Frage von 93Socke, 104

Genehmigt die Krankenkasse eine zweite Psychotherapie nach einem Jahr?

ich habe meine Psychotherapie nach etwa 50 Sitzungen im September 2014 abgeschlossen. Allerdings haben mir die Sitzungen kaum was gebracht und möchte es nochmal versuchen. Wird mir dir Krankenkasse die 2 Therapie, wenn ich meine erste bereits vor einem Jahr abgeschlossen habe?

Antwort
von Seanna, 87

Nach der letzten Therapie müssen 2 Jahre ohne Therapie vergangen sein. Dann kannst du einen erneuten Antrag stellen.

Antwort
von TRichter1956, 98

In den Antworten hier sind mehrere Fehler: 1. "Therapiepause" ja/nein (und damit zu Deiner Frage): Das ist ein bisschen komplizierter. Man kann in der Tat auch nach kürzerer Zeit als 2 Jahre eine neue Therapie beantragen - aber: In der Regel (!) gilt dann, dass das nur mit einem Bericht an den Gutachter möglich ist. Da die meisten Therapeuten bei Neupatienten aber keinen solchen Bericht schreiben müssen, bist Du damit als Neupatient sozusagen "unattraktiv". Jetzt noch ein "aber": Man kann versuchen, mit der Krankenkasse darüber zu verhandeln. Ich habe schon mehrere Fälle gehabt, in denen Patienten es geschafft haben, dass Krankenkassen zugestimmt haben, auch ohne neuen Bericht innerhalb der 2-Jahresfrist eine neue Therapie zu bewilligen. 2. Ein "zugelassener Arzt" oder Neurologe oder sonst jemand kann keine Therapie "verschreiben" (Procter liegt da falsch!). Über eine neue Therapie entscheidet ausschließlich der behandelnde Psychotherapeut (Psychologischer oder ärztlicher), niemand sonst!

Antwort
von becks2594, 80

Ein Gutachter entscheidet in solchen Fällen, ob eine weitere Therapie genehmigt wird, auch wenn letztere noch keine zwei Jahre zurückliegt. Mein Therapeut konnte dies erwirken. Jedoch kann das Gutachten auch negativ ausgehen.

Antwort
von Procter74, 99

50 ? War das eine Psychoanalyse oder ging das über mehrere Jahre? Psychotherapie kann man sich vom Neurologen verschreiben lassen. Dann sollte es die Kasse auch zahlen! 50 Stunden die Dir nichts gebracht haben, das sollte Deine Krankenkasse eher nicht wissen! Ich würde die Kasse fragen, aber nicht sagen "..es hat mir bisher nichts gebracht..!" Wenn ein zugelassener Arzt es Dir verschreibt, dann übernehmen die Kassen das eigentlich!

Kommentar von 93Socke ,

etwa 1,5 Jahre ne ganz normale Gesprächstherapie

Kommentar von Procter74 ,

Wie gesagt, wenn es Dir verordnet wird von einem Arzt, dann fragen die Kassen nicht lange ob das notwendig ist oder nicht!

Kommentar von 93Socke ,

aber könnte es auch am Psychotherapeuten liegen, dass die Therapie zu keinem Erfolg führen?

Kommentar von Procter74 ,

Was sagt Dir Dein Gefühl? Es ist schwierig zu beurteilen! Konntest Du gut mit ihm/ihr sprechen? Hattest Du das Gefühl verstanden zu werden? Dann mach weiter! Hast Du Zweifel dann nimm einen anderen! Die "Gefahr" an den "falschen" zu kommen besteht immer! Es kann auch gut sein das Du auf eine Warteliste kommst bis zum Termin, die Therapeuten sind ziemlich überfordert!

Kommentar von 93Socke ,

ja habe heuer einen Termin, aber über die Therapeutin wird nicht nur Gutes im Internet geschrieben, deswegen bin ich momentan etwas skeptisch mich an diesen Psychologen zu wenden.

Kommentar von Procter74 ,

VERGISS die Bewertungen von Therapeuten oder Ärzten im Internet! Es wird immer Leute geben die an einem Arzt oder Therapeuten etwas auszusetzen haben!...und wenn es nur die Wartezeit in der Praxis ist! Mach Deine eigenen Erfahrungen! Ich selbst habe erst bei der 3. Therapeutin wirklich Fortschritte gemacht, da ging es um Trauerarbeit! Man kann nicht mit jedem über sowas sprechen, das Gefühl entscheidet ob man sich verstanden fühlt! Je nach Problem kann es sehr lange dauern bis man die Fortschritte merkt! Zähle in Gedanken mal auf, was war positiv, was negativ an der Therapeutin!

Antwort
von anjaundco, 103

Hallo,

offiziell gibt es diese Therapiepause ja nicht. 
Hier nachzulesen: http://www.gegen-missbrauch.de/news,144,es\_gibt\_keine\_2\_jahresfrist\_nach\_t...

Es kommt immer darauf an, wie die Therapie von der_dem Therapeut_in begründet wird und an welche_n Gutachter_in es gelangt. Da hat man keinen Einfluss.Kann aber Widerspruch einlegen bei der Krankenkasse, sollte es abgelehnt werden.

Nach einem Jahr stehen die Chancen ganz gut. Zumal du ja auch nicht alle möglichen Stunden verbraucht hast.

Versuche sehr auf dich zu achten bei der neuen Suche. Wenn du in den 5 probatorischen Stunden das Gefühl hast das es nicht passt/ hilfreich ist, dann suche weiter, bis es passt. Das ist grad bei Psychotherapie sehr wichtig. 

Alles Gute!

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