Ich finde Radwege klasse, ich hab dieses Jahr schon immerhin >3500km geschafft, ohne einen zu benutzen :)
Nein im Ernst: als Radfahrer, der sein Rad nicht als Spielgerät nutzt, sondern zügig von A nach B will, ist die Straße der richtige Platz bzgl. Sicherheit und Zeitaufwand.
Wenn ich allerdings mit meinen Kindern unterwegs bin, freue ich mich über Radwege, denn mit max. 12 km/h und entsprechender Umsicht sind sie i.d.R. gut nutzbar. Obacht freilich bei Strassenüberquerungen, da schieben wir gerne drüber und verzichten auf unsere Vorfahrt.
Ich habe noch praktisch keinen als "benutzungspflichtig" ausgeschilderten Radweg gefunden, der wirklich allen Kriterien entspricht, daher behalte ich mir persönlich stets die Wahl vor.
Ups- das ist ja ein heftiger Einschlag.
Ich hasse keine Radfahrer - ich bin selber Alltagsradler (kein Rennrad - einfach von A nach B um irgendetwas zu erledigen). Zur Ausgangssituation: Ich wohne in einer Kleinstadt wo anscheinend das Klima zwischen Rad- und Autofahrern in Ordnung ist. (s. Begriff "Möchtegernulrich")
Was erlebe bzw. sehe ich (nicht nur hier): - Radwege sind unkonfortabel (gepflastert, eng, verschenkt, jede Grundstückseinfahrt ist einzeln abgesenkt). - An jeder Grundstückseinfahrt und besonders Straßeneinmündung wird man vom Autofahrer und LKW-Fahrer (unbeabsichtigt!) beim abbiegen übersehen. Auch als Autofahrer möchte ich keinen Radfahrer umnieten!!! Man sieht sie beim Abbiegen oft nicht, da sich oft Büsche, parkende Autos usw. im Sichtfeld befinden. Und wo guckt man als Autofahrer hin (sollte man zumindest): Nur auf die Straße - alles andere (darf auch nicht) interessieren. Und die Radler kommen dann "aus dem Nichts".
Meine letzten gefährlichen Situationen waren ALLE auf Radwegen (gesehen oder selber erlebt). Ob mit Fußgängern, abbiegenden Fahrzeuge, Autotüren, Hunde usw. Das alles gibts auf der Straße fast nicht. Und da ich die Gefahr kenne, passe ich da schon auf.
Aber ich will nicht unnötig ausgebremst und gefährdet werden - sondern zügig ankommen und gefahrlos 25 - 30 km/h fahren können. Auf Radwegen geht das nicht (mache ich auch nicht - ich hänge am Leben). Da sind 15-20 km/h das Limit und an jeder Kreuzung runter auf Schrittempo.
Also ich persönlich meide wo es geht Straßen mit schlechten Radwegen und fahrer z.B. durch Wohngebiete oder Nebenstraßen. Geht das nicht, nehme ich dann oft das Auto - ist das eine gute Lösung?
Nicht falsch verstehen: Auf einer 2spurigen Ausfallstraße fahre ich auch nicht - da suche ich eine andere Route.
Daß es in der Stadt nicht für alle optimal sein kann, ist mir klar - aber bekannte Fehler sollten vermieden und nach und nach abgebaut werden.
Ich will ja nicht die Radwege ganz abschaffen, aber z.B. in Holland oder Dänemark gibt es so richtig gute Sachen - ohne, daß die Autofahrer zurückstecken müssen (hat auch keiner was davon). Es drängt sich der Eindruck auf, daß die Planer von Radwegen im Alltag selber nie Rad fahren.
Bis zu mir hat sich das noch nicht rumgesprochen. Klär mich auf, denn ich denke, auf dem Radweg sind Radfahrer gut aufgehoben.
Nicht auf allen - die oft anzutreffenen Radwegen auf dem Bürgersteig entziehen die Radfahrer aus dem Blickwinkel der Autofahrer und tauchen an den Kreuzungen und Einmündungen "aus dem Nichts auf" - s. meinen Kommentar weiter unten. Und Radwege sind (Warum eigentlich???) - fast immer gepflastert - ist wie ein Feldweg mit dem Auto.
Es ist wahrlich eine Streitfrage, was ist wohl besser, wenn Radfahrer auf die für sie gebauten Radwege fahren oder wenn der Autofahrer mit einem mal Bremsen muss weil vor ihm ein möchte gern Ulrich auftaucht. Was ist wohl Okonomischer?
Ökonomischer wäre, wenn der Autofahrer selber Rad fahren würde - aber das ist ein ganz anderes Thema. Es wäre auch ökonomischer, das Geld und den Platz für schlechte Radwege besser zu verwenden (z.B. Radspuren auf der dann breiteren Straße sind billiger und sicherer).
mikael am 29. August 2008 11:07 Entschuldige das ich so späht antworte, jedoch möchte ich noch etwas zu Deinen Ausführungen sagen. Ich bin der Meinung Du betrachtest das "Problem" zu sehr aus der sicht des Radfahrers, es soll Arbeitstellen geben die sind 50 und mehr Km entfernt, da sind auch die Öffentlichen ansclüße nicht so das der arbeitnehmer das nutzen kann, die sind aufs Auto angewiesen, aber wie Du scchon festgestellt hast, ein anderes Thema. Du redest davon das die Straßen breit genug sind, dass ist wieder einseitig von Dir betrachtet. Für Dich sind die Straßen breit genug. Hast Du das nie beobachtet, wenn manche PKW-Fahrer um die Kurve fahren, dann kann man denken die haben einen 8-Tonnen Hänger am Auto, denen zum Beispiel reichen die breiten Straßen nicht, das dazu. Und warum werden den Radwege abseits der Straße gebaut? Villt weil die Verkehrsplaner mehr an die Sicherheit gedacht haben, denn wie der Radfahrer an die Sicherheit denkt wird uns jeden Tag bewiesen, Du brauchst Dir nur die Kopfbedeckung der Radfahrer anschauen. Denn so wie es ausschaut legen die meisten Radfahrer keinen Wert auf Sicherheit. Schönen Gruß.
Ich finde es nicth spät - der Rechner läuft ja nicht immer - das Problem läßt sich vermutlich sowieso nicht in nächster Zeit lösen. Durch die Antworten habe ich einiges gelernt - es hat mir die Augen geöffnet (Schock!!!), wie tief das Radwegdenken verwurzelt ist (bei allen!):
" R a d f a h r e r gehören auf den R a d w e g und stören den Verkehr."
Das erklärt einige Antworten: Die darf man dann gefährden - "Absolution besorgt", mit Wasser vollsplentern "ist ja nicht verboten". Die Radfahrer sagen selber "Die Autofahrer nehmen uns als Fahrzeugführer nicht Ernst". Du hast Recht, meine Sichtweise ist hier aus Sicht der Radfahrer. Warum auch nicht? Tut ja sonst kaum einer. Die anderen Antworten waren häufig aus Sicht der Autofahrer. Sind ja auch Betroffene.
Die Problemlösung wäre auf ganz lange Sicht gar nicht so schwer: Wenn eine Straße umgebaut wird, nimmt man den Platz der Radwege mit zur Fahrbahn, macht eine eigene Fahrradspur und allen wäre geholfen. Die Radfahrer könnten komfortabel, sicher und schnell zum Ziel gelangen. Die Autofahrer müßten keine Angst haben (ich habe sie!), daß irgendwo ein Radfahrer rausschießt und man ihn auf der Motorhaube hängen hat. Das leidige Problem der "Gehweg-" und "Geisterradler", die das Klime endgültig vergiften, wäre auch gelöst. Auf der Straße tut das niemand! (Zumindest nicht lange :))
Daß man nicht alle Radwege von heute auf morgen radverkehrstauglich machen kann ist mir klar - aber wie schon gesagt, muß man den gleichen Mist weitermachen? Geld und Platz für untaugliche Lösungen verschwenden? Aus gemachten Fehlern kann und sollte man eigentlich lernen. Und Fahrspuren sind sogar in Anlage und Unterhaltung wesentlich billiger als getrennte Radwege. Man könnte auch Umleitungen über Nebenstraßen ausschildern.
Die Radwege wurden in den 30ern übrigens eingeführt, um den KFZ-Verkehr zu beschleunigen (da war nichts mit Sicherheit) und übrigens wird dieser Gedanke ab Januar 2009 neu in die Straßenverkehrsordnung aufgenommen. Bisher stand da zu Radwegen nur was mit Sicherheit - und es konnten in den letzten Jahren einige gefährliche Radwege erfolgreich weggeklagt werden. (Nicht die Radwege selber, aber zumindest die Benutzungspflicht).
Dann müßte man noch bei allen das Bewußtsein schaffen, daß Radfahrer ganz normal zum Verkehr gehören. DAS ist wie gesagt, kaum noch vorhanden. (Anscheinend bei Auto- UND Radfahrern).
Und wenn einer mit dem Auto nicht um die Kurve kommt, hat ER ein Problem, nicht die anderen. Vielleicht würden ein paar Fahrstunden, Sicherheitstraining u.ä. helfen - gilt prinzipiell auch für Radfahrer.
Zur Info - ich bin eine Zeitlang 125 km jeden Tag zur Arbeit hin und abends wieder zurückgefahren - es ging nicht darum, kein Auto mehr zu fahren - aber vielleicht, daß ein Mensch AUCH mal radfährt. Die gefahrenen Strecken in der Stadt sind oft nur ein paar Kilometer - jetzt verstehe ich langsam, warum die Leute lieber das Auto nehmen. Öffentlichen Personenverkehr nutze ich gar nicht - gibts bei uns kaum. In Großstädten habe ich ihn aber teilweise schätzen gelernt.
Und dann noch die Krönung: Die Radfahrer sind ja selber schuld, passen nicht auf - sollen sie doch einen Helm aufsetzen. Also mir ist lieber, Unfälle zu vermeiden, als nachträglich irgendwie versuchen, die Folgen zu lindern.
Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen - ich würde mich liebend gerne mal mit einem Verkehrsplaner/Verantwortlichen unterhalten! Ich zahl auch das Bier.
Gruß zurück.
warum ich bin über jeden Radweg froh und du willst klage?? Hasst du Radfahrer ??
Wäre das so, würde mehr Radwege fordern, damit die Straße frei für KFZ ist. Ich fahre ca. 2000 km im Jahr mit dem Rad.
Es entscheidet der Stadt- oder Gemeinderat.
Hier in Hannover gibt es fast überall Radwege, und das ist für mich ein absoluter Segen.
Ich meide die wenigen Straßen ohne, weil die Radfahrer nicht als Fahrzeugführer gesehen und behandelt werden.
Es scheint so zu sein, daß die Autofahrer in Großstädten wesentlich gestreßter sind als hier in der Kleinstadt. Aber auch dort fände ich Radspuren auf der Straße besser.
Yu Ly am 28. August 2008 17:25 Du scheinst echt noch nicht oft in der Großstadt mit dem Rad unterwegs gewesen zu sein. Spätestens, wenn mal einer mit 70 Sachen und einem Abstand von 30 cm an Dir vorbeigebraust ist, wirst Du Deine Meinung ändern.
Idioten gibts immer - passiert ist mir das auch schon. Da kann man ggfls. noch nach rechts weg - ich habe mehr Angst davor, daß einer mit dem Tempo beim abbiegen von der Seite kommt - da geht dann nämlich nix mehr...
Oh, nun ich sehe das ganz anders! Ich weiß nicht wo du wohnst, ich in Mannheim einer Großstadt. Bin täglich mit dem Rad unterwegs und sehr dankbar für Radwege. Denn es ist viel Verkehr auf den Hauptstraßen, dass würde das reinste Chaos geben wenn Radfahrer auch noch mit auf der Straße fuhren. Oft ist es auch sehr gefährlich. Gerade für Kinder und Jugendliche, die nicht mehr auf dem Gehweg fahren dürfen. Auch ungeübte Radfahrer, denn Autofahrer nehmen oft kaum Rücksicht auf Radfahrer! Ich bin für jeden Radweg froh, der gebaut wird! Es gibt so gut wie immer auch genügend Platz für Fussgänger.
Ich bin froh, dass immer mehr Radwege gebaut werden und ich als Radfahrerin nicht mehr zwischen den Autos fahren muss, wo ich mit einem Bein schon im Grab stehe!
Ameise3 am 28. August 2008 15:58 Sehr gutes Statement!
Finde ich nicht - die Statistiken sprechen eine andere Sprache (Risiko auf Radweg ca. 3mal höher als auf der STraße, gegen die Fahrtrichtung oder beim Abbiegen bis 11mal höher). Quelle: u.a. ADFC
Also wenn man die enten nicht entsorgen kann, weil es sonst einen Zwegenaufstand gibt, kann man folgendes tun:
10 ml Spritze (gibts in der Apotheke) mit unverdünnem Eau de Javel füllen und die Tiere bis zum Anschlag vollspritzen. Nach ca. 30 Minuten leeren und mit klarem Wasser mehrmals ausspülen und gespannt sein, was da alles rauskommt...ist die schnellste und effektiefste Methode, habe viel ausprobiert. Sehen aus wie neu.
Vorbeugend die Tiere nach jedem Bad mit klarem Wasser ausspülen und alles Wasser rausdrücken und wie Geschirr irgendwo hinstellen, wo sie gut trocknen können.
Wer sein Kind liebt, muss einfallsreich sein ;-)
Viel Erfolg.
Danke, ich dachte schon, ich wäre der einzige, der Radwege nicht mag. Bei 12 km/h sind die gut befahrbar, da stimme ich Dir zu.