Ich habe das Gefühl, auch nach Erzählungen aus meinem Bekanntenkreis, dass man während des Studiums so mit "Pflichtlektüre", dem Durcharbeiten von Handapparaten etc. für die Seminare beschäftigt ist, dass man immer mehr die "Lust am Studieren" verliert - es artet immer mehr in lästige "Arbeit" aus! Und auf das Studium - so war's jedenfalls bei mir! - hat man sich doch mal gefreut, es soll auch Spaß machen, oder?! Wie ergeht es euch?

Ich erinnere mich gerne an zwei Kommilitonen (die mittlerweile ihr Studium abgebrochen haben), welche genau über diesen Sachverhalt zu meckern wussten. Der Witz: sie studierten Germanistik.
Ich glaube man muss sich schon darauf einstellen, in ein paar Fächern etwas mehr zu lesen. Mit meinen beiden Fächern bin ich total zufrieden. Lesen liegt mir im Blut. Desweiteren kann sich jeder vorher über das Studium informieren und sich eventuell umentscheiden. Man muss ja nicht studieren. Man kann auch was anderes machen.
Meine Erfahrungen sind/waren: Das Lesen von Literatur ist einerseits notwendig und kann zum Zweiten auch Spaß machen, wenn z. B. unterschiedliche Positionen erkennbar sind und verglichen werden und schließlich eine eigene Meinung zu finden ist. Eigentlich kann man/frau gar nicht genug lesen, um sich in Fachgebieten kundig zu machen! Ich meine, das Verarbeiten von Literatur ist nicht das Problem. Vielmehr weiß ich, dass heute das Studium zu sehr "verschult" wird durch Abschlussklausuren oder Seminararbeiten am Ende des Semesters, was zu meiner Zeit noch nicht in dieser "scharfen" Form bestand, und diese Tatsache mag das Studium heute nicht mehr ganz so attraktiv erscheinen lassen gegenüber den Freiheiten, die es zu meiner Zeit noch gab. Insofern gebe ich wandpilz Recht, der auf Alternativen zum Studium verweist.

Was sind Handapparate.
Wer lesen kann ist im Vortel. Ich denke mal, das Lesen eine der wichtigsten Bestandteile in einem Studium sind.
Studentenfragen beantworten und keine Handapparate kennen? TsTs! ;-) Das sind Ordner- und Büchersammlungen, meist in Bibliotheken, die speziell für ein Seminar oder eine Vorlesung zusammengestelt wurden.
Edgar Niklaus am 19. April 2008 10:23 Danke das du mich so nett belehrts. Man lernt eben nie aus. Obwohl ich auch studiert habe, kannte ich diesen Ausdruck nicht. Trotzdem erlaube ich mir auch Studenten einen Rat zu geben.
Was bliebe vom Studium ohne Lektüre? Nur ein paar Unterhaltungen in Seminaren und Monologe in Vorlesungen.
Wenn schon über die PFLICHTlektüre gemosert wird, ist wohl nicht mit eigener Recherche/Lektüre zu rechnen, oder?
Sehr richtiger Hinweis - wer keine Lust dazu hat, viel zu arbeiten und das heißt in vielen Fällen viel zu lesen, sollte es sich sehr überlegen, ob er wirklich studieren will. Bisher gibt es noch keinen Weg, umfangreiches Wissen einfach in die Köpfe zu beamen o.ä.
DH!