Frage von allie54321, 52

Zwischen welchen Atomen kann es zur Ausbildung von Elektronenpaarbindungen kommen?

      

Expertenantwort
von mgausmann, Community-Experte für Chemie, 52

Eine Möglichkeit um den Charakter einer Bindung abzuschätzen (Ionenverbindung oder kovalent) ist z.B. das sogenannte HSAB-Konzept:
https://de.wikipedia.org/wiki/HSAB-Konzept

Das ordnet die Lewis-Basen (bei den Ionenverbindungen entspräche das den Anionen) und Lewissäuren (vgl. Kationen bei Ionenverbindungen) nach ihrer Härte. Die Härte einer Lewis-Säure/Base beschreibt deren Polarisierbarkeit. Iod ist z.B. das Paradebeispiel einer weichen Lewis-Base, da die große Elektronenhülle gut zu polarisieren ist.

Wenn man nun weiche Lewissäuren mit weichen Lewis-Basen verbindet, ist die Verbindung tendenziell eher kovalent. Hart-hart meist eher ionisch.

LG
mgausmann

Expertenantwort
von vach77, Community-Experte für Chemie, 40

Die Elektronenpaarbindung ist eine Bindung zwischen zwei Nichtmetallen.

Außer den Halogenen gibt es als Nichtmetalle die Elemente H, C, N, O, P und S.

Kommentar von mgausmann ,

Ne. Das ist Quark.

Eine Elektronenpaarbindung ist nicht nur zwischen Nichtmetallen. Denk an all die Metallorganyle, oder wie 2-3 Fragen drunter schon genannt Dinatrium, Dilithium o.ä.

Die Elektronenpaarbindung ist auch keinesfalls so definiert. Das scheint echt ein hartnäckiges Gerücht zu sein -.-

Kommentar von vach77 ,

Ne. Das ist Quark

Diesen Einstieg in den Kommentar von Dir zu meiner Antwort verbitte ich mir.

Wenn die Fragestellerin nach Atomen fragt, zwischen denen eine Elektronenpaarbindung möglich ist, dann ist meine Antwort für sie bei ihrem von mir angenommenen Kenntnisstand in der Chemie sicher ausreichend.

Es kann natürlich sein, dass sie mit Deiner Antwort und den Zusatzinformationen in Deinem Kommentar viel besser bedient ist, aber dann ist sie schon viel weiter als Schüler der Sek I.

Kommentar von mgausmann ,

Das sollte kein persönlicher Angriff sein, falls das so rübergekommen sein sollte, tut es mir leid.

Nach der Diskussion bei der anderen Frage finde ich es einfach nur schade, dass durch solche Aussagen einfach ein ganzer Fachbereich der Chemie unterschlagen wird. Klar sollte man sagen, dass in der Regel kovalente Bindungen zwischen Nichtmetallen auftreten. Aber nach den Antworten in der anderen Frage scheint es überall so angekommen zu sein, als wäre eine Elektronenpaarbindung so definiert und das ist sie nunmal nicht. Und solche Definitionen bleiben nunmal in den Köpfen hängen.

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