Frage von Lomby, 41

Zweimal Geschlechtsangleichende Operation?

Ich hab eine ziemlich dumme und wahrscheinlich bisschen respektlose Frage (ist auf dieser Seite ja nichts neues xD) Also, kann man 2 mal eine Geschlechtsangleichende Operation machen? Ich weiß zwar nicht, warum man sowas machen will.. aber, wenn man schon mal z.B. von Mann zu Frau umoperiert wurde oder andersrum, könnte man das wieder rückgängig machen? Also wäre das Legal? Bzw würde das ein Arzt machen? Und welche Folgen hätte das dann für die Geschlechtsteile? Müssten dann nicht alle Nerven kaputt sein oder so? Oo

Antwort
von kloogshizer, 41

Man wird ja nicht "neutral" geboren, und das Geschlecht wird einem dann anerzogen, sondern man wird mit einer Art festen Konfiguration geboren was das betrifft. Genauso wie die sexuelle Orientierung kann man das nicht einfach ändern. Man identifiziert sich eben als Frau, als Mann oder als weder Mann noch Frau.

Eigentlich sollte sowas also überhaupt nicht passieren, dass jemand sich zweimal umoperieren lässt, aber es gibt allerlei verrückte Sachen, also sicher auch das. Ich schätze das ist schon so wie du dir das vorstellst, die Geschlechtsteile gehen dann bei jeder Operation natürlich mehr und mehr kaputt. Legal spricht da glaube ich nichts dagegen, und Ärzte wird man wahrscheinlich auch finden. Nur die Krankenkasse wird man nicht überzeugen können, die Kosten zu übernehmen nehm ich an.

Kommentar von Dracona94 ,

Das Geschlecht im Sinne von "gender" wird einem sehr wohl anerzogen, nur das biologische Geschlecht ist von Geburt aus vorhanden.

Kommentar von kloogshizer ,

Naja es wird einem anerzogen wie sich Jungen zu verhalten haben und wie Mädchen, es gibt aber immer wieder biologische Jungen die wie Jungen erzogen wurden, aber schon in frühen Jahren merken dass sie sich in der Rolle nicht wohlfühlen die ihnen zugeschrieben wird, und sich für ganz andere Dinge interssieren als die gleichgeschlechtigen Altersgenossen. Das wird schon bei 5-6 Jährigen bemerkt. Und bei jungen Mädels gibts das umgekehrt natürlich auch.


Ich finde die Vorstellung auch etwas merkwürdig, dass bei so Unterschiedlichen körperlichen Merkmalen, Männer und Frauen keine unterschiedlichen Charakterzüge etc haben sollen. Schon allein hormonell gibt es da ja riesige Unterschiede. Männer sind z.B. viel risikobereiter. Man sieht auch dass sich die Psyche von Frauen ändert, wenn sie Testosteron nehmen. Und das die Einnahme von Oxytocin das Verhalten ändert, ist ja auch bekannt, und Frauen haben davon viel mehr als Männer.

Kommentar von Lomby ,

Danke für die Antwort c: mir ging es ausschließlich ums Körperliche, wie es bei "normalen" Transsexuellen abläuft ist mir bewusst c: Dass man, wenn man als Mädchen in einem Jungenkörper geboren wird, wahrscheinlich überglücklich sein wird wenn man endlich eine Geschlechtsangleichende Operation bekommt, ist logisch. Nur wenn man dann wieder meint "oh ich bin doch ein Typ" und sich dann wieder operieren lässt.. ist unwahrscheinlich xD deswegen hab ich geschrieben "Ich weiß zwar nicht, warum man sowas machen will.."...

Es gibt aber einen Fall, wo ein Mensch in einem Jungenkörper sich zur Frau umoperieren hat lassen, aber dann doch unglücklich war und sich dann die Geschlechtsteile komplett wegmachen hat lassen, die Brüste auch glaub ich... und hat dann gesagt er/sie/es sei ein Neutrum, weil er sich gar keinem Geschlecht angehörig fühlt. War anscheinend ziemlich unentschlossen und unsicher,  was er denn jetzt ist.. also ist es wohl doch nicht soo unwahrscheinlich,  dass jemand ersr von Mann zu Frau und wieder zu Mann wird oder umgekehrt c:

Kommentar von kloogshizer ,

Ja, stimmt, das Geschlecht einer Person ist natürlich nicht so schwarz/weiß, wie es die offizielle Einteilung vorsieht. Natürlich gehören fast alle zu einem Ende dieses "Spektrums", einige befinden sich aber irgendwo dazwischen, und von denen wird dann eben erwartet, dass sie sich entscheiden. Sie haben ja auch im Personalausweis stehen, "was" sie sind, bei Versicherungen müssen sie es angeben, Toiletten, Umkleideräume, usw. überall wird unterschieden.

Es sind vermutlich einfach zu wenige als dass man sich für deren Belange ernsthaft interessiert, aber eigentlich ist das diskriminierend... Ein permanentes "Dich gibts überhaupt nicht".

Da ist es kein Wunder, dass auch soetwas passiert, wie du es beschrieben hast.

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