Frage von Rai2Mo, 259

Zwangsversteigerung, ehemaliger Eigentümer meldet sich nicht, möchte die Kosten einer eventuellen Zwangsräumung gering halten?

Ich habe am 01.März eine Wohnung durch eine Zwangsversteigerung erworben, in der der ehemalige Eigentümer noch wohnt/noch wohnen soll; Kontaktdaten von ihm sind mir unbekannt. Auf 2 Briefe von mir mit dem Tenor "Bitte melden Sie sich, damit wir über die Übergabe reden können, ich habe einige für sie vortreilhafte Ideen" gibt es keine Reaktion seitens des ehemaligen Eigentümers. Daher vermute ich jetzt, dass der ehemalige Eigentümer die Wohnung nicht freiwillig räumen will und ich muss mich auf (gerichtliche) Auseinandersetzungen einstellen - obwohl ich dies gerne vermeiden würde. Was habe ich jetzt zu veranlassen, damit ich a) möglichst schnell an meine Wohnung komme und auch b) die anfallenden laufenden Kosten vom bisherigen Besitzer erstattet zu bekomme?

Ich gehe davon aus, dass der ehemalige Eigentümer mittellos ist, also eine eventuell durchzuführende Räumung seitens eines Gerichtsvollziehers nicht bezahlen kann und umgekehrt verspüre ich wenig Lust diese (horrenden ) Kosten einer gerichtlichen Räumung selbst zu bezahlen. c) Gibt es hier andere Vorgehensweisen, als die immer genannte teure Zwangsräumung? d) Für weitere Tipps zu eventuell noch auftauchenden Fallstricken wäre ich sehr dankbar.

Dank im Voraus Rainer

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schaco, 181

Schau mal im Internet nach dem Berliner Modell zu dem Thema - ist aber schon ein bisschen her, dass ich darüber gelesen habe

Antwort
von weelah, 183

Hallo,

erster Fehler ist es immer ein noch bewohnte Immobilie zu erwerben.

1. Wurde der ehemalige Besitzer nachweislich aufgefordert die Wohnung zu räumen?

2. Wurde dazu eine Frist gesetzt, bis wann dies spätestens zu geschehen habe?

Lange sollte man nicht untätig bleiben, da der vorherige Besitzer sonst davon ausgehen könnte, das er als Mieter in der Wohnung verbleiben darf. Auch könnte er soziale Gründe vorbringen.

Einfach und preiswert wird es selten, wenn man sich eine bewohnte Immobilie ersteigert.

Wenn der Besitzer nichts besitzt, kann er eh die Kosten nicht tragen, bzw. wird man von ihm die Kosten nicht eintreiben können.

Oft ist es die einfachste und schnellste Möglichkeit dem derzeitigen bewohner Geld anzubieten, damit er zügig die Wohnung verlässt. Dies aber erst bei Schlüsselübergabe raus rücken.

Kurz gesagt- einfach, schnell und preiswert, wird das nichts - gerade weil der Bewohner nicht reagiert.

LG

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