
Geboren und verdorben in Niedersachsen, aber seit 1980 in Stuttgart.

Wir arbeiten beide, jeder von uns überarbeitet sich nur dann, wenn er muss. Ich kann mir seit ein paar Jahren aussuchen, ob ich auch einmal ein Angebot ablehne, wir haben eine schöne Wohnung mit Balkon und Aussicht, immer gut zu essen und fahre 1x im Jahr für 3 Wochen in den Urlaub. Uns gehht es gut - wir kommen mit unserem Geld +/- null aus. Irgendwann wird es vielleicht auch einmal anders sein - aber da lassen wir uns keine grauen Haare wachsen.

Ja schon mehrfach. War aber berufsbedingt - ich bin Schauspieler. 2x in einer kleinen Rolle in einer Serie, 1x eine Grössere Sache bei Wieland Backes in einer Sendung über das Gefühl "Angst und Horror" als "Riff-Raff" und öfter in Ausschnitten der Theaterproduktionen, in denen ich Rollen hatte. Wiedererkannt wurde ich jedoch nie nach den Fernsehauftritten - eher erkennen mich die Kinder wieder, die mich im Kindertheater/Puppentheater gesehen haben.
Das Gefühl, sich im Fernsehen zu sehen...? Nun, man gewöhnt sich dran. bei der RIff-Raff Sache war ich sehr stolz auf meine Leistung, bei anderen denke ich häufiger, ich müsste meine Stimme tiefer setzen und mich anders bewegen...

Das liegt einwandfrei an der Erziehung. Dankbarkeit = das Gleiche zurückgeben, was man bekommen hat. Vielleicht auch aus der religiösen Ecke kommend - "Liebe Deinen Nächsten so wie Dich selbst" oder "Geben ist seliger denn nehmen"

Deutschland ist einfach eine Service-Wüste. Es ist zwar oft nicht einfach für einen Verkäufer, sich gegen muffelige, unfreundliche Kunden zu behaupten und trotzdem freundlich zu bleiben. Aber ich wusste doch als ich den Beruf des Verkäufers ergriffen habe, dass es viele A-Loch-Kunden gibt und meine Aufgabe als Verkäufer ist es doch, trotzdem mein Gesicht, mein Lächeln und meine Freundlichkeit zu wahren. Damit nehme ich meist dem miesesten Kunden den Wind aus den Segeln. Nur wird m.E. von den Abteilungsleitern viel zu wenig auf das freundliche Gesicht des Personals Wert gelegt. Das heisst natürlich nicht, dass sich ein verkäufer alles von den Kunden gefallen lassen muss - bei Unverschämtheiten darf auch er höflich aber bestimmt sich das verbitten.
Bevor jetzt jemand sagt, 'Alles graue Theorie!' - ich bin zwar hauptberuflich Schauspieler und Puppenspieler, arbeite jedoch noch zusätzlich im Verkauf und habe in der Vergangenheit schon als Propagandist und bei der Telecom-Auskunft gearbeitet - weiss also von beiden Seiten Bescheid.
Des Weiteren kommt das schlechte Bild des Verkäufers auch von der Tatsache, dass es Fachverkäufer kaum noch gibt, die kann sich kaum ein Geschäft/Kaufhaus mehr leisten. Deshalb hat man als Kunde auch immer öfter den Eindruck, das Verkaufspersonal habe von den Dingen, die sie verkaufen keine Ahnung. Dann gibt (oder gab) es auch in einigen Kaufhausketten die merkwürdige Anweisung, den Kunden nicht zu lange zu bedienen, sondern Ihnen nur den Weg zur Ware zu weisen, wer sich zu intensiv mit einem Kunden beschäftigte bekam Ärger. - Also wurde ein schlechtes Image geschaffen von 'Oben'. (Diese Praxis habe ich selbst erlebt)
Fazit: Verkäufer und Kunde sollten sich bemühen, freundlich und korrekt miteinander umzugehen; für beide gilt: Habe ich auch schlechte Laune, muss ich die nicht an Menschen auslassen, die nichts dafür können. Ein kleines Lächeln wirkt auf beiden Seiten Wunder. Und ein Zusatz für das Verkaufspersonal: Ein Lächeln tut nicht weh und macht jeden Menschen attraktiv. Zur Efüllung meines Verkaufsberufes gehört ein freundliches Gesicht dazu - dafür werde ich bezahlt (oft mies - aber das steht auf einem anderen Blatt)
Rolf u. Högemann am 29. April 2007 00:16 Zusatz - oft hat man auch den Eindruck, dass deutsche Kunden sich oft auch nicht helfen lassen möchten - vielleicht aus der Angst "Die wollen mir ja doch nur was andrehen, was schlecht ist oder was ich gar nicht haben will." WallMArt hatte z.B. das amerikanische Prinzip versucht, den Leuten Ihre Einkäufe in die Tüten einzupacken - die meisten wollten das gar nicht! Und in USA geht esfast nicht ohne.
neurodoc am 29. April 2007 00:17 Das ist mal eine schöne und ehrliche Antwort!
Rolf u. Högemann am 29. April 2007 00:27 Dankeschön.
Edgar Niklaus am 29. April 2007 14:45 Mein Dank für diese ehrliche Antwort

Und bei meinem Partner ist das genau umgekehrt - so haben wir uns beide in der 'Mitte' getroffen und es läuft gut. Ausserdem muss ich drei Viertel des Jahres früh raus - zwischen 7:30 und 9:00 - je nach Auftrittsort, und dann muss ich einfach früh munter sein, auch wenn's schwerfällt.

Auf der Liste fehlt leider auch Musical, deshalb

Ich bin auch eine Schlafratz - Wenn man mich lässt schlafe ich auch gerne einmal 12 Stunden. Da man mich aber meistns nicht lässt werden es dann ca. 6 - 7 Stunden.

Weil man ohne Trainer, ohne korrekte Anleitung fast alles falsch machen kann. Schau Dir doch einmal die Leute an, die nur einen Stic benutzen, oder die beide nur wie ein Paar Krücken benutzen anstatt voll auszuschwingen. Die hatten garantiert auch keine fachkundige Anleitung.

Menes Wissens nicht - diese Frösche stehen unter naturschutz - auch wenn sie den Nachbarn nerven.
Sind Frösche gern gesehene Teich-Gäste? Das Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG schützt auch Frösche: Wenn sie quaken wollen, dürfen sie das gesetzlich auch. Aber: Es gibt sogar eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs z.B. über quakende Frösche, deren Konzert mit 64 dB(A) den Richtwert von 35 dB(A) übersteigt.
Auch Frösche in einem künstlich angelegten Gartenteich sind nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 Anlage 1 BArtSchVO geschützt. Dies gilt auch für solche, die dort ausgesetzt worden sind. Zivilgerichte müssen bei Lärmbelästigung des Nachbars prüfen, ob eine Ausnahmegenehmigung nach BNatSchG in Betracht kommt. Bei einem abschlägigen Bescheid ist keine Abwehr gegen den Lärm möglich.