Frage von anonym0788, 49

Zwingende Wiedereingliederung?

Hallo ihr lieben, ich versuche mich kurz zu halten.. Mein Freund hatte im vergangenen Jahr einen schweren Autounfall und erlitt ein SHT 3. Grades. Nun soll er plötzlich nach einer von der DRV angeordneten Reha nächste Woche in die Wiedereingliederung starten. Die Tests die er dort machen musste, hat er alle ganz gut gemeistert und deswegen wäre er ja wieder fit genug. Leider ist dem noch überhaupt nicht so. Wir beide empfinden das definitiv für verfrüht und sind der Meinung das ihn das wieder um einiges zurück werfen würde. Was bzw können wir etwas tun um die Wiedereingliederung zu verzögern? Ich danke euch für eure Hilfe

Antwort
von Messkreisfehler, 35

Dann soll ers probieren und wenns nicht geht ab zum Arzt.

Großartig "Verschieben" kann er die Wiedereingliederung nach einem Gutachten durch die DRV eh nicht mehr, die werden jetzt Druck machen.

Kommentar von anonym0788 ,

Druck ist ja aber genau das Falsche Mittel, er ist mit allem schnell überfordert und gibt sich schon bei Kleinigkeiten geschlagen. Ich meine, ich bekomme das ja nun Tag für Tag mit. Wir müssten uns dann also wieder mit der DRV "auseinander setzen "?

Kommentar von Messkreisfehler ,

Druck ist ja aber genau das Falsche Mittel, er ist mit allem schnell
überfordert und gibt sich schon bei Kleinigkeiten geschlagen.

Das ist aber zurecht nicht Problem des Leistungsträgers von dem er aktuell Geld bezieht. Die DRV prüft bei der Begutachtung ob er arbeitstauglich ist oder nicht, wenn sie zu dem Entschluss kommt dass eine Wiedereingliederung möglich ist, dann wird die sich hier auch nicht auf eine "Verschiebung" einlassen.

Antwort
von rotweinfan67, 39

Dafür ist die Wiedereingliederung in das Berufsleben da. So hat er während dieser einen Schutz . Wiedereingliederung gilt immer noch Als Krankenstand. Sollte er massive Körperliche Probleme bekommen unbedingt wieder zum Arzt gehen. 

Kommentar von anonym0788 ,

Körperlich ist er vollkommen in Ordnung. Der Kopf macht leider so gar nicht mehr mit. 

Kommentar von rotweinfan67 ,

Hört sich an als hätte er Depressionen? Mit Hausarzt abklären ob Psychologische Hilfe in Anspruch genommen werden kann.

Kommentar von anonym0788 ,

Depression im Anfangsstadium würde ich auch sagen. Was noch dazu kommt, ist sein Gedächtnis. Das Kurzzeitgedächtnis ist extrem in mitleidenschaft gezogen wurden. Er kann sich gewisse Dinge keine 15 Minuten merken. Die Konzentration und Geduld sind vollkommen hinüber.. 

Meine Befürchtung ist wirklich das er gerade Wegs in eine Depression übergeht, wenn er merkt das ihn das überfordert.

Kommentar von rotweinfan67 ,

Wie lange liegt eigentlich die Reha zurück und war diese Ambulant oder Stationär?

Kommentar von anonym0788 ,

Er hatte nach dem Unfall 2 Wochen im Krankenhaus gelegen und wurde dann für knapp 5 Monate in eine Reha geschickt. Dann war er eine Zeit zu Hause und war dann Mitte Juli für 3 Wochen in der Reha, die ihm die DRV verordnet hat. Danach hatte ihn sein Neurologe noch zu einer anderen Ärztin geschickt, die ebenfalls Tests gemacht hat und auch nach diesem noch mit mir (als seine Lebensgefährtin) sprechen wollte, da ich ihn am besten einschätzen kann und es miterlebe.. Dazu kam es jetzt aber noch nicht. Denn dieser Termin liegt erst wenige Tage zurück. 

Kommentar von rotweinfan67 ,

Es ist immer die DRV die eine Reha bewilligt . Verordnen tut dies gewöhnlich das KH oder der behandelnde Arzt. Allerdings wenn die Reha Einrichtung ihn entlässt ( in der Regel als nicht Arbeitsfähig ) so liegt es eigentlich meines Wissens im Ermessen des Behandelten Arztes bzw des Patienten ob man wieder Arbeiten kann. Denn sowohl der Arzt als auch der Arbeitgeber muß  der Zeitlich angegebenen Wiedereingliederung zustimmen. Meist angefangen bei 2 Stunden bis hin zu Vollzeit nach ca 6- 8 wochen. Kostenträger bleibt in jeden Fall die DRV. 

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