Frage von momabi, 45

Zuschüsse für ein Flüchtlingscafé?

Hallo!

Meine Gruppe und ich müssen für ein Schulprojekt ein fiktives Unternehmen (gGmbH) gründen und haben dabei an ein Café gedacht. Dieses Café soll vor allem den Flüchtlingen helfen, sich besser bei uns zu integrieren und auch den Deutschen ein bisschen deren Kultur näher bringen. Außerdem wollen wir zu Anfang erst mal einen Flüchtling einstellen.

Meine Frage ist jetzt, ob wir dafür Zuschüsse bekommen würden, und wie hoch diese wären. Dazu kommt noch, wie hoch die Gebühren für einen Notar/Rechtsanwalt wäre (bei einer gGmbH) für die Gründung.

Danke im Voraus!

Antwort
von wfwbinder, 19

Leider ist die andere zu diesem Zeitpunkt existierende Antwort nicht zu 100 % richtig.

Die Gründung der GmbH ist mit 25.000,- Mindeststammkapital richtig, aber es reicht, wenn man am Anfang 50 % einzahlt. § 7 Abs. 2 GmbHG

Es gibt Zuschüsse und Förderungen, die man beantragen muss bevor man mit der Maßnahme beginnt und es gibt Förderungen, die man nur bekommt, wenn man schon begonnen hat.

Bei einem Vorhaben wie dem Euren würden Förderungen unterschiedlicher Art in Frage kommen:

Zuschüsse der Stadt/Gemeinde aus Mitteln für Integrationsmaßnahmen

ZUschüsse der Arbeitsverwaltung für die Einstellung schwer vermittelbarer Arbeitnehmer

Verbilligte Investitionsdarlehen für die Investitionen

Förderung der Gründungsberatung/des Gründercoachings

Die Gründungskosten einer GmbH, Notar, Handelsregister, liegen bei ca. 1.600,- Euro.

Kommentar von momabi ,

Dankeschön! Das hilft uns sehr weiter.

Antwort
von testwiegehtdas, 22

Mit einer gGmbH könnte es schwer werden. Soweit ich weiß, braucht ihr wie bei einer normalen GmbH erst mal die 25.000€ Stammkapital.

Zuschüsse bekommt man erst, wenn das Projekt existiert. Davor müsstet ihr die Kosten irgendwie tragen. Vielleicht gibt es einen Schulverein der etwas beisteuern kann, aber sicher nicht alles.

Zudem müsst ihr ja erst mal die Einrichtung haben, die Waren die verkauft werden sollen, garantieren dass alle Hygienestandards eingehalten werden und und und...

Dann geht es mit Arbeitsrecht weiter, wenn ihr einen Angestellten habt, mit Steuerrecht,...

Da kommt ganz schon viel Arbeit auf euch zu...

Vielleicht wäre es einfach, einfach irgendwo ein offenes & internationales Café zu machen. Sowas gibt es bei uns auch (in den Räumen vom Gemeindehaus), da kann man sich ein mal die Woche für 3 Stunden treffen und hat wesentlich weniger Auflagen.

Ihr könntet dort Getränke und Kuchen anbieten gegen eine Spende, die könntet ihr dann (Kosten für die Kuchenherstellung abgezogen) an ein soziales Projekt geben.

Kommentar von momabi ,

Okay, dankeschön!

Antwort
von tanztrainer1, 2

Ein Projekt könnte man ja auch durch Crownfunding finanzieren. Also zum Beispiel die Gebühren beim Notar und eventuell auch die Einlage für das Stammkapital zur Gründung einer gGmbH. (Ist ja bei Euch nur fiktiv!)

Gerade wenn es sich um soziale Projekte handelt, hat man reelle Chancen, dass Leute da mitmachen.

Schaut Euch mal den Link an:

https://de.wikipedia.org/wiki/Crowdfunding

Über startnext hat unser Sozialkaufhaus auch ein Projekt finanziert. Schaut Euch an, wie das gemacht wurde, jedenfalls hat es damit geklappt:

https://www.startnext.com/krawattentaschen

Ihr könnt ja auf Startnext Euch alle Projekte unter Sozial Business mal genauer unter die Lupe nehmen!

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