im CB-Funk, nach und nach verwanden die Leute aber, kommunizierten lieber via Internet oder stiegen auf Amateurfunk um..und gerade die wurden auf 11m nie wieder gesehen. Ich kenne so einige Amateurfunker,die auf 11m gute Kumpels waren,aber einen keines Blickes mehr würdigten,sobald sie ihre Amateurlizenz hatten. Von heute auf morgen war man für die gestorben. Natürlich habe ich versucht, auch Infos über die Amateurlizenz zu bekommen,um diese selbst zu erwerben:Das gleiche Spiel. Die Amateurfunker waren zwar augenscheinlich erstmal zugänglich, wenn man sich bei ihnen informieren wollte. Aber sobald sie mitkriegten,daß man ja nicht ganz und gar "unbeleckt" in Funkdingen ist, gingen bei den meisten die Schotten runter und sie stellten auf taub. Genau auf die Art kriegt man eben KEINEN Zulauf in der Funkergemeinde. Ich hab momentan zwar auch noch eine "Funke",allerdings wohne ich hier in einem ziemlich tiefen Tal und komm mit Mühe und Not in die nächste Kreisstadt. Da ist aber auch kaum noch eine Antenne zu sehen. Dementsprechend "viel" ist auch noch auf den Kanälen zu hören...nämlich praktisch nix mehr.



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