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Diese Liste enthält alle Antworten von Albrecht, die von Fragestellern als die hilfreichsten Antworten auf ihre Fragen ausgezeichnet wurden.

Entnazifizierung von Russland

anonym
beantwortet von Albrecht am 1. Dezember 2009 00:23
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Anscheinend geht es um die Entnazifizierung in Deutschland, die von der Sowjetunion in der sowjetischen Besatzungszone (SBZ) betrieben worden ist. Sie begann mit Kriegende (8. Mai 1945 und dauerte offiziell bis zu den Auflösungen der letzten Berufungskommissionen (10. April 1948).

Zunächst gab es unmittelbar nach Krieg einen großen Konsens über die Entnazifizierung und eine Abrechnung mit Untaten von Nationalsozialisten stand im Vordergrund. Dann benutzen Kommunisten (KPD bzw. SED und sowjetische Verwaltung) die Entnazifizierung als Mittel für ihre Machtergreifung. Schließlich wird die Entnazifizierung zu einem politischen und wirtschaftlichem Hindernis und eingestellt. Zeitphasen:

1) Mai –Juli 1945: Abwarten auf allgemeine Direktiven, Aktionen auf unterster Ebene in Teilbereichen und gegen Einzelpersonen

2) August 1945 – November 1946: Potsdamer Konferenz und Schaffung einer Landesverwaltung; Länder- und Provinzialverwaltungen übernehmen die Entnazifizierung, Höhepunkt der Entlassungswelle im öffentlichen Dienst, Enteignungen in Landwirtschaft und Industrie

3) Dezember 1946 – August 1947: strenge Durchführung der Entnazifizierung auf der Grundlage der alliierten Kontrollratsdirektive Nr. 24 vom 12. Januar 1946, auf Landes- und Kreisebene Bildung von Entnazifizierungskommissionen für die kommunalen Verwaltungen und für Industrie und Handel

4) August 1947 – März/April 1948: Bestimmungen zur Einschränkung der bürgerlichen Rechte ehemaliger NSDAP-Mitglieder durch Befehl Nr. 201 der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) aufgehoben, einheitliche Kommission in den Stadt- und den Landkreisen statt unterschiedlicher regionaler Kommissionen (Zentralisierung), Verurteilung durch deutsche Gerichte, SMAD-Befehl Nr. 35 vom 25. Februar 1947 zur Auflösung der Kommissionen (Einstellung der Tätigkeit zum 10. März 1948, Fristende für Berufungsverfahren 10. April 1948)

Neben Nationalsozialisten kamen in unter Führung des sowjetischen Geheimdienstes eingerichtete Speziallager (Z. B. Buchenwald und Sachsenhausen) auch andere politische Gegner. Der politischen Integration ehemaliger Nationalsozialisten diente die im Mai 1948 gegründete National-Demokratische Partei Deutschlands (NDPD), eine der Blockparteien. Auch die SED nahm ehemalige NSDAP-Mitglieder auf.

Informationen: http://www1.bpb.de/themen/A898EE,2,0,DemokratisierungdurchEntnazifizierungundErziehung.html

Kommentar von Albrecht am 1. Dezember 2009 00:24

Warum werden immer nur die oberen Antworten bewertet

anonym
beantwortet von Albrecht am 4. Mai 2008 19:57
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Die Antworten haben keine feste unveränderliche Reihenfolge. Das Problem ist also (genauer formuliert), warum nach einer gewissen Zeit oben stehende Antworten weitere Bewertungen erhalten und weiter unten stehende zum Teil unbeachtet bleiben oder wenigstens keine Bewertung mehr bekommen.

Mögliche Ursachen sind:

  • schnelles Weitergehen zu den jeweils neuesten Fragen: die zuerst geschriebenen Antworten werden von den meisten gelesen, spätere haben geringere Aussichten auf Beachtung.

  • Bequemlichkeit und Herdentrieb: anscheinend nehmen nicht alle den Zeitaufwand und die geistige Anstrengung auf sich, alles sorgfältig durchzulesen, darüber nachzudenken und ein eigenständiges Urteil zu treffen. Vor allem bei einer großen Anzahl von Antworten mit viel Text dauert dies lange und erfordert ein Heruntergehen, weil nicht alles gleichzeitig auf dem Bildschirm ist. Dann scheint teilweise eine Neigung aufzutreten, sich schon vergebenen Bewertungen anzuschließen, in der Annahme, die oben stehenden Antworten seien im Gegensatz zu den anderen besonders gut und hilfreich und mit ihnen sei schon alles Wichtige gesagt.

  • Sympathieklicks: manche Mitglieder bekommen eher Unterstützung durch Sympathisanten, vor allem wenn diese hier häufiger und länger unterwegs sind. Dies fällt vor allem auf, wenn sehr ähnliche Antworten zu ungefähr der gleichen Zeit gegeben werden, aber die Bewertung stark abweicht.

  • Qualität der Antworten: Wenn einige Antworten besonders gut sind, überzeugen sie mehr als andere, in denen eventuell auch sachliche Fehler oder schlechte Ratschläge stehen.

  • ausbleibende Reaktion der Fragenden: offenbar kennen sich manche nicht mit den Funktionen bei gutefrage.net und ihrem Sinn aus, mögen sich leider nicht mit einer Bewertung für hilfreiche Antworten bedanken oder lesen sie gar nicht mehr.

Wenn ich mich für eine Frage interessiere, lese ich zuerst alle Antworten (einschließlich sich darauf beziehender Kommentare), weil ich dann auch alle Hinweise und Überlegungen kennenlernen möchte. Wenn ich etwas beurteilen kann, gebe ich dann auch Bewertungen, wobei diese auch an weiter unten stehende Antworten gehen können.

Die mir auch schon manchmal aufgefallene fehlende Anerkennung weiter unten stehender Antworten trotz guter Qualität und neuer Ideen ist nicht fair. Die Bewertung soll eine Empfehlung der Antworten darstellen und an hilfreichen Ratschlägen reiche, richtige, gut durchdachte und ausführliche Antworten sollten möglichst weit oben stehen.

Eine umfassende Veränderung ist wahrscheinlich schwierig zu erreichen. Zumindest das eigene Verhalten bleibt zu einem kleinen Gegensteuern.

abgestimmt für: Ich beachte alle
Kommentar von 0d5afc82958b89bf08461d15890cf408smallSwisslady am 4. Mai 2008 20:23

DH - bin erneut beeindruckt von deinen ausführlichen Gedanken.

Kommentar von 344c7f33ec5d90c2b730c1352202a760smallschurke am 4. Mai 2008 21:00

dito

Albrecht hat mal wieder alles gesagt. DH

Kommentar von 2d62e212e80cd97d781296c2d1fa7227smallRaccoon am 4. Mai 2008 21:58

Ich sehe zahlreiche meiner Gedanken in Buchstabenform :)
Du hast nur eine Sache noch vergessen - manche User hier besitzen mehrere Accounts, die sie dazu nutzen, sich selbst mit DH zu belohnen. Bislang kenn ich drei, aber da werden wohl noch mehr sein.


Warum hat Bismarck auf die "Demütigung" Österreichs verzichtet?

anonym
beantwortet von Albrecht am 3. Dezember 2009 23:35
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Preußen hatte im Krieg gegen Österreich 1866 durch den Sieg in der Schlacht bei Königgrätz einen entscheidenden Erfolg erreicht. Die Friedensbedingungen im Vorfrieden von Nikolsburg und im Frieden von Prag boten die Möglichkeit, die von Preußen angestrebte Lösung der Frage der Einheit Deutschlands zu verwirklichen. Der Deutsche Bund wurde aufgelöst. Österreich stimmte einer Neugestaltung Deutschlands ohne Beteiligung Österreichs zu. Es anerkannte die Bildung eines Bundes nördlich der Mainlinie (Norddeutscher Bund) mit preußischer Führungsrolle. Er erlaubte einen freiwilligen Anschluss der süddeutschen Staaten an diesen Bund. Damit gab es von österreichischer Seite freie Hand für einen deutschen Nationalstaat (deutsche Einheit mit Preußen als Vormacht, die kleindeutsche Lösung).

Preußen annektierte Schleswig-Holstein, Hannover, Hessen-Kassel (Kurhessen), Nassau und Frankfurt. Österreich trat Venetien an Italien ab.

König Wilhelm I. und einige preußische Militärs haben durchaus an weitergehende Forderungen gedacht. Dies waren weitergehende österreichische Gebietsabtretungen, Geldzahlungen und siegreicher Einzug in die Hauptstadt Wien (ein Triumph mit wehenden Fahnen und klingendem Spiel hätte sicherlich Gefühle verletzt). Otto von Bismarck, preußischer Ministerpräsident und Außenmister hat weitsichtig auf solche Demütigungen verzichtet und sogar mit Rücktritt gedroht, um sich durchzusetzen.

Österreich hätte den Krieg fortführen können, wenn ihm die Forderungen unerträglich erschienen, und Frankreich (Kaiser Napoleon III.) hätte an seiner Seite militärisch eingreifen können. Auch eine Einmischung Russlands war nicht völlig ausgeschlossen. Bismarck hat bei den Kriegen, die zur deutschen Einheit führten, geschickt andere Staaten herausgehalten.

Österreich blieb im deutsch-französischen Krieg 1870/1 neutral. Das Deutsche Kaiserreich wurde 1871 geschaffen. Bismarck hat wohl auch langfristig gedacht und 1866 mit einem Frieden, der nicht zu stark zur Revanche herausforderte, eine Möglichkeit für ein Bündnis Deutschlands mit der Großmacht Österreich offengehalten.


Wie lautet der folgende lateinische Satz richtig übersetzt?

anonym
beantwortet von Albrecht am 4. Dezember 2009 00:20
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„Keines Mannes Bitten werden bei mir so stark sein (so viel gelten/vermögen/Einfluss haben), dass ich ihm Gift gebe; ich werde zu dieser Sache auch keinen Rat geben.“

„Nullius viri“ ist Genitiv Singular von „nullus vir“. „preces“ ist Nominativ Plural. „valebunt“ ist 3. Person Plural Futur 1 Indikativ Aktiv von dem Verb “valere”. “ei” ist Dativ Singular Maskulinum. „dem“ ist 1. Person Singular Präsens Konjunktiv Aktiv von dem Verb „dare“. „dabo“ ist dazu 1. Person Singular Futur 1 Indikativ Aktiv.

Kommentar von ali4s am 4. Dezember 2009 06:57

Dankeschön. =]


War Indien nach seiner Unabhängigkeit in 1947 direkt eine Demokratie?

anonym
beantwortet von Albrecht am 2. Dezember 2009 02:34
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Indien kann bereits nach der Unabhängigkeit 1947 als Demokratie bezeichnet werden, allerdings mit Einschränkungen.

Es gab eine Verfassunggebende Versammlung (Constituent Assembly), die von den Provinzparlamenten gewählt wurde. Sie war zunächst die Volksvertretung. Es gab eine Übergangsregierung, in der alle Parteien vertreten waren (die Muslimliga verweigerte zunächst ihre Mitwirkung, trat dann aber doch bei).

Bis zum vollständigen Inkrafttreten der Verfassung (1950) gab es aber auch noch viele Fürstentümer, die etwa ein Drittel des indischen Gebietes umfassten.


wieviel wert legt ihr auf schulnoten oder auch bewertungen durch andere?

anonym
beantwortet von Albrecht am 2. Dezember 2009 01:38
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Ein Wunsch nach Anerkennung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Eine Wertschätzung durch andere ist angenehm. Allerdings kommt es auch darauf an, wie nahe einem Personen stehen oder wie deren Urteilskraft in Hinsicht auf etwas eingeschätzt wird. Ein Urteil, das durch gute Begründungen untermauert ist und an Beispielen erläutert wird, hat mehr Gewicht als eine Meinung ohne weitergehende Argumente. Sich auf übertriebene Schmeicheleien etwas einzubilden, ist eher Zeichen von Charakterschwäche.

Neben Leistungen gibt es auch anderes, was an einer Person liebenswert sein und Wertschätzung verdienen kann. Es ist nicht gut, sein Selbstwertgefühl völlig von Leistungsbeurteilungen und Zustimmung durch andere abhängig zu machen.

Schulnoten betreffen einen beschränkten, aber nicht unwichtigen Ausschnitt. Dabei besteht ein Wunsch nach fairer Beurteilung. Noten (nicht unbedingt jede einzelne) können Zugangschancen beeinflussen (Zulassung zum Studium, Ausbildung, Bewerbung um eine Arbeitsstelle). Wenn es darauf ankommt und durch eigenen Einsatz (Fleiß, Konzentration, sinnvolle Lernmethoden) realistische Erfolgsaussichten bestehen, die benötigten guten Ergebnisse zu erzielen, ist ein Versuch lohnenswert. Auch wenn es weniger gut ausgeht als erhofft, kann man zu sich selbst sagen, sich ausreichend bemüht zu haben.

abgestimmt für: anders

Was hat der alte Fritz mit dem 21.3.1933 zu tun?

anonym
beantwortet von Albrecht am 2. Dezember 2009 20:46
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Friedrich II. („der Große“), auch der Alte Fritz genannt (1712 - 1786) war König von Preußen, nicht Kaiser.

Er hat die Kirche in der preußischen Garnisonsstadt Potsdam für seine Soldaten als Ruhestätte und zur geistigen Einschwörung auf den Militärdienst genutzt.

Die Nationalsozialisten wollten sich mit der Einberufung des neugewählten Reichstages beim „Tag von Potsdam“ als legitime Fortführer einer preußischen Tradition darstellen, wie sie in im Bewußtsein vieler Menschen der deutschen Bevölkerung vom alten Fritz in herausragender Weise vertreten wurde. Bei aller Veränderung wurde eine Geborgenheit in der Geschichte suggeriert.

http://de.wikipedia.org/wiki/TagvonPotsdam: „Der Tag von Potsdam (früher auch Tag der nationalen Erneuerung) am 21. März 1933 war eine Inszenierung der Nationalsozialisten anlässlich der Einberufung des neuen Reichstages in Potsdam.

Die Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde dabei in einen preußisch-deutschen Zusammenhang gesetzt, womit man weiteren Rückhalt im In- und Ausland gewinnen wollte.

[…]

Das Programm sah für den Reichspräsidenten und die evangelischen Abgeordneten einen Gottesdienst in der Nikolaikirche vor, für die katholischen einen in der katholischen Stadtpfarrkirche und, nach einem Triumphmarsch durch die Stadt, einen anschließenden Festakt in der Garnisonkirche. Im Rundfunk wurde das Geschehen in voller Länge übertragen. Zudem sorgten Übertragungen bei lokalen Veranstaltungen dafür, dass auch Bürger, die kein Rundfunkempfangsgerät besaßen, das Ereignis verfolgen konnten.

Der eigentliche Anlass des Tages, die Eröffnung des neuen Reichstages, war den Reden und Inszenierungen des Tages untergeordnet. Nach den umfangreichen Festgottesdiensten kam es vor der Garnisonskirche zu der Begegnung des Reichskanzlers Adolf Hit[…]mit dem Reichspräsidenten Paul von Hindenburg, sie sollte den Höhepunkt des Tages darstellen. Dabei verbeugte sich Hit[…] – in ziviler Kleidung, sein einziger Auftritt in Cut und Zylinder – tief und unterwürfig vor dem Reichspräsidenten. Anschließend gaben sie sich die Hand.

Die Hoffnung der Nationalsozialisten bestand darin, mit dem Tag von Potsdam einen symbolischen Fortlauf der Preußisch-Deutschen Geschichte aufzuzeigen, bei dem sich Hit[…] in einer Reihe mit Friedrich dem Großen, Bismarck und Hindenburg präsentieren können sollte. Auf diese Weise wollte man die für das Ermächtigungsgesetz notwendigen Stimmen werben sowie den Rückhalt vom Volk stärken.

Die Stadt Potsdam war dabei bewusst ausgewählt worden. Sie sollte als ehemalige Residenzstadt der preußischen Könige Sinnbild eines glorifizierten Deutschlands früherer Tage sein, an welches das NS-Regime nun vorgab anknüpfen zu wollen. Der 21. März bot sich an, weil sich im Jahr 1871 an diesem Datum der erste Reichstag des deutschen Kaiserreichs konstituiert hatte. Die Veranstaltung gilt als die erste größere Inszenierung des Propagandaministers Joseph Goebbels.

Mit der Geste zwischen dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler sollte sich Hit[…] demonstrativ dem populären Kriegshelden und Landesvater, und damit zugleich auch dem hier hervorgerufenen Geschichtsbild, unterordnen. Die Geste an sich hatte außerdem die Funktion, der DNVP, deren Sinnbild Hindenburg war, weiterhin anzudeuten, dass sie Hit[…] kontrollieren könnte. Zudem wurde der ehemalige Gefreite Hit[…] durch die mit dem Handschlag angedeutete Anerkennung Hindenburgs auch für das Militär als späterer Heerführer denkbar. Den bürgerlichen Schichten, die durch das radikale Auftreten Hit[…]s verunsichert worden waren, wurde suggeriert, dass immer noch Hindenburg der eigentliche Herr im Staat sei und von Hit[…] keine Gefahr ausginge.“

Kommentar von D7cac4caa561b1412f5300c9592539f2smallcompu60 am 2. Dezember 2009 22:51

Friedrich Wilhelm I wurde dort begraben, keine Soldaten.

Kommentar von Albrecht am 3. Dezember 2009 02:54

Die Berichtigung stimmt, 1740 wurde er in der Gruft beigesetzt, 1786 auch Friedrich II. (der erst sehr viel später wie in seinem Testament bestimmt beim Schloss Sanssouci beigesetzt wurde).


Bei 300 verloren die Spartaner ja. Am Schluss sieht man nur noch.....

anonym
beantwortet von Albrecht am 1. Dezember 2009 23:03
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Ein Kern der Handlung ist geschichtlich richtig. Dies kann in jeder Geschichtsdarstellung zu den Perserkriegen nachgelesen werden. Die Hauptquelle zu dieser Zeit ist der griechische Geschichtsschreiber Herodot. Ein verhältnismäßig kleines griechisches Heer, darunter 300 spartanische Hopliten, kämpfte unter Führung des spartanischen Königs Leonidas gegen ein an Zahl weit überlegenes persisches Heer unter Führung des Perserkönigs Xerxes in der Schlacht bei den Thermopylen (480 v. Chr.), einem Engpass. Die Griechen haben zunächst mehrere Angriffsversuche zurückgeschlagen und den Persern Verluste zugefügt. Das persische Heer unternahm aber einen Umgehung über einen Weg, den ihm der Grieche Ephialtes (in der Überlieferung kein Spartaner) gezeigt haben soll. Die meisten Griechen zogen sich zurück. Die Spartaner, Thespier und Thebaner (die Thebaner aber nach Herodot unfreiwillig und sie kämpften nicht bis zum Ende) blieben. Leonidas ist im Schwertkampf gefallen, aber nicht als letzter Spartaner.

Der Spartaner Aristodemos kehrte nach Sparta zurück, krank oder als Kundschafter ausgeschickt. Er wurde verachtet, stellte aber sein Ansehen durch tapferen Kampf (bis zu seinem Tod) in der Schlacht von Plataia (479 v. Chr.) her. Diese war eine Entscheidungsschlacht, in der die Griechen angeführt vom Spartaner Pausanias über die Perser siegten (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/SchlachtvonPlataiai).


Was ist der Zusammenhang von dem preis der Bücher (früher, um 14hundert) und ihrer verbreitung?

anonym
beantwortet von Albrecht am 12. November 2009 19:15
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Um 1400 war in Europa der Buchdruck mit beweglichen Lettern und Einsatz einer Druckerpresse noch nicht erfunden (erst um 1450 von Johannes Gutenberg). Bücher wurden mit Hand geschrieben. Neben Buchproduktion durch Mönche in Klöstern gab es seit etwa 1200 auch kommerzielle Buchherstellung in Ateliers. Die Buchherstellung dauerte lange und die Anzahl der Exemplare war geringer. Der Preis war daher hoch und die Verbreitung nicht sehr groß. Die meisten Menschen konnten sich so etwas gar nicht leisten. Besonders kostbar waren prachtvolle Handschriften, die besonders verziert waren (Buchmalerei).

Kommentar von 15a703cdd3f7942388f5408400fc8e80smallriara am 13. November 2009 06:07

Dazu sollte man noch ergaenzen, das die meisten Buecher in lateinisch oder altgriechisch vorlagen (das gilt uebrigens auch fuer die Bibel!) und selbst die wenigen die Ihre Landessprache lesen konnten, waren diesen Sprachen nicht maechtig. Der Klerus hatte als einziger ein Heer von ausgebildeten Schriftgelehrten und selbst Koenige konnten vielfach weder lesen noch schreiben. Die Entstehung der ersten Universitaeten aus dieser Zeit aenderte das, obwohl auch hier nur Soehne der Adligen und Moenche/Priester in den Genuss einer solchen Ausbildung kamen...


kann man sich bei etwas 100% sicher sein?

anonym
beantwortet von Albrecht am 18. November 2009 21:33
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100-prozentige Sicherheit gibt es in der Logik (z. B. die Gültigkeit des Satzes vom Widerspruch, auch wenn sogar diesen einige – allerdings ein überhaupt nicht überzeugender Versuch - anzweifeln).

Selbstverständlichkeiten oder etwas, das sich aufgrund von gut nachgewiesenen Naturgesetzen vollzieht, können Grundlage für Entscheidungen mit eindeutiger Überzeugung sein (zumindest in Bezug auf die Prognose, was in einem Fall geschehen wird).

Oft ist aber nur eine mehr oder weniger große Wahrscheinlichkeit erreichbar, die außerdem nicht exakt zu berechnen ist. An Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit gibt es nur bei einem verhältnismäßig kleinen Anteil an Fällen.

Wenn ein Handeln keine schwerwiegenden Folgen hat, ist eine nähere Überprüfung der Wahrscheinlichkeit auch weniger wichtig. Ein rasches Überschlagen oder einfach nur geistige Wachheit sind ausreichend. Sonst kämen Menschen bei einfachen Alltagstätigkeiten kaum voran.

Große Bedeutung hat die Einschätzung, wenn in den Auswirkungen große Risiken enthalten sind. Über diese kann es unterschiedliche Erwartungen geben. In der Entscheidungstheorie sind eine Anzahl an Regeln überlegt worden.

Die pessimistische Maximin-Regel betrachtet das jeweils ungünstigste Ereignis, das bei Wahl einer bestimmten Handlungsalternative eintreten kann, und wählt die Alternative mit dem noch verhältnismäßig besten Ergebnis im ungünstigsten Fall.

Die optimistische Maximax-Regel beurteilt eine Handlungsalternative nach günstigstem Ergebnis, das eintreten kann, und wählt die Alternative mit dem besten Ergebnis im günstigsten Fall.

Beide Regeln haben deutlich bemerkbare Schwächen und daher gibt es eine Reihe von Modellen mit Kompromissen.

Ein 100%ig sicheres Gefühl ist nicht erforderlich (1000%ig gibt es nicht wirklich und alles über 100% ist ein Tippfehler oder eine Übertreibung zu rhetorischen Zwecken). Wo der freie menschliche Wille beteiligt ist, sind keine völlig sicheren Vorhersagen möglich.

Menschen sind nicht vollkommen und können sich irren. Möglich und bei wichtigen Entscheidungen mit langfristigen Auswirkungen ratsam ist eine sorgfältige Abwägung, Einsatz von Klugheit und Phantasie, genaue Beobachtung, Sammeln der relevanten Informationen und gründliches Nachdenken. Eine Blickverengung sollte vermieden werden. Dabei können Sichtweisen und Ratschläge anderer Personen helfen, auch ohne diese einfach zu übernehmen.

abgestimmt für: eher weniger


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