Frage von leeaa02, 109

zwangseinweisen?

hy ich hätte morgen ein termin in kh gehabt da ich in eine theraphie wegen depression soll aber der wurde abgesagt weil der arzt krank ist also will meine mum mit mir morgen zu meinen hausarzt und ihr die ganze sache schildern das ich selbstmord gedanken und sawas hatte/hab und mich dann zwangseinweisen lassen weil es bei mir schon sehr schlimm ist ich traue mich auch nicht mehr auf die straße und so aber geht das so einfach?

Antwort
von TorDerSchatten, 75

Es geht nicht darum, dich "zwangs"-einweisen zu lassen, sondern daß du einen Platz in einer therapeutischen Einrichtung bekommst.

Da kann der Hausarzt schon helfen, indem er eine Überweisung mit Dringlichkeit ausstellt und eventuell schon in Einrichtungen anrufen kann, oder euch welche empfehlen kann.

Meist ist es so, daß Notfälle mit akuter Selbstmordgefahr immer aufgenommen werden.

Du willst doch, daß es dir besser geht, oder? Der Gang zum Hausarzt ist der richtige Weg.

Kommentar von leeaa02 ,

dankeschön :)

Antwort
von Coza0310, 56

"Zwangseinweisen" ist nicht so einfach. Das geht nur bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung und richtet sich nach den PsychKG des jeweiligen bundeslandes. Zwangseinweisen darf auch nicht jeder Arzt, sondern die Institutionen, die im jeweiligen Bundesland festgelegt sind. In manchen Bundesländern ist es die Polizei, in manchen der sozialpsychiatrische dienst, in manchen die Ordnungsämter, in manchen auch der Notarzt.

Expertenantwort
von samm1917, Community-Experte für Depression, 49

Zwangseinweise kann man nur jemand, der für sich selbst (Suizid) oder andere (Fremdgefährdung) eine aktue Gefahr darstellt. Zwangseinweisungen müssen immer gut begründet werden. Jeder hat das Recht, gegen seine Zwangseinweisung Rekurs einzulegen.

In der Praxis wird nie eine Zwangseinweisung vorgenommen, wenn der Patient freiwillig in eine Klinik eintretten will. Eine Zwangseinweisung ist nur dann angebracht, wenn sich der Patient weigert und wie bereits erwähnt eine Gefahr für sich selbst oder andere ist.

Gehe mit deiner Mutter zum Arzt. Es geht darum, dass dich ein Arzt in der Klinik anmelden (dich überstellen) muss. Wenn du ihm sagst, dass du freiwillig gehst wird er dich nicht Zwangseinweisen.

Antwort
von Mignon4, 54

Die Idee deiner Mutter ist auf jeden Fall richtig. Gehe morgen mit deiner Mutter zum Hausarzt. Er wird wissen, was zu tun ist. Gute Besserung.

Kommentar von leeaa02 ,

okay dankeschön

Antwort
von HolgerVerfue, 32

Hallo Leaa02,

Was wollen denn Sie?
Wollen Sie in ein "Krankenhaus"?
Wollen Sie "psychisch krank" sein?
Wollen Sie die psychiatrischen Drogen ausprobieren?

Diese Fragen sollten Sie für sich durchdenken.

Es ist auch nicht ganz klar, ob Sie schon volljährig sind.

Bedenken Sie:
Besser ist es, sich selbst aufzurappeln, als sich als (lebenslanges?) "Opfer seines Hirnstoffwechsels" zu betrachten, was oft mit der ganzen Psychiatriesache bzw. -ideologie einhergeht. 

Wenn Sie volljährig sind und die (Zwangs-)Psychiatrie ablehnen wollen, können Sie eine PatVerfü machen, was ich jedem empfehlen würde. 
Sowieso, und vor allem, bevor Kontakt mit Psychiatern aufgenommen werden sollte.

Patverfue.de

Ein fröhliches, glückliches und zufriedenes Leben

wünscht Ihnen

Holger

P.S.:
Wie der Name Zwangseinweisen schon sagt, wird da Zwang, also Gewalt, angewendet. Wollen Sie jedoch freiwillig in eine Psychiatrie und gehen freiwillig mit Ihrer Mutter dahin, handelt es sich NICHT um eine Zwangseinweisung.


- - - 

Buchtip:
Geisteskrankheit – ein moderner Mythos - Carl-Auer Verlag

oder kürzer: 
Mythos Geisteskrankheit
http://www.szasz-texte.de/texte/mythos-geisteskrankheit.html

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