Liebe Lena, ich verstehe deine Beweggründe und finde manche Antworten zumindest wenig hilfreich. Wenn wir die erste Antwort als Ulk beiseite lassen (ich habe allerdings auch darüber gelacht), ist es doch bemerkenswert, dass sich diesmal nur ein einziger Teilnehmer zu einer Übersetzung aufgerafft hat, was wohl auf die Schwierigkeit des Textes zurück zu führen ist. Sogar dem "Oberlehrer" Albrecht ist ein kleiner, wenn auch nicht sinnstörender Fehler unterlaufen: "fuerat" heißt nicht "war", sondern "... gewesen war". Was seine voran gestellten Belehrungen betrifft, hat er zwar grundsätzlich Recht, aber sie helfen dir in der aktuellen Situation nicht. Da hilft dann nur, einen echten Experten zu fragen (der allerdings auch in der Lage sein sollte, dir die Grammatik und die Formen zu erklären). Wenn du aber auf effiziente Weise mehr Übersetzungskompetenz erreichen willst, probiere folgenden Weg: Besorge dir einen Text mit Übersetzung(!), der deinem Niveau entspricht, lies zuerst die Übersetzung, damit du weißt worum es geht, und versuche dann, diese Übersetzung anhand des Textes nachzuvollziehen. Du vermeidest damit, dass du bei banalen Problemen unnötig viel Zeit verlierst, die du für eine größere Menge an Übersetzung (in der Sprachdidaktik nennt man das "Durchsatz") zur Verfügung hast. Der Effekt ist eine größere Routine. Wieviel du dabei in den (Wieder)erwerb von Grammatik, Formenlehre und Wortkunde investierst, bleibt deinem "Gewissen" überlassen. Wichtig ist absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. Alles Gute, Hannes.
So, wie dieser Text dasteht, ist er unübersetzbar. Ganz wörtlich wäre zu übersetzen: Ich handle/treibe/führe .... wie ich bewege/führe ... ich bewege/führe ... ich vermeide/weiche aus ... . Das "ut" kann man nicht mit "dass/damit/um zu" wiedergeben, weil es dann mit dem Konjunktiv (=Möglichkeitsform) zu verbinden wäre, also "(ut) agam". Der Text stammt wahrscheinlich von jemandem, der glaubt, er könne Latein. L.G. Hannes
Eine Frage zu dieser Frage: Wie kommt diese Frage zum Expertentag LATEIN? Dass Italienisch aus dem Latein hervorgegangen ist, ist zwar bekannt, aber es ist trotzdem eine eigene Sprache.
Wörtlich lässt sich dieser Satz kaum adäquat übersetzen, daher mein Vorschlag: Non tolerari posco sed aestimari. L.G. Hannes
Schau einmal bei "ianua-nova.de" nach. Zum Grundsätzlichen: Man kann sehr wohl auch langfristig von der Benützung einer Übersetzung profitieren wenn man es richtig angeht. Wenn ich mir die Übersetzung zuerst Stück für Stück oder Satz für Satz ansehe, damit ich überhaupt weiß, worum es geht, und dann selbst übersetze (mit allem Drum u. Dran, also Vokabelsuche, Grammatik und Formenlehre) gewinne ich viel Zeit und kann eine größere Menge und damit mehr Routine erreichen. Aber ich muss ehrlich arbeiten. Viel Erfolg, Hannes Frei
Zur Klarstellung: "Opus" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Werk" und wird ganz allgemein verwendet. Es gibt aber auch andere Verzeichnissysteme. Das wohl bekannteste ist "KV" (=Köchelverzeichnis, nach Ludwig Ritter von Köchel) für die Werke Mozarts. Für Haydn gibt es gleich 3: z.B. Hob. III:63 (nach Anthony van Hoboken), op.64/5 und HW XII/5,83 (für Haydn-Werke, herausgegeben vom Joseph-Haydn-Institut, Köln) für das berühmte Lerchenquartett. Also Vorsicht beim Zitieren. L.G. Hannes Frei
Mich wundert, dass niemand auf die Idee gekommen ist, ein weiteres Kompressionsverfahren, nämlich WMA, zu erwähnen. Dieses System hat bei gleicher Kompressionsrate wie mp3 eine hörbar bessere Qualität (was zugegebenermaßen nur bei guten Umgebungsbedingungen zum Tragen kommt), oder man kann bei gleicher Qualität wie mp3 die Kompressionsrate stufenweise um bis zu 100% erhöhen, wodurch man die doppelte Menge an Musik auf den verwendeten Datenträger bringt. Mit herzlichen Grüßen Hannes.
Habe vergessen, mich vor Beantwortung der Frage einzuloggen. Daher zur Sicherheit noch einmal die richtige Übersetzung: "Die Bürger haben das Recht, Dinge zu gebrauchen, nicht (sie) zu missbrauchen." (Wörtlich: "Den Bürgern ist das Recht des Gebrauchens von Dingen, nicht des Missbrauchens.") Zur Grammatik: "Utendi" ist der Genetiv des Gerundiums d.h. des hauptwörtl. gebrauchten Zeitwortes. "Uti" wird übrigens nicht mit dem Dativ verbunden, sondern mit dem Ablativ. Nichts für ungut! Hannes Frei
Und nochmal die Mutter von Lena... Lieben Dank für diesen - wie ich finde - wertvollen Beitrag!!! Über den Ulk hab ich zunächst auch noch gelacht, aber irgendwann ist der Spaß vorbei, wenn sonst keine Hilfe kommt. Ist wirklich enttäuschend, wenn man auf seine erste Frage diese Resonanz erhält... Hoffe auf bessere Erfahrungen und werde weiterhin auf die Beiträge meiner Tochter hinsichtlich der Schule ein Auge behalten.