Frage von Rekkarma, 49

Zwei Fragen in einer bezüglich Gewinnverteilung KG/OHG und Kalkulation?

  1. Habe ich Folgendes richtig verstanden? Ich erkläre es an einem Beispiel, ist am leichtesten. ^^

Ein Gesellschafter ist zum 01.01. mit einem Kapitalanteil von EUR 30.000,00 an einer OHG beteiligt. Insgesamt sind drei Gesellschafter beteiligt. Zum 31.03. tätigt der Gesellschafter eine Entnahme von EUR 1.000,00. Handelsrechtlicher Gewinn sind EUR 130.000,00.

Es geht mir um die Berechnung des Gewinnanteils. Ich hätte es so gemacht: 4 % Verzinsung von EUR 30.000,00 mal 3/12 plus 4 % Verzinsung von EUR 29.000,00 mal 9/12. Passt das so weit? Der Rest ist wieder klar, es geht nur um die unterjährige PE, das ist mir noch nicht ganz klar.

  1. Muss man bei der Berechnung des Kalkulationszuschlagssatzes im Einzel- oder Großhandel was beachten? Weil im Einzelhandel ist der Listenverkaufspreis ja schon brutto und im Großhandel netto. Muss ich im Einzelhandel-Fall aus dem Listenverkaufspreis dann erst den Netto-LVP berechnen? Oder wird alles brutto berechnet (auch bei Großhandel)? Macht ja eig. keinen Sinn.

Vielen Dank für die Hilfen!

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Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 22

Soll die Entnahme eine Gewinnentnahme sein oder sich soll das eine Kapitalrückführung sein? Wahrscheinlicher ist der Gewinn vorab.

Die Begriffe netto und brutto beziehen sich auf die Umsatzsteuer. Auf nichts anderes. In beiden Kalkulationen sind die Risiken, kalkulatorischen Kosten und Gewinnzuschläge bereits enthalten.

Kommentar von Rekkarma ,

Bei meinen Übungsaufgaben steht nur Privatentnahme/-einlage. Genauer kann ich das auch nicht sagen, da ich selber darin nicht der Profi bin. Gemeint ist halt, wenn der Gesellschafter unterjährig aus seinem Kapitalanteil Geld entnimmt. Ja, aber muss ich dann bei der Berechnung des Rohgewinns zu Zwecken des KZS beim Einzelhandel aus dem Brutto-LVP den Netto-LVP berechnen und dann vom Bezugspreis abziehen oder kann man da einfach den Bruttowert nehmen?

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Damit hast Du die Antwort: Eine Privatentnahme ist keine Kapitalrückführung.

Er entnimmt ihn nicht aus dem Kapital, wenn das da nicht steht Punkt

Alles hätte müsste könnte gibt es hier zum Glück nicht. Da wären ganz andere Folgerungen zu ziehen.

Der Rohgewinn wird durch die Privatentnahme wie beeinflusst?

Guck dazu ins Schema: An welcher stelle der Kalkulation stehen Privatentnahmen?

Auch kalkulatorische Kosten wie Unternehmerlohn, kalk. Zinsen, Risiken usw. haben doch nichts mit der Privatentnahme zu tun. Wie weit sinnvoll Privatentnahmen entnommen werden können, dazu bildet die Kalkulation keinen echten Beitrag.

Dabei ist die Gesamtsituation zu betrachten. Natürlich kann man hergehen und im Rahmen einer Nachkalkulation die Absatzmengen berücksichtigen, aber auch dies ist eine ganz andere Maßnahme.

Allgemeiner Hinweis: Abkürzungen kann man in diesem Bereich eigentlich immer vergessen. Da sie nicht allgemein gültig sind. Alle LehrerInnen oder AutorInnen oder SchülerInnen oder damit betraute in den Unternehmen oder auch nur interessierte Personen können die festlegen.

Wenn man sie unbedingt verwenden will, dann schreibt man ein Wort beim ersten Mal aus und setzt die Abkürzung in Klammern.

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