Frage von Anonymmm5432, 219

Zwangseinweisung, richterlicher Beschluss abgelaufen - Selbstentlassung?

Hey, eine sehr gute Freundin von mir wurde vor 8 Tagen mit Verwirrtheit und Angstzuständen in die Psychiatrie (zwangs-)eingewiesen. Der richterliche Beschluss ging bis zum 23.08. Heute hätte sie also rauskommen müssen, doch eben haben die Ärzte gesagt, sie wollen sie noch zwei weitere Wochen dort behalten. Die Ärzte sind sich sicher, meine Freundin hätte eine Psychose. Ich habe die Anstalt gesehen und kann zu 100% verstehen, dass man in diesem "Knast" keinen Tag länger als nötig verbringen möchte. Zudem geht es ihr psychisch auch wieder gut, sagt sie. Sie kriegt dort auch keine Aufmerksamkeit der Ärzte, sondern lediglich 3 mal täglich ihre Medikamente, die sie selbst ganz komisch machen, wie sie sagt. Nun zur eigentlichen Frage: sie ist 19 - also volljährig, der richterliche Beschluss eigentlich abgelaufen. Kann sie sich nun selbst entlassen? Die Ärzte wollen sie wahrscheinlich dabehalten, weil man ja pro Patient viel Geld von der Versicherung bekommt. Sie ist sehr verzweifelt und hält es dort keinen Tag mehr aus, sagt sie. Wie kann ich ihr helfen ??? Was soll sie tun, wenn sie nicht gehen gelassen wird? Man kann einen Menschen ja nicht gegen seinen Willen einsperren und den richterlichen Beschluss ständig verlängern. Bitte schnelle Hilfe! Keine Spekulationen bitte! Unendlich vielen Dank im Voraus!

Antwort
von newcomer, 177

sollte richterlicher Beschluss abgelaufen sein und die Ärzte haben diesen auch nicht verlängern lassen kann sie wenn sie dafür unterschreibt sich selbst auf eigenes Risiko entlassen.
Wie du schon erwähnt hast kann niemand gegen seinen Willen eingesperrt werden wenn die Gefährdung für sich selbst oder andere ausgeschlossen werden kann. Ansonsten Rechtsanwalt einschalten


Kommentar von Anonymmm5432 ,

Der Ärzte wollen diesen jetzt verlängern (oder haben es schon), das ist das Problem...

Antwort
von Raider49, 142

Auch wenn der "Unterbringungsbeschluss" abgelaufen ist, können die Ärzte sie, wenn sie eine erheblich selbst-oder fremdgefärdung sehen, sie noch in der Klinik belassen, müssen sich aber umgehend darum kümmern, dass ein neuer richterlicher Beschluß erwirkt wird.

Wenn das absehbar war verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum man das nicht direkt an den Erstzeitraum anschliessend gemacht hat.

Wenn sie damit Probleme hat, ich kenne die Probleme deiner Freundin nicht, aber ich weiss, dass die Zustände in geschlossenen Psychiatrien teilweise wirklich unhaltbar sind, gibt es den "Verein gegen Gewalt in der Psychiatrie".

Einfach mal googeln, die helfen euch weiter.

FG.

Raider

Kommentar von Anonymmm5432 ,

Eigentlich war sie ja nie selbst-oder fremdgefährdend, sie hhatte lediglich Angst und war verwirrt als sie eingeliefert wurde. Eine Gefahr ging nie von ihr aus. 

Also wie können die Ärzte sich erlauben, den Beschluss jetzt wahrscheinlich zu verlängern ?

Kommentar von Raider49 ,

Ich würde mir einen guten ambulanten Psychiater suchen und einen Anwalt um gegen den Unterbringungsbeschluß anzugehen. Wenn Ihr das für vernünftig haltet.

Antwort
von Sanja2, 129

wenn der richterliche Beschluss abgelaufen ist, kann sie sich selbst entlassen. Wenn die Ärzte dies aber als selbst- oder fremdgefährdent einschätzen kann sehr schnell ein neuer Beschluss erwirkt werden. Das kann ein blöder Kreislauf sein. Wie sicher seit ihr, dass sie sich nicht nur deshalb stabiler fühlt, weil sie eben 3 mal täglich diese Medikamente bekommt?

Kommentar von Anonymmm5432 ,

Ziemlich sicher! Sie würde sich selbst oder andere auch 100%IG nicht in Gefahr bringen. Das war ja auch nie der Grund. Sie kam ja wegen Angstzuständen dorthin. 

Kommentar von Sanja2 ,

Angstzustände können sehr schnell selbst- oder fremdgefährdent werden. Gibt es eine Möglichkeit das sie sich ausserhalb der Klinik von einem Psychiater sofort weiter betreuen lässt? Sie sollte die Medikamente erst mal weiter nehmen und dann langsam absetzen und dabei sehen wie es ihr geht. Auch wenn es vielleicht gerade kein schöner Zustand ist, kann der Zustand noch schlimmer werden, wenn man jetzt unbedacht handelt.

Kommentar von Anonymmm5432 ,

Ja sie würde auf jeden Fall einen Psychiater in Anspruch nehmen, um dort rauszukommen. Aber die Klapse lässt sie ja gar nicht erst gehen... angehört bzw ernst genommen wird sie dort auch nicht richtig 

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