Frage von MangoPrinzessin, 65

Zwangsstörung - Erst Horror und jetzt klammer ich daran (Psychologie)?

Hallo :) Folgendes Problem: Bin seit Februar in Therapie wegen einer Zwangsstörung,als Kind hatte ich auch schon Zwänge und das ist jetzt die dritte Therapie.Als ich die angefangen hab und auch bis circa ende Juni habe ich so extrem darunter gelitten,ich habe alles versucht umzusetzen und wollte nur gesund sein, konnte es aber nicht weil ich zu krank war.Habe dann vor einigen Wochen eine Depression entwickelt und nehme ein Antidepressivum(Fluoxetin) - ursprünglich war das auch gedacht, damit die Therapie der Zwänge anschlägt.Ich habe aber ein riesen großes Problem:Seit ein paar Monaten möchte ich die Zwänge irgendwie nicht richtig loswerden. Es gibt so viele Gründe, das klingt jetzt so verrückt aber ich sehe sie als eine Art Geschenk, als das was mich ausmacht, außerdem kann ich dadurch Anstrengung vermeiden weil ich sozusagen eine Ausrede für mich selbst habe, eine Erklärung für schlechte Leistung(wie zB Schule) etc., und niemand kann mir die Krankheit nehmen.Das sind nur ein paar der Gründe... es gibt auch noch die gesunde Seite, die Vernunft die weiß dass es eine KRANKHEIT ist gegen die man vorgehen muss, dass ich so trotzdem niemals glücklich werden kann und dass ich doch eigentlich immer gesund werden wollte und muss! Es ist aber so, dass ich meist regelrecht Angst habe sie könnten auf einmal verschwinden, und jeden zwang willkommen heiße und viel zu wenig Widerstand leiste. Es ist auch alles längst viel weniger als noch vor einigen Monaten und ich leide glaube ich einfach zu wenig... Wenn es nnoch mal so wie vorher wäre! Aber ich kann sie ja nicht herbeizwingen, überhaupt ich weiß gar nichts mehr, eigentlich sind sie schon da aber irgendwie auch nicht, und ich weiß nicht wie viel ich mir mittlerweile einfach nur einrede... Ich bin so verzweifelt, ich hasse mich dafür dass ich es nicht mehr wirklich WILL, und mittlerweile ist ja schon von Klinik die Rede, aber ich weiß nicht mal ob ich die Therapie weiter machen soll! Die Stunden laufen mir weg, (und verlängern geht bald nicht mehr), und es hat doch so nicht viel Sinn :( Ich kann irgendwie nicht einfach gegen mein Gefühl handeln weil ich mir sicher bin, dann erst Recht kein Leben zu haben ohne Zwänge...Aber ich weiß auch dass ich so niemals glücklich werden kann. Was soll ich tun, wie kriege ich es hin mich selbst doch vom Richtungen zu überzeugen, und worin bitte verenne ich mich hier seit Monaten :( Ich weiß nicht mal wie es dazu kam und es macht mir mein Leben kaputt. Danke

Antwort
von Seanna, 65

Das nennt sich sekundärer Krankheitsgewinn und kommt bei fast jeder Störung und Behandlung vor. Auch die Identifizierung mit der eigenen Störung ist bei vielen Störungen nicht selten.

Sprich mit deinem Therapeuten darüber, das Phänomen ist ihm keineswegs fremd und es muss dir auch nicht unangenehm sein.

Antwort
von ungezwungen123, 35

Hallo ihr Lieben!

Ich leide auch unter Zwangsgedanken und habe beschlossen einen Blog darüber zu schreiben. Bin gerade am anfangen - ein paar Posts sind schon online. Vielleicht habt ihr Lust meiner Erfahrungen zu lesen und etwas beizutragen.https://besserungezwungen.wordpress.com/

Liebe Grüße

Kommentar von Mmmui ,

Manchmal frage ich mich wie es sein kann, das die Gedanken von Zwsngsgestörten so ähnlich sein können.Denn das was du geschrieben hast könnte von mir sein..

Antwort
von Mmmui, 35

Genausogeht es mir auch.Ich habe auch Zwänge.Es ist etwas besser geworden und ich hole die Zwänge sogar manchmal.Ich muss unglücklich sein, wieder mehr leiden...Ich will sie nicht mehr weghaben, leider hat dafür niemand Verständnis 

Antwort
von marylouuu, 43

Erzähle das bitte deinem Arzt oder Therapeuten der wird dir helfen können!

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