Hallo zusammen,
Das Projekt: Kauf eines 2-Famlienhauses für mich und
Finanzierung ist grundsätzlich sicher. Es bleibt nach Abzug aller Nebenkosten (Notar usw.) eine Schuldlast von etwa 90.000 + Renovierung (ganz grob 50.000). Mein Schwiegerater hat vorgeschlagen das Haus alleine zu kaufen und es uns komplett zu überschreiben sobald wir im "Saft" stehen (in6Jahren).Wir zahlen bis dahin keine Miete und sie zahlen nach der Überschreibung keine Miete und die Schuldlast und der Kredit bleibt bei uns. Die finanziellen Situation von mir und meiner Frau sieht so aus: Sie fester Job (durschnittliches Gehalt), ich bis Ende des Jahres "nur" Werkstudent, ab Januar 2010 hoffenltich im Beruf (fange das Diplom gerade an). Eigenkapital haben wir ein paar Kröten, aber nichts nennenswertes. Ich würde jedoch gerne schon früher in die Verantwortung genommen werden und auch früher Rechte haben. Meine Sorge: ich stecke bspw.5 Jahre lang Geld und Zeit in das Haus und es kommt zum Streit. Die Renovierung des Hauses, auch unserer Wohnungsrenovierung muss finanziert werden. Also auch meine Schwiegereltern gehen ein Risiko ein. Wie schafft man es, dass wir alle glücklich werden? Will nicht umsonst wohnen und will auch mitreden. Will keine Miete zahlen sonder mich eher an der Rate beteiligen. Sollten wir uns ins GB eintragen lassen und irgendwie offiziell die Schulden mittragen? Jede Idee zählt!
Also ich finde die ursprüngliche Lösung garnicht so unfair. Nachdem die ca 140.000 Euro nach ca. 6 jahren zu ca. 60% getilgt sind. übernehmt ihr die Schulden und die Eltern wohnen Mietfrei. Somit habt Ihr einen Zinsvorteil von 6 Jahren und zahlt weniger als die Hälfte. Man kann sicherlich mit den Schwiegereltern noch vereinbaren, dass sie zukünftige Renovierungsaufwendungen Ihrer Wohnung selber tragen + natürlich die Nebenkosten. Da Ihr auch noch den größeren Teil des Hauses kann ich die Nachteile nich wirklich erkennen. Vielmehr ist es so, dass wenn Ihr es aufteilt: a) ebenso keine Miete von den Eltern bekommen würdet b) Erbschaftsteuerlich eher schlechter gestellt sein würdet, da mehr Kapital vererbt würde. Der einzige Nachteil wäre die Frage, was im Streitfalle geschieht. Hier seid Ihr als Eigentümer auf der besseren Seite.
Sicherlich kann und sollte man im Notarvertrag Wohnrecht etc. regeln lassen.
Tja, das ist nicht so einfach. Ich weiß ja nicht wie alt deine Schwiegereltern sind. Mein Problem wäre: ihr zahlt die nächsten 5-6 Jahre keine Miete, deine Schwiegereltern zahlen in der Zeit den Kredit. Richtig?
Dann überschreibt man euch das Haus, ihr tragt die Kreditkosten nun allein und die Schwiegereltern zahlen nix. Richtig?
D.h. sie wohnen quasi bis an ihr Lebensende kostenlos bei euch - wobei angenommen, sie die Nebenkosten ihrer Wohnung sehr wohl zahlen, oder?
Schlechter Deal für euch, denn die Schwiegereltern können ja noch 10,20,30 Jahre leben und wohnen immer kostenlos. Ihr habt dafür alles am Backen,Kreditkosten,Renovierung etc.
Klare Verhältnisse wären für mich: man kauft das Haus gemeinsam - teilt sich alle Kosten und Risiken und vererbt anschließend die Hälfte an die Tochter bzw. euch.
Ggf. könnte man für den Fall, dass im Alter bei den SE nicht mehr sooo viel Geld da ist, eine separate Regelung treffen.
Andererseits kann man sich immer mal streiten und es käme der Fall, dass man nicht mehr zusammen wohnen will. Dann kann einer ohne den anderen nicht verkaufen, ggf. die eigene Wohnung vermieten um die Kosten für die Finanzierung zu decken.
Auch dies sollte alles bedacht werden und mit einem erfahrenen RA durchgesprochen sein.
Hallo guterwolf,
erstmal vielen Dank. Ja du hast alle Umstände richtig erkannt. Sowohl wie uns das mit dem Kredit, als auch auch mit den Nebenkosten vorstellen. Ich denke auch, dass es Grundsätzlich ein "schlechter Deal" ist. Wieso sollte ich das Haus dann vor ableben meiner Schwiegereltern überhaupt haben wollen (sind 60 und zum Glück gesund)??? Wäre ja saublöd. Andererseits will ich nicht wie ein Aasgeier klingen, der den abbezahlten Teil (dann etwa 60% des Hauses) gerne in Empfang nimmt aber den Kredit weiterhin teilen möchte.
Im Grunde wäre eine 50/50 Lösung sicher die Beste: Gemeinsame Schulden, gemeinsames Haus, gemeinsam Entscheiden. Wobei hier ein paar Probleme bleiben:
Kommt das Eigenkapital alleine von meinen Schwiegereltern - Hier könnte man vielleicht argumentieren, dass 50% davon halt vefrühtes Erbe ist (was sie ja selbst so entschieden haben um mit uns zu leben).
Wenn man einen gemeinsamen Kredit hat von dem auch alles renoviert werden muss, müsste man bei den Kosten schon auch gut überlegen und klären, was gemeinsam finanziert wird und was letztlich jeder für sich tragen muss (z.B. meine vergoldeten Wasserhähne ;-))
Lässt sich eine Bank darauf ein, dass wir Miteigentümer sind? Müsste doch eigentlich besser sein, da ja mehr leute als vorher den Kopf für das ganze hinhalten (nicht nur meine Schwiegereltern).
Da es sich um mehrere Wohneinheiten handelt könnte man das Recht am Eigentum natürlich auch entsprechend Aufteilen (wir OG Eltern
Hallo das mit dem EK kann man ja schriftlich regeln und der Bank dürfte es letztendlich egal sein, wer das EK beisteuert - das sollte unter euch geklärt werden. Je mehr Kreditnehmer desto besser für die Bank, ist meine Meinung. Sicherlich sollte man Sonderwünsche allein tragen und nicht aus einem gemeinsamen Topf finanzieren. Kann man aber auch regeln, in dem man z.B. intern die Mehrkosten für Sondernwünsche übernimmt. Beispiel: Kosten 10.000 € = 600 € Kreditkosten, zahlt man eben 50 € mehr pro Monat.
Aufteilung wäre auch möglich in Eigentumswohnung, sind aber einige Vorschriften zu beachten (baulich) und auch wieder Kosten. Man könnte dann - im Fall der Fälle - natürlich seine Wohnung verkaufen oder vermieten.
Da dies auch steuerlich relevant ist, würde ich generell dazu einen Steuerberater befragen.
Und wie sollten wir dann im Grundbuch eingetragen werden, wenn wir die Wohneinheiten nicht "gerecht" zuteilen? Einfach 50/50 des gesammten Hauses ohne jede weitere Zuordnung? Grundsätzlich fände ich das auch ok. Wobei ich betonen möchte, dass das Haus ein 4-Familienhaus ist und auch als solches geführt wird. Kann mir nicht vorstellen, dass es soviele Mehrkosten machen würde im Grundbuch die Wohneinheiten zuzuordnen.
Eine weitere Alternative wäre die sofortige und komplette Überschreibung des Hauses an uns mit lebenslagem Nutzungsrecht für unsere Schwiegereltern. Könnte aber ein psychologisches Problem für meine Schwiegereltern werden (wobei ich das noch nicht so recht weiß). Immerhin wären sie dann Besitzlos, müssten aber den Kopf für die Schulden hinhalten, denn die gesamte Restschuld wird uns eine Bank evtl. nicht zutrauen...zumal der Wert des Hauses durch ein Wohnrecht ordentlich runter gehen dürfte. Fände diesen Vorschlag auch recht hart. Außerdem würden dann auch alle sonstigen Kosten wie Instandhaltung zu 100% auf unseren kopf kommen. Zumindest rechtlich gesehen...in der Realität ist alles locker ;-). Aber man muss sich halt über jeden Eventualfall gedanken machen...
Bei Teilung in Wohneigentum muss eine Teilungserklärung etc. gemacht werden, natürlich sind die Kosten nicht so immens hoch.
Eine sofortige Überschreibung an die "Kinder" käme für mich z.B. nicht in Betracht. Wenn, dann 50/50 Aufteilung.
Du siehst ja, es gibt mehrere Möglichkeiten und um auf der sicheren Seite zu sein, sprecht dies doch mal mit einem Steuerberater durch.

Wie wäre es mit gegenseitigem Vertrauen? Wenn das nicht reicht, dann die selbst eingebrachte Leistung in Form von Geldwerter Arbeit und vorverauslagten Matrialkosten in Form einer Grundschuld als Sicherheit eintragen lassen. So bleibt bis zur "Saftreife" wenigstens ein gewsisser Schutz der eigenen Leistung am Objekt besetehen.
Hier noch ein Tipp, mit ein paar Änderungen auf Dich bezogen müsste es hilfreich sein,(Streit und so)ließ selbst: Optionskauf ist eine andere Bezeichnung für Mietkauf. Hierbei erwirbt der spätere Käufer das Recht zum späteren Kauf einer Immobilie oder Eigentumswohnung zu festgeschriebenen Konditionen. Die Option bezieht sich dabei auf den zu Beginn festgesetzten Kaufpreis, der über eine so genannte Ansparphase stabil und unveränderbar bleibt. Diese Ansparzeit kann maximal 25 Jahre betragen. Die Option wird im Grundbuch als Vorkaufsrecht via Auflassungsvormerkung eingetragen. Der zukünftige Käufer bewohnt in der Regel seinen späteren Besitz selbst und zahlt eine vertraglich festgelegt Miete,(geringe Höhe) die als Nutzungsgebühr anzusehen ist und über die Ansparzeit hinweg nicht erhöht werden darf. Diese Nutzungsgebühr mindert nicht den vereinbarten Kaufpreis. Zusätzlich wird die Kaufsumme des Objektes angespart, um teure Bankkredite zu vermeiden. Der Kunde ist langfristig unabhängig und schuldenfrei. Die Immobilie oder Wohnung kann auch untervermietet werden. Bei Optionskäufen treten die potenziellen Käufer meist einer Genossenschaft bei, welche sich um die Objekte und die Verwaltung der –zweckgebundenen- Ansparsummen (Genossenschaftsanteile) kümmert. Sollte der Käufer nach Beendigung der Ansparzeit den geplanten Kauf ablehnen, erhält er bei Austritt aus der Genossenschaft die eingezahlte Summe zurück. Ein entscheidender Vorteil des Optionskaufes ist die Schuldenfreiheit des Käufers, da keine teuren Bankkredite oder Finanzierungen von Bausparverträgen mit anhängigen Absicherungen in Form von Lebens- oder Risikoversicherungen nötig sind. Es werden keine Schufa-Einträge vorgenommen. Die stabile Miete über die Ansparphase nimmt die zusätzliche Last drohender Mieterhöhungen. Die vereinbarte Kaufsumme ist inflationssicher und unabhängig von der Bewegung der Immobilienpreise.
Ein Notar kann auch noch weiter helfen und beraten. Solltest Du unbedingt nutzen! Gegen kleine Gebühr versteht sich.
Danke für deine Antwort. "Ungerecht" ist im Grunde kaum ein Modell, da wir in jedem Fall etwas geschenkt bekommen. Nur verstehe ich nicht ganz, wieso du davon ausgehst, dass am Ende der 6 Jahre bereits 60% der 140.000 getilgt sein werden? Das entspräche einer Tilgung von 1200€ monatlich und das sind meine Schwiegereltern momentan weit von entfernt befürchte ich. Darüber hinaus kristalisiert sich die 50/50 Variant als recht sinnvoll heraus. Jeder bekommt im Grundbuch seine Wohneinheiten zugeteilt, Nebengebäude und Garten wird Gemeinschaftseigentum. Am Ende sollte jeder seinen eigenen Kredit bezahlen, der auch 50/50 geteilt wird. So haben sowohl meine Schwiegereltern als auch wir eine Kreditbelastung von etwa 70.000 und jeder kann selbst bestimmen, was er in die Renovierung seiner Wohnung steckt. Beide Parteien haben Rechte und Pflichten an dem Haus. Das Geschenk an uns, wären folgich 50% ihres Eigenkapitals für unsere Hälfte, als frühzeitiges Teilerbe. Als Eigentümer mit im Grundbuch zu stehen hat auch einen psychologischen Aspekt und gibt uns Sicherheit. Meine Schwiegereltern werden von heute auf morgen um Kapital, aber auch um Schulden erleichtert und haben am Ende des Monats mehr Geld...und nicht erst in 6 Jahren. Dafür zahlen sie Zeit lebens einen kleinen Kredit ab.
In Deinem Fall gibt es m.E. keine Musterlösung von aussen, da niemand hier die genauen Verhältnisse, Charaktäre usw. kennt. Übrigens stammen die 60% aus Deiner Antwort zu einem Kommentar von "Guter Wolf" Zitat:Wäre ja saublöd. Andererseits will ich nicht wie ein Aasgeier klingen, der den abbezahlten Teil (dann etwa 60% des Hauses) gerne in Empfang nimmt aber den Kredit weiterhin teilen möchte.
Hi,
habe nach meinem Kommentar auch gemerkt, dass ich die 60% ins Spiel gebracht habe. Habe aber 60% des Hauses gemeint. Die 140.000 sind ja Restschuld und davon bleibt mit sicherheit nach 6 Jahren noch sehr viel übrig. Also nach 6 jahren hätten wir ein zu 60% abgezahtes Haus mit etwa 130.000 Restschuld oder so
Sorry für einige Rechtschreibfehler oben im Text:
Es geht um ein Zweifamilienhaus für meine Frau und mich und meine Schwiegereltern.

Wenn du mal einen richtig guten Rat hören willst, dann geh zu einem Notar.
Da sind bei dir so viele Unwägbarkeiten, dass man da keine fundierten Rat geben kann.
Darüber hinaus würde ich mich zu Beginn einer beruflichen Karriere nicht mit einer Inmobilie an einen Standort binden.
Weisst du, wohin es dich noch verschlägt.
"In"mobilie = nix mobil!
Hallo,
sicher hast du recht, wenn du sagst dass die Bindung aus Job-Sicht etwas riskant ist. Aber die Vorteile für uns überwiegen einfach. Zudem wohnen wir im Ruhrgebiet und mir steht ein recht großer Markt zur verfügung, auch wenn es sicherlich wirtschaftlich stärkere Regionen in D gibt. Ich möchte aber gerne in Dortmund bleiben und nehme dafür abstriche in meiner Karriere sehr gerne in Kauf. Im Umkreis von 50km wird sich schon ein Job finden. Außerdem müsste meine Frau ihren Job ja dann für mich kündigen. Wie gesagt, du hast grundsätzlich recht, aber das haben wir in der Familie geklärt und stellt ein sicher ein Opfer dar. Das Problem hast du aber immer wenn du dir eine Immobilie ans Bein bindest. Ist sicher auch eine Einstellungssache. Für manche Freunde von mir wäre das ein Graus, andere würden auch nie weg wollen.
Pumukl am 13. Juni 2009 11:27 Yep, das ist ok, wenn du dich damit beschäftigt hast.
Dennoch, holt euch gemeinsam notariellen Rat.
Das ist letztendlich eine gute Investition.
Danke für deine Antwort. "Ungerecht" ist im Grunde kaum ein Modell, da wir in jedem Fall etwas geschenkt bekommen. Nur verstehe ich nicht ganz, wieso du davon ausgehst, dass am Ende der 6 Jahre bereits 60% der 140.000 getilgt sein werden? Das entspräche einer Tilgung von 1200€ monatlich und das sind meine Schwiegereltern momentan weit von entfernt befürchte ich. Darüber hinaus kristalisiert sich die 50/50 Variant als recht sinnvoll heraus. Jeder bekommt im Grundbuch seine Wohneinheiten zugeteilt, Nebengebäude und Garten wird Gemeinschaftseigentum. Am Ende sollte jeder seinen eigenen Kredit bezahlen, der auch 50/50 geteilt wird. So haben sowohl meine Schwiegereltern als auch wir eine Kreditbelastung von etwa 70.000 und jeder kann selbst bestimmen, was er in die Renovierung seiner Wohnung steckt. Beide Parteien haben Rechte und Pflichten an dem Haus. Das Geschenk an uns, wären folgich 50% ihres Eigenkapitals für unsere Hälfte, als frühzeitiges Teilerbe. Als Eigentümer mit im Grundbuch zu stehen hat auch einen psychologischen Aspekt und gibt uns Sicherheit. Meine Schwiegereltern werden von heute auf morgen um Kapital, aber auch um Schulden erleichtert und haben am Ende des Monats mehr Geld...und nicht erst in 6 Jahren. Dafür zahlen sie Zeit lebens einen kleinen Kredit ab.