Frage von Liteblash, 70

Zuverlässiger portabler Elektroschockwecker?

Seit einer Weile habe ich das Selbstexperimentieren für mich entdeckt und experimentiere begeistert mit polyphasischem Schlaf, genauer gesagt, dem Dymaxion Cycle herum. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, mir beizubringen, innerhalb minimaler Zeit meinen Schlafrhythmus beliebig an meine momentane Lebenssituation anzupassen. Gerade mache ich zum Beispiel Abitur, kann bequem in der Schule Mittagsnappen und trage nebenher nachts Zeitungen aus. Wenn ich feiere, versuche ich durch zu machen, was mir aber manchmal nicht gelingt, woraufhin ich dann meistens durchschlafe, weshalb ich in solchen Fällen versuche, die nachfolgende Nacht durchzumachen und auf den sogenannten Second Wind zu warten, um wieder in den Rhythmus einzusteigen. Genau das erachte ich als weitaus schwieriger als das reguläre Schlafen im polyphasischen Rhythmus, da der Körper beim Einschlafen keine Chance hat, zu erahnen, wann er aufwachen soll. Der Zustand der Unzurechnungsfähigkeit, in dem man ist, wenn man in diesem Stadium nicht ordentlich geweckt wird und in einen krassen Halbschlaf verfällt, ist unbeschreiblich. Deshalb brauche ich einen zuverlässigen Wecker, der nicht so laut ist, dass ich Hörorgane und Mitmenschen strapaziere und den ich mit in die Schule nehmen kann. Vibrationsalarme versagen bei mir regelmäßig, genauso wie Lichtwecker. Das Einzige, was mir einfällt, wäre ein Elektroschockwecker. Ich habe bereits die Idee gehört, aus einem RaspberryPi so etwas umzubauen, aber wenn möglich, hätte ich gerne eine einfachere Lösung. Weiß da jemand was? P.S.: Ja, es ist sinnvoll, so brutal gegen meinen Körper vorzugehen, für meine Zwecke zumindest. Wie vorsichtig der menschliche Körper von allem und jedem mit Samthandschuhen angefasst wird, regt mich richtig auf. Der menschliche Körper ist verdammt nochmal das anpassungfähigste Ding, was es gibt! Er hat sich unter extremen Bedingungen entwickelt und ein Großteil der heutigen Bevölkerung verschwendet sein Potenzial in exorbitantem Ausmaße.

Antwort
von annananas5, 40

Auch wenn dein Körper das jetzt vielleicht noch mitmacht, ist das garantiert nicht gesund. Ein polyphasischer Schlafrythmus kann durchaus in Ordnung sein, aber vor allem da musst du regelmäßig zum Schlafen kommen, sonst klappt das nicht. Mag zwar jetzt noch gehen, aber irgendwann kommen dann halt Depressionen, Burnout oder sonstige Beschwerden.

Wenn du nach dem Schlafen sehr müde bist, liegt das daran, dass du gerade im Tiefschlaf geweckt wurdest und nicht daran, dass du nicht ordentlich geweckt wurdest. Da würde ein Elektroschocker auch nichts bringen. Der Körper schläft immer in sogenannten Schlafzyklen, die jeweils etwa 1,5 Stunden dauern. Wenn du nach 1,5 Stunden geweckt wirst, kannst du so z.B. wacher sein, wie wenn du nach 2 Stunden geweckt wirst. Es kann aber natürlich auch zusätzlich daran liegen, dass du einfach generell zu wenig Schlaf hattest.

Und wenn ich dich nicht von dem Elektroschocker abbringen konnte, dann pass bitte auf, dass er dir wenigstens auf die Beine zielst und nicht aufs Herz oder so, sonst liegst du nämlich bald im Krankenhaus.

Kommentar von Liteblash ,

Dass der Schlafzyklus grundsätzlich gilt und unabänderlich ist, wie leider sogar Wissenschaftler behaupten, ist schlichtweg falsch. Es ist das Muster, dass bei Menschen gemessen wurde, die monophasisch schlafen. Wäre der Körper so abhängig von diesem Muster könnte ein polyphasischer Schlafrhythmus aber gar nicht funktionieren. Da er es aber tut, wie viele vor mir bereits bewiesen haben, brauche ich nicht mal Wissenschaftler zu sein um da 1 + 1 zusammenzuzählen. Tatsächlich hatte ich schon sehr interessante Schlafphasen, die stark von diesem Zyklus abweichen und war bereits nach vielleicht 5 Tagen so weit, dass es bereits wieder einfacher und ich in den Wachphasen erholter wurde, kurz bevor ich aus Gründen, die hier nichts zur Sache tun, den Rhythmus unterbrechen musste. Ich gehe also davon aus, dass es durchaus funktionieren kann.

Weiterhin habe ich die Erfahrung gemacht, dass man um ein Vielfaches mehr Energie hat, als es direkt nach dem Aufwachen noch scheint. Man muss eben erst richtig wach werden, bevor klar wird, wie erholt man eigentlich ist, vorher ist man unzurechnungsfähig. Nachdem man kurz an der frischen Luft war, sieht die Welt in 100% der Fälle, in denen ein Wachbleiben erst undenkbar erschien, ganz anders aus. ^^

Bei einem bin ich mir ganz sicher: So weit, dass ein Wachwerden meines Körpers physikalisch unmöglich ist oder zwangsläufig mit Schäden verbunden ist, war ich noch lange nicht und werde ich auch so schnell nicht kommen. Sicher war ich schon das eine oder andere Mal mit Stoffen vollgepumpt, die eine annehmbare Leistungsfähigkeit für eine ganze Weile verhindern, aber mir geht es ja auch nicht darum, sportliche oder mentale Leistungen zu verbringen, sondern nur darum, aufzuhören, zu schlafen. Mich wach zu halten krieg ich dann schon hin. :D

Auf jeden Fall Danke für den Hinweis, ich mach das dann am Arm, denke ich. :)

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