Frage von EliteSoap, 182

Zwei Auffahrunfälle innerhalb von 2 Wochen in der Probezeit, Aufbauseminar?

Es ist wieder passiert, ich kann es nicht glauben. Weil ein Fußgänger plötzlich auf fahrbahn getreten ist und der Vordermann plötzlich stark gebremst hat, konnte ich trotz ewiger Vollbremsung nichts mehr an einem Crash ändern.

Beide Auffahrunfälle waren leicht und bei beiden kommt "fahrlässige Körperverletzung" dazu, jedoch wird stark von allen seiten vermutet, dass beide fallen gelassen werden, bzw nicht gestellt werden. Meine Probezeit ist in genau 3 Wochen und 6 Tagen zu ende. Das schönste Geburtstagsgeschenk überhaupt, muss ich bei zwei leichten, welche wohl möglich Fallen gelassen werden, um eine Verlängerung bangen?

Sollte ich bei dem eher schwereren mit echtem Schaden einen Anwalt einschalten?

Expertenantwort
von Crack, Community-Experte für Auto, Verkehr, Verkehrsrecht, 74

Interessante Diskussion hier...

Ein Auffahrunfall der auf Unaufmerksamkeit bzw. zu geringem Abstand beruht wird mit 35€ geahndet.
Dann würden auch keine Probezeitmaßnahmen folgen.

Sollte es zu einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung kommen gibt es auch dafür keine Punkte - also auch keine Probezeitmaßnahmen.

Insofern hast Du also für deine Probezeit nichts zu befürchten.
Einen Anwalt brauchst Du also nicht.

Noch was zu den Unfällen:
Du sagst Du hättest keine Schuld.
Wie aber sind dann die Unfälle geschehen? Das passiert nur wenn Abstand und Anhalteweg nicht zusammen passen.
Nach §4 StVO muss der Abstand zum Vorausfahrenden immer so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Das war bei Dir nicht der Fall, sonst hättest Du ja anhalten können.

Kommentar von TheGrow ,

War mit meiner Antwort eine Minute schneller :-)

Aber Deine Antwort ist im Gegensatz zu den vorherigen 7 Antworten in allen Punkten richtig.

Aber ich hätte von Dir auch keine falsche Antwort erwartet :-)

Kommentar von Crack ,

Naja, etwas ungenau bzw. missverständlich ist sie aber leider... 😕

Sollte es zu einer Verurteilung wegen fahrlässiger Körperverletzung kommen gibt es auch dafür keine Punkte - also auch keine Probezeitmaßnahmen.

Das stimmt nur dann wenn es kein Fahrverbot gibt und es nicht zur Entziehung der FE kommt - was wohl dem Regelfall entspricht - aber auch erwähnt werden muss.

Kommentar von TheGrow ,

Ich weiß, das habe ich aber bereits schon in meinem Hauptthread korrigiert bzw. richtig angeführt.

Und im Fall der Fragestellung dürfte das zutreffen, was Du geschrieben hast, denn meines Erachtens nach wird nicht mit einem Fahrverbot oder Entzug der Fahrverbot zu rechnen sein.

Kommentar von EliteSoap ,

Erstaunlich, euch beiden kann ich am meisten was abgewinnen, nicht weil ihr die positivsten seid, sondern weil ihr ausführlich argumentiert. Also soll ich bei beiden Fällen einfach den Bogen der Polizei ausfüllen? Im ersten Fall hat der Herr einen Anwalt hinzugezogen

Kommentar von TheGrow ,

Also soll ich bei beiden Fällen einfach den Bogen der Polizei ausfüllen?

Was im Fall des ersten Unfalles gilt, habe ich ja bereits angeführt.

Im Fall des zweiten Unfalles würde ich an Deiner Stelle nur Angaben zu Deiner Person, aber nicht zum Sachverhalt machen. Du wirst zu Deiner Entlastung nichts beitragen können, insofern machen Angaben zur Sache keinen Sinn.

Und auf gar keinen Fall, würde ich angeben, dass Du nicht aufgrund des zu geringen Abstandes aufgefahren bist, sondern wegen der nicht richtig funktionierenden Bremsen, denn solche eine Aussage währe Kontraproduktiv.

In dem Fall würde dann zwar kein Bußgeldbescheid wegen des zu geringen Abstandes erfolgen, sonder der Bußgeldbescheid würde dann laut bundeseinheitlichen Tatbestandkataloges wie folgt aussehen.

***********************************************************

Tatbestandsnummer: 123601

Tatvorwurf: Sie führten das nicht vorschriftsmäßige *) Fahrzeug, wodurch die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigt war. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem. § 23 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 108 BKat; § 3 Abs. 3 BKatV; § 19 OWiG

Bußgeld: 120,00 Euro plus 28,50 Euro an Verwaltungsgebühren

Punkte: 1

Fahrverbot: Nein

B-Verstoß

***********************************************************

Wird dir zur last gelegt, dass Du nicht nur fahrlässiger Weise, sondern vorsätzlicher Weise mit nicht ordnungsgemäß funktionierenden Bremsen gefahren bist, würde sich das Bußgeld sogar auf 240,00 Euro verdoppeln

Expertenantwort
von TheGrow, Community-Experte für Recht, 84

Hallo EliteSoap,

Du schreibst:

Es ist wieder passiert, ich kann es nicht glauben.

Ich muss zugeben, dass ich es auch kaum glauben kann, dass Du anscheinend aus dem Umfall vor zwei Wochen nichts dazu gelernt hast.

Und es passiert auch wieder, dass ich die gleiche Antwort wie von vor zwei Wochen schreibe:

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

was den Unfall angeht hast Du laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog folgende Bußgeldbescheid zu erwarten

**************************************************************************************

Tatbestandsnummer : 104106

Tatvorwurf: Sie fuhren infolge zu geringen Abstands auf das abbremsende Fahrzeug auf. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 4 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 12.3 BKat; § 19 OWiG

Verwarnungsgeld: 35,00 Euro

Punkte: Nein

Fahrverbot: Nein

Eintrag als A oder B - Verstoß: Nein

**************************************************************************************

Wenn die  andere Person durch den Unfall verletzt wurde, liegt zu der
Ordnungswidrigkeit noch der Straftatbestand der fahrlässigen
Köperverletzung vor.

Im Falle einer Verurteilung drohen neben der im § 229 StGB  (https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__229.html) angeführten Geld.- oder Freiheitsstrafe noch zusätzlich:

  • 2 Punkte
  • A - Verstoß
  • der wiederum für den Anfänger in der Probezeit zu einer Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre und die Anordnung eines kostenpflichtigen Aufbauseminars zur Folge hat

Im Klartext. Egal, ob das Strafverfahren im Fall des ersten oder im Fall dieses Unfalles nicht eingestellt wird, sondern Du verurteilt wirst, erfolgt ein Eintrag als A Verstoß, der für Dich zur Folge hat,

  • dass sich die Probezeit um zwei Jahre verlängert und
  • dass ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet wird

Nur wenn in beiden Fällen das Strafverfahren eingestellt wird, bleibt es bei der Ordnungswidrigkeit die mit 35,00 Euro aber keinen Punkten und nicht als A oder B-Verstoß eingetragen wird, so dass Deine Probezeit in kürze vorbei ist.

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von TheGrow ,

Kleine Korrektur.

Wie crack richtig angeführt gibt es nicht einmal für die fahrlässige Körperverletzung

  • Punkte
  • Eintrag als A oder B - Verstoß

Punkte und Eintrag als A Verstoß erfolgen nur, wenn im Rahmen der Verurteilung ein Fahrverbot ausgesprochen wird oder die Fahrerlaubnis entzogen wird. Von beidem ist aber meines Erachtens nach nicht auszugehen

Kommentar von EliteSoap ,

Danke dir und ich weiß, nichts dazu gelernt, eigentlich schon. Seitdem fahre ich übervorsichtig und habe dabei auf die Straße geguckt, anscheinend sind meine Bremsen zu schwach, ich habe wirklich ziemlich weit vorher gebremst, als die Frau auf die Straße getreten ist.

Nun, es ist sicher, dass ich den gleichen Brief wie beim ersten mal erhalte. Jedoch waren es diesmal junge Menschen und sie waren nett uns einsichtig, denke ich. Die wollen mir nicht aufs Maul hauen, wie der erste.

Soll ich jetzt beides selbst regeln oder zumindest den ersten, wo ein Anwalt im Spiel ist, oder beide mit einem Anwalt gemeinsam regeln?

Kommentar von TheGrow ,

Du musst hier zwei Sachen von einander Trennen.

Was den Schadensersatz und das Schmerzensgeld angeht brauchst Du keinen Anwalt, weil Du indirekt schon einen hast.

Die Haftpflichtversicherung Deines Fahrzeuges ist für die Regulierung von Schäden, wie Schadensersatzansprüchen und auch des Schmerzensgeldes zuständig.

Man spricht bei der Haftpflichtversicherung auch von einer indirekten Rechtsschutzversicherung, denn wenn wie in Deinem Fall die Verletzte Person Ansprüche stellt, prüft bereits die Rechtsabteilung der Haftpflichtversicherung, ob die Ansprüche überhaupt gerechtfertigt sind. In dieser Rechtsabteilung sind logischerweise auch Juristen beschäftigt, die bei der Prüfung der Ansprüche mitwirken.

Die Rechtsabteilung prüft nun, ob die Ansprüche gerechtfertigt sind oder nicht. Sind sie nicht gerechtfertigt weist die Versicherung die Forderung zurück, andernfalls zahlt die Haftpflichtversicherung den Schaden. Sie zahlt nicht nur die Schadensersatzansprüche und das Schmerzensgeld, sondern auch die Kosten die gegnerischen Anwaltes.

Im Klartext. Selbst wenn die Forderung zu recht besteht, zahlst nicht Du den geforderten Betrag, sondern Deine Haftpflichtversicherung zahlt alle mit dem Unfall verbundenen Kosten des Verletzten.

Insofern brauchst Du für die zivilrechtliche Forderung auch keinen Rechtsanwalt.

Was die Strafrechtliche Seite angeht, musst Du selber entscheiden, ob Du einen Rechtsanwalt einschaltest.

Kontra:

  • Ein Rechtsanwalt kostet Geld
  • ein Rechtsanwalt kann vorliegende Fakten auch nicht wegdiskutieren
  • Ein Rechtsanwalt wird vermutlich auch nur das schreiben, was Du auch selber schreiben würdest
  • Akteneinsicht kannst Du auch ohne Rechtsanwalt nehmen

Pro:

  • Ein Rechtsanwalt weiß, welche Beweise evtl. nicht als Beweismittel zulässig sind und dass kann in einigen Fällen hilfreich sein. Aber ein Richter erkennt in der Regel eh nur zulässige Beweismittel an
  • Ein Rechtsanwalt kennt die juristischen Fallstricke und wird zumindest in der Regel dafür sorgen, dass Du Dich mit einer unbedachten Äußerung nicht selbst belastest.

Wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, würde ich auf jeden Fall einen Rechtsanwalt einschalten, denn schaden tut der auf keinen Fall.

Übernimmt keine Versicherung die Kosten, würde ich die Pro und Kontra Argumente abwägen und mich dann entscheiden ob Du einen Rechtsanwalt einschaltest.

Kommentar von Hamburger02 ,

anscheinend sind meine Bremsen zu schwach, ich habe wirklich ziemlich weit vorher gebremst, als die Frau auf die Straße getreten ist.

Ein häufiger Anfängerfehler liegt darin, dass sie einfach nicht kräftig genug aufs Bremspedal treten. Die Bremsen müssen auf jeden Fall so stark sein, dass sie die Räder zum blockieren bringen (oder ABS aktivieren). Das passiert z.B., wenn man den Sitz zu weit zurückschiebt, sodass man gar nicht mehr genug Kraft aufs Pedal bringt. Vieleicht solltest du mal auf einem Parkplatz oder so Vollbremsungen üben.

Manchmal sind es auch einfach nur mentale Hemmungen, im Notfall voll aufs Pedal zu latschen oder das Lenkrad heftig rumzureißen. Genau um diese Probleme kümmert sich z.B, das Fahrsicherheitstraining beim ADAC. Da lernt man als allererstes, dass nichts kaputt geht, wenn man voll in die Eisen tritt.

Antwort
von DougundPizza, 40

Ja die wird verlängert... Hättest du den Sicherheitsabstand eingehalten wärst du niemals aufgefahren....

Antwort
von Menuett, 31

Ich als sehr unaufmerksame unfallfreie Fahrerin gebe Dir mal einen Tip.

Abstand. Viel Abstand, am besten mehr als gefordert.

Habe ich auch meinem Sohn gesagt, dem ging es genau wie Dir.

Nö, hatte keine Folgen.

Kommentar von EliteSoap ,

Könntest du mir vielleicht davon berichten? Hattet ihr einen Anwalt, was habt ihr gemacht?

Kommentar von Menuett ,

Er hat die Wahrheit gesagt und gut wars.

Nein, er hat keinen Anwalt genommen.

Wofür?

Antwort
von WosIsLos, 18

Geh lieber zu Fuß, besser für deine Zeitgenossen.

Kommentar von EliteSoap ,

Solch einen Spruch brauch ich mir nicht anhören, ich fahre seit knapp 2 Jahren perfekt und ohne jegliche Vorfälle, bin schon jegliche Art von Fahrzeug gefahren und werde aus allen Seiten für meinen guten Fahrstil gelobt, dass das jetzt pünktlich als Geburtstagsgeschenk so kommen musste, ist mehr als traurig, peinlich und für mich unbegreiflich.

Antwort
von Hausi06, 109

Einen Anwalt zu nehmen wäre nicht schlecht, aber ob er dir wirklich hilft ist so ne Sache. Unfälle passieren nun mal ob Anfänger oder 30 Jahre Erfahrung. Es kommt mal der Tag da passierts. Und 2 Auffahrunfälle in kurzer Zeit in einer Probezeit ist so ne Sache. 

Kommentar von EliteSoap ,

Ich hatte mit einigen Anwälte kontakt, die meisten meinten, ich solle beim ersten selbst schreiben und alles wird gut. Der neue ist heute grade eben passiert dort sehe ich eine Schuld nicht wirklich ein. Sollte ich den Anwalt für den Fall heute lieber einschalten?

So eine Sache, genauer vielleicht?

Kommentar von martinzuhause ,

"Der neue ist heute grade eben passiert dort sehe ich eine Schuld nicht wirklich ein. "

warum siehst du deine schuld nicht ein? hätte der vor dir den fussgänger überfahren sollen?

Kommentar von tuedelbuex ,

 dort sehe ich eine Schuld nicht wirklich ein.


Sicherheitsabstand nicht eingehalten? Zu schnell gefahren? Zu unaufmerksam gewesen? Such Dir was aus! Uneinsichtigkeit hilft Dir nicht weiter! Denn der Grund, warum Du nicht rechtzeitig reagiert hast liegt bei Dir und in einem der o.g. Fehlverhalten.


Kommentar von DougundPizza ,

Wenn in so kurzer Zeit 2 Auffahrunfälle passieren vermute ich sehr stark, das die Schuld bei dir liegt. Bei einem Unfall kann man sich streiten, aber bei 2 ich denke ein dritter ist für dich auch noch drin, wenn du deine Fahrweise nicht änderst.

Kommentar von EliteSoap ,

Nein niemals... der zweite ist für mich keine vollständige Schuld und sehe ich auch nicht ein, wenn ich Ewigkeiten früher schon Bremse wie verrückt und trotzdem rolle wie verrückt, trotz Einhaltung der Verkehrsregeln

Kommentar von martinzuhause ,

"wenn ich Ewigkeiten früher schon Bremse wie verrückt und trotzdem rolle wie verrückt"

dann war evtl. das fahrzeug nicht in ordnung. das prüft man vor beginn der fahrt

Kommentar von Everklever ,

der zweite ist für mich keine vollständige Schuld und sehe ich auch nicht ein, wenn ich Ewigkeiten früher schon Bremse wie verrückt und trotzdem rolle wie verrückt, trotz Einhaltung der Verkehrsregeln

Willst du den Richter in der Verhandlung für blöd verkaufen? Bei deiner Einstellung sind eher grundsätzliche Zweifel an deiner Eignung angebracht, überhaupt ein Fahrzeug zu führen.

Kommentar von Schneefall222 ,

Du siehst eine schuld nicht ein, okay! Dann erzähle deine Hergang des Unfalls, was passiert ist.

Kommentar von EliteSoap ,

Stop and Go in einer 50er Zone, grade angefahren und reichlich Abstand zum voraus gefahrenden gehabt, nicht über 40km/h gekommen und kurz vor dem Zebrastreifen tritt eine Person aus dem nichts auf die Bahn und der vor mir bremst sehr stark, ich auch und trotzdem rutsche ich bis zum geht nicht mehr. 

Kommentar von Everklever ,

und trotzdem rutsche ich bis zum geht nicht mehr

Dann hast du das mit dem erforderlicher Sicherheitsabstand noch nicht begriffen.

Oder du hast

  • gepennt
  • ein nicht verkehrssicheres Fahrzeug mit mangelhafter Bremse geführt

Ist beides genau so schlimm.

Kommentar von Menuett ,

Bei Stop and Go war es Dir möglich bis 40 zu fahren? Oo.

Wenn Du genügend Abstand gehabt hättest, dann wärst Du nicht aufgefahren.

Und schon gar nicht während des Stop and Go Verkehrs... und wenn es regnet, fährt man noch langsamer....

Wenn Du beim Bremsen rutschst, dann warst Du zu schnell.

Auf den Zebrastreifen tritt eine Person aus dem Nichts?

Auf dem Zebrastreifen haben Personen Vorfahrt und ich habe noch nie erlebt, dass da jemand plötzlich aufploppte.

Kommentar von DougundPizza ,

Also wenn ich das richtig sehe hat der Fußgänger der über ein Zebrastreifen geht dir Schuld ? Oder der Fahrer vor dir, der nicht einfach über den Fußgänger drüber gerollt ist?

Also ganz ehrlich wenn du erzählst du warst ewig auf Bremse und es hat nicht gelangt, dann warst du entweder zu schnell oder dein Auto ist nicht fahrtauglich und bei beiden Fällen trifft dich die volle Schuld...

Wahrscheinlich warst du unaufmerksam und hast zu spät angefangen zu bremsen oder dein Sicherheitsabstand war zu gering...weißt du überhaupt welchen Abstand du bei 50kmh brauchst oder ist das bei dir egal ob du 20 50 oder 100 fährst?

Ganz ehrlich du kannst froh sein das du nur einen Sachschaden hast, wäre der Wagen nicht vor dir hättest du vlt den verrückten Fußgänger der über ein Zebrastreifen laufen wollte überfahren.

Antwort
von schleudermaxe, 8

... dann ist ja auch der gute SF-Rabatt weg und somit prüfe rechtzeitig bis Jahresende eine Alternative.

Antwort
von Everklever, 62

Aufbauseminar

Das dürfte bei der ganzen Sache dein geringstes Problem sein.

Meine Probezeit ist in genau 3 Wochen und 6 Tagen zu ende

Sicherlich nicht.

bei zwei leichten, welche wohl möglich Fallen gelassen werden

Fallen gelassen wird höchstens der Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung. Trotzdem bleibt (sogar zwei mal) ein A-Verstoß.

um eine Verlängerung bangen?

Du musst nicht drum bangen, die ist dir sicher.

Auf einen Anwalt solltest du keinesfalls verzichten.

Kommentar von EliteSoap ,

zwei mal A verstoß? Seit wann denn das bitte, das ist sicherlich nicht richtig

Kommentar von Everklever ,

zu dichtes Auffahren

Kommentar von TheGrow ,

Der Tatvorwurf, der ihm gemacht werden kann, wird aber nur mit 35,00 Euro geahndet und es erfolgt KEIN Eintrag als A - Verstoß 

Antwort
von tuedelbuex, 101

Das Problem ist, dass Du als "Auffahrender" entweder zu schnell unterwegs warst, den notwendigen Abstand nicht eingehalten hast oder nicht aufmerksam genug gefahren bist......oder alle drei Möglichkeiten. Und mindestens einer der Vorwürfe wird in beiden Fällen zutreffen......leider Tatsache!

Kommentar von EliteSoap ,

Zu schnell bei beiden auf keinen Fall! 

Kommentar von tuedelbuex ,

O.K.! Dann stimmte der Abstand nicht oder Du warst unaufmerksam......"einfach so" knallt es nämlich nicht....irgendwer hat etwas verkehrt gemacht. Und der Fahrer des vorausfahrendem Fahrzeuges ist es in der Regel nicht.....der wird einen Grund für sein Bremsen gehabt haben, so dass der Fehler , egal warum er gebremst hat, bei Dir lag.....tut mir leid, aber es ist nunmal so!

Antwort
von soga57, 85

Wer hinten drauffährt, ist immer schuld. Du musst soviel Abstand halten, dass du in jedem Fall rechtzeitig anhalten kannst, auch wenn ein Fussgänger bei rot über die Strasse geht. 

Von daher dürfte deine Probezeit stark gefährdet sein, da du die Verkehrsregeln nicht  beachtest und dein Fahrzeug nicht  beherrschst, wenn du deinem Vordermann auffährst. 

Kommentar von Schneefall222 ,

Wer hinten aufährt hat immer schuld? Das so zu pauschalisieren darf man das nicht. Das ist eine Pauschale Falschaussage. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

Kommentar von soga57 ,

Nein, ist es nicht. Geh mal vor Gericht, nachdem du einem in den Arsch gefahren bist. Du hast null Chancen! 

Kommentar von MoechteAWissen ,

…“Wer hinten drauffährt, ist immer schuld.“


Das ist so nicht ganz richtig.

In dieser Situation gilt der Anscheinsbeweis .
Natürlich geht man in der ersten Annahme davon aus, dass der Hintermann nicht genügend Sicherheitsabstand eingehalten hat.

Somit liegt die Gefährdungshaftung vermutlich  zu 100% beim Auffahrenden.

Wenn jedoch der Auffahrende beweisen kann, dass der Vordermann aus nicht erklärlichen Gründen eine Vollbremsung hingelegt hat, dann sieht der Sachverhalt wieder anders aus.

Doch leider fehlt es in der Praxis oft an den Beweisen.

Kommentar von soga57 ,

Eben, sag ich ja. In der Praxis wirst du diesen Beweis nie führen können. 

Antwort
von martinzuhause, 67

du hast da den sicherheitsabstand nicht eingehalten. das wäre schon ein grund für ein aufbauseminar oder eine verlängerung der probezeit.

man sollte jederzeit anhalten können wenn der vor einem bremst

Kommentar von Everklever ,

sicherheitsabstand nicht eingehalten. das wäre schon ein grund für ein aufbauseminar oder eine verlängerung der probezeit

In diesem Fall gibt es sogar beides.

Kommentar von TheGrow ,

Insofern er nicht wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt wird, muss er weder mit einem Aufbauseminar, noch mit einer Verlängerung der Probezeit rechnen.

Im Falle der Fragestellung ist lediglich ein Verwarnungsgeld von 35,00 Euro, aber weder Punkte, noch ein Eintrag als A - Verstoß vorgesehen

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