Frage von thomasdermann80, 111

Zweifel an eigenem Glauben?

Ich bin gläubiger Christ, zweifel in letzter Zeit allerdings immer öfter an meinem Glauben. Ich bin kein guter Christ, das sage ich direkt vorweg. Ich bemühe mich, in Alltagssituationen gute Dinge zu tun (anderen Leuten die Tür aufhalten u.Ä.), mache aber oft Dinge, die man bei strengen Gläubigen wohl als Sünde bezeichnen würde. Trotzdem glaube ich an Gott, ich habe nie daran gezweifelt, dass es einen gibt und ich glaube auch daran, dass man irgendwann ein Urteil für das erhält, was man aus seinem Leben gemacht hat.

Allerdings habe ich in letzter Zeit einfach immer öfter das Gefühl, dass der Glaube eine viel zu große Rolle in meinem Leben einnimmt. Beispiel:

Ich bin fastziniert von der nordischen Mytholigie und möchte mir einen Draupnir (Odins Ring) als Accessoir anschaffen. Ich mache mir allerdings ernsthaft Gedanken darüber, ob das Sünde ist und ob "mein" christlicher Gott mich dafür bestrafen wird.

Ist das nicht schräg? Ich meine, es schadet doch niemandem, wenn ich sowas trage, weder mir noch anderen, also wieso sollte es etwas schlechtes sein? Und trotzdem stelle ich mir die Frage, ob das nicht Sünde ist (Heidentum, andere Götter haben etc.)

Wie kann ich mich endlich von diesen Zweifeln befreien und wieder ausnahmlos das tun, was ich möchte?

Ich möchte den Glauben an Gott nicht aufgeben und das werde ich auch nicht, aber etwas an meinem Bild von Gott wäre ich natürlich bereit, zu verändern.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von BobMarleySun, 50

Hey, ich kann dir nur begrenzt helfen doch ich hoffe ich kann dir weiter helfen.

Du kannst an Gott glauben auf deine Art und weise. Doch DU musst dir im klaren sein ob du dich fest legen möchtest ob du gar nicht gläubig bist oder streng gläubig. Doch du kannst auch an Gott glauben, gute Dinge machen um dir ein gutes gewissen zu machen und dir selbst zustehen wer du bist und was du erreicht hast. Denn ich glaube nicht das Gott dich verurteilen wird. Ich denke Gott möchte das du dich findest und dich nicht von anderen beeinflussen lässt. 

Möchte niemanden beleidigen oder schlecht machen. 

Lg Boby 

Antwort
von Netie, 9

Hallo Thomas ...

Was beinhaltet der Glaube an Gott:

  1. Man weiß, man ist ein Sünder und braucht Vergebung der Sünden
  2. Man weiß, Gott hat seinen Sohn auf diese Erde gesandt, um für Sünder am Kreuz zu sterben
  3. Man nimmt dieses Opfer für sich in Anspruch und bittet um Vergebung seiner Sünden (dazu gehören die kleinsten Abweichungen wie: böses Denken, Lüge etc.)
  4. Hat man das getan, ist man ein Kind Gottes und hat ewiges Leben und möchte nun
  5. für Gott leben und vermeidet alles was zu Gott im Widerspruch steht

Glaubt man nur mit dem Verstand an Gott, ist es ein leerer Glaube, man hat keine Kraft für Gott zu leben.

Glaubt man mit dem Herzen, bekommt man die Kraft von Gott für ihn zu leben.

Bist du schon ein Kind Gottes und hast Vergebung deiner Sünden und fühlst dich unfähig für Gott zu leben, dann fange einfach an ihm zu danken für die Rettung deiner Seele. Danke immer wieder neu, denn: "Danken schützt vor Wanken."

LG Netie

Antwort
von MrClarkKent, 23

Für mich ist es keine Sünde, wenn du von der nordischen Mythologie beeinflusst bist. Bei Buddhisten z. B. werden andere Religionen toleriert. Beim Christentum ist es zwar nicht üblich, aber ich bin der Meinung, dass jeder seinen eigenen Glauben haben und seine eigene Religion haben kann und selbst wenn du nicht an Gott glaubst, ist es keine Sünde. Woran man glaubt oder nicht glaubt, ist jedem Mensch selbst überlassen. Eine Sünde liegt für mich erst dann  vor, wenn man jemand schadet. 

Selbst bei den Christen gibt es ja unterschiedliche Meinungen. Der konservative Katholik würde sagen, als gläubiger Christ muss man jede Woche in die Kirche gehen, ein evangelischer Christ würde sagen: Man muss nicht in eine Kirche gehen, um ein guter Christ zu sein, man muss vom Herzen glauben. Eine Kirche ist dafür da, um in Gemeinschaft zu beten. 

Antwort
von Sasa1972, 11

Ich bin auch in so einer Lage aber nur als Moslem und mir geht es teilweise auch so ich zweifle so sehr früher war ich nicht so und war so streng gläubig aber mit der Zeit hat sich das extrem geändert und ich will auch normal leben nicht eingeschränkt .. Was ich ja nicht kann , weil die Religion bei uns ja eine wichtige Rolle spielt und was soll man sagen ,ich weiß nicht für mich ist es schon zu spät aber du solltest noch an die Religion festhalten und nicht ins Zweifeln geraten ..Wenn das für dich in manchen Bereichen zu viel ist lockere es auf .. Aber verliere nie den Glauben !

Kommentar von thomasdermann80 ,

Den Glauben verliere ich nicht, da bin ich mir sicher.

Nur eben dieses "Drumherum", eben so Sachen wie "dies und das ist Sünde und das ist nicht in Ordnung" bereitet mir Kopfzerbrechen.

Kommentar von Sasa1972 ,

Dann lockere dich und setz Grenzen ab wann was für dich ne Sünde

Antwort
von dfgdfgdfg, 36

Ich zB bin zwar kein gebürtiger Muslim, glaube aber dennoch an Allah obwohl ich wahrscheinlich jeden Tag Sünde begehe, aber nicht so krass. Ich begehe Sünde weil ich einfach nicht wirklich glaube dass Gott es wirklich einem Alles verbieten will was Spaß macht (Alkohol in gewissen Maßen, Sex vor der Ehe etc) also habe ich auch ein verändertes Bild von Gott und trotzdem glaube ich an ihn :)

Antwort
von Scooopiii, 29

Du kannst glauben woran du willst und den Glauben auch so ausleben wie du willst du wirst schon nicht in die Hölle kommen oder anderen im Himmel die Schuhe putzen müssen :D

PS: Ich glaube daran nicht und befürchte nicht dass ich in die Hölle o.ä. komme und wenn dann auch egal ;)

Antwort
von M19780, 34

glaubst du, du bist von neuem geboren, wie der Herr Jesus das sagte, dass es notwendig ist, um in das Reich Gottes zu kommen, um das Reich Gottes zu sehen ?

Antwort
von nowka20, 10

bevor man eine sache glaubt, sollte die durch den zweifel gehen.

du bist auf einem guten weg!

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